The way to minimalism #1

Way to minimalism

Seit einigen Tagen / Wochen hat mich die Wut gepackt und ich sortiere mein Leben neu. Das klingt jetzt erstmal brutaler, als es gemeint ist ūüėÄ Weder habe ich den Hund weggeben, noch den Mann verlassen. Was ich damit meine ist, dass ich mich von unliebsamen Dingen verabschiede, die mir in unserem sowieso eher begrenztem H√§uschen unn√∂tig Platz wegnehmen. Fehlk√§ufe, abgelaufene Kosmetik, gut gemeinte (aber nie genutzte) Geschenke, Modeschmuck der einfach „um“ ist, Klamotten die nicht mehr passen, unbenutzte K√ľchenutensilien ‚Ķ ihr seht, was ich meine.

Vor einigen Tagen habe ich mir ein Bullet Journal angelegt und was soll ich sagen – ich bin seither eindeutig produktiver! Nach √ľber 2 Jahren h√§ngt nun endlich ein echter Lichtschalter im einen Zimmer, eine neue Wohnzimmerleuchte ziert die Decke, usw. – nun war auch mal der¬†Punkt „Badezimmer ausmisten“ f√§llig. Erfolgreiche Tasks durchstreichen ist auch einfach zu sch√∂n. ūüėČ
Nachdem heute meine wunderschöne Hausapotheke ankam, stand dem Ausmisten, sortieren und putzen nichts mehr im Weg.

Herausgekommen ist ein M√ľllbeutel voller unn√ľtzem Kram, aber¬†einige Produkte sind mir zum Wegwerfen zu schade. Viele Lidschatten und Parf√ľms wurden bisher gar nicht oder nur sehr selten verwendet. Deshalb biete ich sie hier nun zum Verkauf an. Oder zum verschenken. Je nachdem. Schreibt mir in die Kommentare oder am besten per¬†E-Mail, was ihr haben wollt und wie viel es euch wert w√§re. Ich verschicke den Kram auch gern, aber wenigstens das Porto rauszubekommen, w√§re gut ūüôā
Das ist nun erst der Anfang aus einem Zimmer, ich f√ľrchte, da werden noch mehr Sachen folgen‚Ķ

Lidschatten

Lidschatten🔎¬†Zoom

1 – Manhatten 3 Purple Pankow
2 –¬†Korres 44S Golden Green
3 – Manhattan 87W Petrol
4 – Manhattan 35Z Apricoat
5 – Manhattan 95E Cotton Candy
6 – Catrice We are the Champagners

Parf√ľm Damen

Parf√ľms Damen

1 – Tommy Hilfiger – Tommy Girl (NP: ca. 25 ‚ā¨)
2 – Kenzo – Flower (?)
3 – Christina Aguilera (NP: ca. 20 ‚ā¨)
4 – Ungaro – For her! (NP: ca. 50 ‚ā¨)
5 – Lady Gagy – Fame (NP: ca. 20 ‚ā¨)
6 – Lolita Lempicka (NP: ca. 42 ‚ā¨)
7 – Mexx¬†Woman (NP: ca. 10 ‚ā¨)
8 – Yves Rocher Vanille
9 – James Bond 007 for Woman (NP: ca. 18 ‚ā¨)

Parf√ľm Herren

Parf√ľm Herren

1 – Laura Biagiotti ¬†– Due Uomo (NP: ca. 25 ‚ā¨)
2 – Davidoff Cool Water (NP: ca. 30 ‚ā¨)
3 – Iceberg Effusion (NP: ca. 20 ‚ā¨)
4 – Puma Flowing (NP: ca. 13¬†‚ā¨)
5¬†– Mexx Icetouch¬† (NP: ca. 20 ‚ā¨)
6 – Spirit of Man classic (NP: ca. 5 ‚ā¨)

Keine Ahnung, ob mein Freund seine Parfums eigentlich verkaufen will – aber ich habe ihn noch nie etwas au√üer Davidoff Cool Water nutzen sehen – und davon stehen noch ca. 4 Flaschen im Schrank. Und selbst das nutzt er nur ein paar Mal im Jahr, also – Pech. ūüėČ

Video: Reasons to go vegan

In meinem YouTube-Dashboard wurde mir ein ca. einst√ľndiges Video vorgeschlagen, dessen Titel (zugegeben) etwas rei√üerisch klingt. Ich dachte, dass da sicher irgendein fanatisches Gerede √ľber vegan als die einzige Wahrheit kommen wird – ich wurde eines Besseren belehrt.
Es entpuppte sich als ein sehr spannender Vortrag von der¬†The Animal Rights Foundation of Florida √ľber unsere Ern√§hrung und ein kritisches Auseinandersetzen mit den Mythen, mit denen man gro√ü wird. Nur ein¬†Beispiel: wir brauchen Milch f√ľr starke Knochen. Sicher jeder erinnert sich an den Slogan:¬†Die Milch machts.

Da ich neulich meinen Beitrag Get into vegan verfasst habe, empfinde ich dieses Video als eine sehr schöne Ergänzung, da es auch viel auf gesundheitliche Aspekte eingeht.

Weiterhin habe ich gestern Earthlings gesehen Рund mehr als eine Träne dabei vergossen. Wer das noch nicht kennt, dem empfehle ich, auch hier einmal reinzusehen.

 

Peaceful Cuisine

Peaceful Cuisine

Auf YouTube stieß ich zufällig auf einen neuen Koch-Kanal, der Liebe auf den ersten Blick war.

  1. Mag ich Essen.
  2. Mag ich kunstvolle Videos.
  3. Mag ich ASMR-Videos.
  4. Mag ich vegane Rezepte!

Er tr√§gt den idyllischen Namen „Peaceful Cuisine“ und bietet alle vier oben genannten Punkte auf einmal. Wer also Hunger kriegen¬†oder¬†entspannen will oder nur auf der Suche nach Futter-Inspiration ist, schaut das hier. Wirklich. ‚ô•

Der junge Mann, Ryoya Takashima, hat auch Videos online, wie er sich seine K√ľche zusammengeschreinert hat und ich bin sehr, sehr neidisch!

Solltet ihr noch mehr solcher Channels kennen, bitte ab in die Kommentare damit ūüėČ

Get into vegan!

Basilikum

Aller Anfang ist schwer.

So ging es mir zumindest. Ich habe lange, sehr lange, dar√ľber nachgedacht, ob es nicht besser w√§re, ganz auf Fleisch zu verzichten. Das meiste schmeckte mir eh nicht, weder Steak noch Gulasch, Innereien erst recht nicht. Au√üerdem –¬†die Tiere und so, die tun einem ja schon leid, immerhin ist man ja¬†riesiger Tierfreund. Massentierhaltung ist ja auch bl√∂d, eigentlich soll man ja eh nicht so viel Fleisch essen, ‚Ķ aber was bestellt man dann im Restaurant? F√ľr 10 ‚ā¨ kriegt man entweder einen lieblosen Salat oder ein dickes Schnitzel mit Pommes.
Mit solch (eher fadenscheinigen) Argumenten, habe ich mich lange vom Fleischverzicht ferngehalten. Erst, als zwei enge Freunde von mir, auf den vegetarischen Zug aufsprangen und ich sah, wie einfach es bei ihnen funktioniert, beschloss ich, dass es f√ľr mich nun auch endlich an der Zeit ist. Fleischlos war erst ungewohnt, aber einfach. Und gut!

Fleischlos ist doch aber noch nicht vegan!

Richtig. Nach und nach stellte ich dann fest, dass nicht alles, was fleischlos ist, auch vegetarisch ist. Lab-haltiger K√§se ist es nicht. Gummib√§rchen sind es nicht. Fruchts√§fte sind es oft nicht. Honig ist es auch nur so geradesohalbwegs. Also – noch mehr vom Ern√§hrungsplan streichen. Innerlich seufzen – kann man √ľberhaupt noch was essen? Continue reading

Friday Favourites #2

Friday Favourites

Willkommen in der nächsten Runde Friday Favourites!

Diese Woche f√§llt das ganze eher mau aus, denn die Woche ging meeega schnell um und gef√ľhlt kam ich auch zu nicht viel. W√§hrend wir am Wochenende noch flei√üig waren und die morsche Terrasse ausgebaut haben, war ich unter der Woche faul und ziemlich fr√ľh im Bett um mir die „neusten“ Folgen Orphan Black anzuschauen. Ansonsten war ich mit Kleinkram hier, kochen da, ’n R√ľndchen zocken, usw. besch√§ftigt – und zack ist so ’ne Woche¬†auch schon um. ūüôĀ

Zudem gab es in den Medien ja gef√ľhlt nur ein Thema: B√∂hmermann. Und nachdem Merkel ihm heute knallhart in den R√ľcken gekracht ist, wird das wohl auch noch eine Weile so bleiben.

 

Serienempfehlung

Wo wir gerade dabei sind: Einer meiner absoluten Alltime-Favourites! Die Serie Orphan Black. Da n√§chste Woche die 4. Staffel rauskommt, nahm ich das als Anlass, endlich mal die 3. zu gucken. Ich frage mich, wieso ich damit so lange gewartet hab! Das Schauspieltalent von¬†Tatiana Maslany, die √ľbrigens¬†sogar Deutsch spricht, ist einfach umwerfend und ich verliebe mich jede Folge neu in sie & ihre Rollen. Dazu ist die Serie megaspannend und rundum sehenswert. Wer es noch nicht kennt & auf der Suche nach neuem Serienmaterial ist, dem kann ich Orphan Black nur w√§rmstens empfehlen.

Der Lacher der Woche

Ich bin ein mega Fan von Rosanna Pansino, die mich mit ihrer niedlichen Art immer wieder verz√ľckt. Noch dazu mag ich Backen und Kuchen und nerdigen Stuff – also der perfekte Kanal f√ľr mich. Gestern stie√ü ich dann zuf√§llig auf die Not my Arms Challenge und habe ungelogen Tr√§nen gelacht. Aber gut, mein Humor ist auch nicht sonderlich anspruchsvoll.

Gebacken

Eigentlich backe ich ja f√ľr mein Leben gerne, was aber stark nachgelassen hat, da mein Kerl & ich beide nicht so die Naschkatzen sind und Kuchen o. √Ą. sonst einfach nur bl√∂d rumsteht. Aber – diese Woche gab es Heidesand (war mir v√∂llig unbekannt ‚Ķ), kleine M√ľrbepl√§tzchen in vegan. Da ich das Original nicht kenne, kann ich keine Vergleiche ziehen, aber das, was da aus dem Ofen kam, ist super lecker. ‚ô•

‚Üí zum Rezept

Heidesand

Tja. Das wars auch diese Woche schon, was vielleicht auch ganz okay ist, damit sich niemand durch endlos lange Beitr√§ge w√ľhlen muss ūüėÄ

Friday Favourites #1

Friday Favourites

Es wird ruhig hier auf dem Blog. Das liegt wahrscheinlich prim√§r daran, dass ich am liebsten Kochrezepte verblogge – die nun aber auf meinen Kochblog Can I have it? umgezogen sind. Jetzt, wo sich Waffeln und Kohlrouladen auf „der anderen Seite“ tummeln,¬†d√ľnnt es hier eben deutlich aus.

Um dem entgegenzuwirken, habe ich beschlossen, einmal die Woche meine gesammelten Lieblinge der Woche zu verbloggen. Produkte, die mir besonders gut gefallen haben, Rezepte, die besonders lecker waren, Videos, die einem ein wtf?! ins Gesicht zaubern, gute Musik, sch√∂ne Zeitungsartikel, s√ľ√üe Katzenfotos, ‚Ķ ihr wisst schon. Sowas eben. ūüôā

 

F√ľr gute Laune

Es mag komplett bescheuert sein, aber ich hab ungelogen Tränen gelacht. Ich hab keine Ahnung, wer auf einen solchen Unsinn kommt, aber es erheiterte meinen Tag enorm.

Weiterhin sehr unterhaltsam: Die Seite boehmer-wohnen.de, eine Parodie auf Til Schweigers barefootliving.de
Die Artikel-Beschreibungen sind großes Kino:

Dieser Reiselocher verbindet alles, was ich am Leben mag: Reisen und Lochen. Egal wo du bist, ob in den h√∂chsten Gebirgen der Welt oder auf dem gro√üen, weiten Meer: der Locher l√§sst dich nicht im Stich. Er locht zuverl√§ssig und best√§ndig. Er ist wasserdicht und f√ľr verschiedene Papiergr√∂√üen einstellbar, von manchen habe ich nicht mal geh√∂rt, so viele kann man da einstellen. Irre. Besorge dir hier deinen treuen, lochenden Begleiter.

Das Wow der Woche

Erik Johansson, Fotograf &¬†Digital Artist, hat mal wieder mit einem wundersch√∂nen Foto √ľberrascht.

Links: Erik Johansson | Facebook | Instagram

Dazu gibt es auch ein wunderschönes Making-Of-Video, das ich eigentlich fast noch sehenswerter Finde, als das fertige Ergebnis selbst. Gute Arbeit, Herr Johansson!

 

Das Wtf?!

Glaubt mir, wenn ich euch sage, dass ich mich zwar auch vegan ern√§hre, aber definitiv nicht so abgedreht bin. :‘)

Das neuste Lieblingsprodukt

Endlich! Weißer Nagellack, der länger als einen Tag hält! Wer mich kennt, weiß, dass ich weißen Nagellack (vor allem im Sommer) liebe. Leider ist es völlig egal ob man billigen Lack von essence oder teuren von Essie nimmt, es braucht mindestens zwei oder drei Schichten, einige Stunden zum Trocknen, meistens haut man sich trotzdem Datscher rein und nach spätestens zwei Tagen fängt die Scheiße an zu bröseln, reißen oder abzuplatzen.
Damit ist jetzt Ende! Ha! ūüėÄ

Ich hab mich das erste Mal an Shellac getraut & mir Base- und Topcoat, sowie Weiß gekauft. Der Lack ist dank UV-Licht in 2 min komplett ausgehärtet und damit sind die Zeiten des endlosen nichts-anfassen-können-weil-frisch-lackiert hoffentlich vorbei. Angeblich hält der Lack bis zu 3 Wochen, na ich bin gespannt.
Edit 10.04.: vier Tage sind bereits vergangen und soeben haben wir in gemeinschaftlicher Arbeit und mit bloßen Händen die Terrasse im Garten herausgerissen & ins Auto verfrachtet.
Es hält und hält! Nach wie vor keine Kratzer, Schrammen oder Platzer. ♥

Gef√§llt euch die Auswahl? Habt ihr Videos / Bilder, die gut in die Sammlung passen? Ich freue mich √ľber Feedback! ūüôā

 

 

„Warte, bis du eigene hast!“

Luna

Wenn ich f√ľr jedes Mal, wenn ich diesen Satz zu h√∂ren bekomme, einen Euro bek√§me, k√∂nnte ich mir sicher inzwischen ein Traumhaus am Strand leisten. Naja, oder zumindest einen Holzschuppen in¬†Horumersiel.

Es geht nat√ľrlich um Kinder.

Diese niedlichen, zuckers√ľ√üen kleinen Mini-Menschen, die stets mit dreckigen Fingern, verschmierten M√ľndern und bescheuerten Fragen in Petto parat stehen, um dir mit schrillem Geschrei bei bis zu¬†√ľber 100¬†Dezibel auf den Nerv zu gehen. Zumindest geht es mir so, ich kann mit Kindern einfach nichts anfangen. Ich mag sie nicht, weder eigene, erst recht keine¬†fremden, ich m√∂chte sie nicht um mich haben und ich meide Orte mit erh√∂htem Kinderaufkommen. Scheinbar ist diese Sicht der Dinge aber v√∂llig inakzeptabel, denn sonst w√ľrden nicht regelm√§√üig Menschen anfangen, mit mir dar√ľber zu diskutieren.

Losgetreten wurde die Diskussion auf twitter, das wohl ungeeignetste Medium, um sachliche Unterhaltungen zu f√ľhren und fundierte Argumente und Begr√ľndungen hervorzubringen, denn wie will man sich mit 140 Zeichen ordentlich ausdr√ľcken? Aber wir lernen’s ja auch nicht.

The Barn in Berlin sorgte 2012 schon f√ľr Aufsehen, als sie einen „Anti-Kinderwagen-Poller“ vorm Eingang aufstellten. Nun ziehen sie offenbar nach und haben auch ein Still-Verbot erteilt, allerdings finde ich dazu keine seri√∂se Quelle wie inzwischen auch SZ berichtet.

Nachtrag: „Spanke jedoch findet: Eine Mutter sollte nicht sechs Monate ans Haus gefesselt sein, wenn sie sich entscheidet, ihrem Baby die Brust zu¬†geben.“¬†
Was ein Gl√ľck findet das Leben einer jeden Mutter ausschlie√ülich¬†an zwei Orten statt. Zuhause und im The Barn.

Die Begr√ľndung, dass es einen „gehobenen Laden“ handelt, finde ich zwar etwas daneben, aber die Entscheidung „No Kids“ muss man in meinen Augen respektieren. Dazu gibt es nun mal das Hausrecht und ich verstehe nicht, weshalb aufgebrachte Muttis (und Papis) nun mit Petitionen wedeln, statt einfach ein anderes Caf√© zu besuchen.

Wenn ein Wirt eine Raucherkneipe er√∂ffnet, geht kein Nichtraucher rein und meckert √ľber den Qualm.
Wenn ein Wirt eine Jazz-Bar er√∂ffnet, geht kein Metalfan hin und beschwert sich √ľber die jaulige¬†Musik.
Wenn ein Wirt ein „Erwachsene-only“-Caf√© er√∂ffnet, gehen Muttis aber offensichtlich sehr wohl hin und schreien „Diskriminierung!“.

Es gab da ein sch√∂nes Interview mit einem D√ľsseldorfer Wirt, der einen Bereich seines Biergartens f√ľr Kinder (und Hunde) abgesperrt hat. Die Begr√ľndung ist absolut nachvollziehbar und plausibel und ich frage mich wirklich, was sich manche Eltern dabei¬†denken, wenn ihre Kinder ungebremst den ganzen Laden auf links drehen. Scheinbar nicht viel.
Ich habe es schon live erlebt, was es hei√üt, wenn der Nachbartisch¬†f√ľnf Kinder dabei hat, die nach dem Pommes essen keine Lust mehr auf Rumsitzen haben. Es ist laut, √ľberall rennen Kinder rum, es wird sich um Spielzeug gepr√ľgelt, es wird geschrien, da fliegt die Apfelsaftschorle vom Tisch und ich zolle dem Ladeninhaber bis heute noch h√∂chsten Respekt, dass er keinen Wutanfall bekommen und die Bande rausgeschmissen hat. Denn die Eltern √ľberh√∂rten den Zirkus einfach, w√§hrend die restlichen Leute hastig ihr Essen runterschlungen, um dort schnellstm√∂glich wieder zu verschwinden. Jeder Wirt, der ein kinderfreies Lokal betreiben m√∂chte, hat mein absolutes Verst√§ndnis.

Ich lie√ü also auf twitter verlauten, dass ich die Leute nicht verstehen kann, die sich √ľber ein „Kinderverbot“ echauffieren, man braucht ja nicht hingehen. Und ich erw√§hnte auch, dass es Leute wie mich gibt, die ein solches Verbot gut finden, denn da wei√ü ich, dass ich meine Ruhe hab.

Nat√ľrlich ging sofort die Diskussion darum los, dass ich das ja nur so sehe, solange es fremde Kinder sind. Wenn es eigene Kinder sind, dann s√§he man das anders.
Tja nun, ich habe aber keine eigenen Kinder. Ich möchte an diesem Zustand auch nichts ändern.
„So dachte ich fr√ľher auch, aber als es dann da war, war es das beste, was mir je passiert ist!“

„Warte, bis du eigene hast! Dann sprechen wir noch mal!“

Himmelhergottnocheins. Bitte liebe Leute. Lernt – und lernt zu RESPEKTIEREN -, dass es Menschen gibt, die das nicht so sehen und dass manche Menschen durchaus ihr Gl√ľck / ihre Erf√ľllung in anderen Dingen finden, als in Nachwuchs aus eigener Produktion. Was ich dann¬†immer so makaber finde, sind die Leute, die es nicht f√ľr voll nehmen, wenn ich sage, dass ich vierbeinige, fellige, nassschn√§uzige Kinder¬†habe. Nat√ľrlich sehe ich meine Tiere nicht als Kinder oder Kinderersatz an, ich habe sie aber deutlich lieber als Kinder bei mir. Ich spiele mit ihnen, erziehe sie, ich gebe ihnen zu essen, fahre mit ihnen zum Arzt, tr√∂ste sie wenn sie Angst haben, passe auf sie auf, weise sie auch mal in die Schranken und freue mich tierisch (h√∂h√∂.), wenn der „Nachwuchs“ erfolgreich was gelernt hat und sich der Hund bei einem „Peng!“ theatralisch auf den Boden wirft und mit den Beinchen in der Luft wedelt. Sooo viel Unterschied zu einem Kind ist da gar nicht. Au√üer, dass dieser¬†Nachwuchs deutlich schneller stubenrein ist, weniger Widerworte gibt, nicht rumschreit, sich nachts nicht aus dem Haus schleicht und sich deutlich mehr freut, wenn man nach nur f√ľnf Minuten beim Kiosk wieder heimkommt.

Mir wurde in der Diskussion auf twitter darum gesagt, dass Kinder & Haustiere ja allein deshalb schon nicht das gleiche seien, weil ich mich f√ľr meinen Hund niemals vor ein Auto werfen w√ľrde. F√ľr (m)ein Kind schon.
Eh, hallo? Nat√ľrlich w√ľrde ich mich f√ľr meinen Hund vors Auto werfen! Es ist meine verdammte (selbstauferlegte) Pflicht, mich um dieses eher wehrlose Gesch√∂pf zu k√ľmmern und es zu besch√ľtzen. Ob ich denn f√ľr mein Kind meinen Hund vors Auto werfen w√ľrde? Nat√ľrlich nicht, wtf??! Ob ich denn f√ľr meinen Freund den Hund vors Auto werfen w√ľrde?
‚Ķ abgesehen davon, dass die Fragen immer abstruser werden, nat√ľrlich auch das nicht! Der ist n√§mlich schon gro√ü, kennt die potentielle Gefahr, die von fahrenden Autos ausgeht und kann auf sich selbst aufpassen. Die tollpatschige Fellnase eher weniger. Kinder √ľbrigens auch nicht. Und diesen gewaltsamen Hunde-Kinder-Vergleich hab ich immer noch nicht kapiert.

Versteht mich nicht falsch, jeder, der sich Kinder w√ľnscht, der soll auch welche bekommen k√∂nnen, ohne Angst vor finanziellen Problemen oder sonstwas haben zu m√ľssen. Ich bin f√ľr l√§ngere bezahlte Elternzeit und mehr Unterst√ľtzung von Familien durch den Staat, f√ľr mehr KiTa-Pl√§tze und f√ľr flexiblere Arbeitszeitmodelle f√ľr Eltern. Ich g√∂nne jedem sein Kindergl√ľck, von mir aus auch gern mehrfach, das muss jeder ganz f√ľr sich entscheiden.

Aber genauso sollte sich doch jeder ganz f√ľr sich dagegen entscheiden d√ľrfen, ohne direkt zugeschwallt zu werden, dass man das gr√∂√üte Gl√ľck der Welt verpasst. Verpasse ich nicht. Nein, wirklich nicht. Neihein. Nix aber. H√∂r auf. Danke!
Und nachdem wir nun geklärt haben, dass es Leute gibt, die sich, warum auch immer, gegen Kinder entscheiden, können wir nun auch akzeptieren, dass manche Menschen nicht nur keine eigenen, sondern generell keine Kinder um sich haben wollen, wobei das nicht zwangsweise zusammen auftritt. Manche Menschen lieben Kinder, wollen aber in Ruhe arbeiten können. Zum Beispiel ein Wirt, der den eher schniekeren Gästen eine entspannte und ruhige Atmosphäre zum Kaffee genießen anbieten will.

Wenn jemand sagt, er mag keine Hunde, geht niemand her und antwortet „Kauf dir einfach einen! Wart erstmal ab! Du wirst sehen, wenn es der eigene ist, ist es etwas ganz anderes!“.
Wenn jemand in seinem Lokal keine Hunde haben will, startet niemand eine Petition dagegen. Entweder lässt man den Hund zuhause, oder man geht halt woanders hin.

Immer wieder h√∂rte ich das Argument, Anti-Kids sei diskriminierend, dann d√ľrfe man mit der Argumentation auch¬†Ausl√§nder, Schwiegerm√ľtter, Dicke, Schwule, Schwarze und Waswei√üichwas ausschlie√üen. Zum einen geht es bei Kindern nicht um die Optik, sondern um das Verhalten. Abgesehen davon: Ja, darf man. Wie eine Bar beweist, die Fl√ľchtlingen den Zutritt pauschal verweigert¬†(auch wenn ich deren tweet echt eklig finde).
Kinderverbot sei¬†halt „Ausdruck einer Gesellschaft, die keinen Bock auf Kinder hat„. Oder aber Ausdruck von Menschen, denen¬†die antiautorit√§r-verweichlichten Special Snowflakes ohne Grenzen einfach aufn Zeiger gehen ‚Ķ?
Apropos – Hunde pauschal auszuschlie√üen, ist auch diskriminierend! Denn mein Hund bellt nicht, bei√üt nicht und kackt auch nicht drin. Die legt sich untern Tisch und freut sich, dass sie dabei sein darf. So einen gequirlten Schei√ü w√ľrd ich aber niemals laut von mir geben.

Res√ľmee:
Wenn jemand in seinem Laden/ Leben XY nicht haben will, dann ist das halt so.
Handel. Damit.

Und als krönender Abschluss noch zwei Comics von Erzählmirnix, deren Einstellungen zum Leben ziemlich deckungsgleich zu den meinigen Sind.

How to: Seitan

Seitan

Photo credit: prideandvegudice / CC BY-NC-SA

In letzter Zeit werde ich immer häufiger nach einem wundersamem Zeug gefragt: Seitan.
Da die¬†meisten Leute weder Ahnung haben, was das ist, geschweige denn, wie man es richtig zubereitet (denn das Zeug¬†ist ’ne kleine Zicke!), gibt es heute von mir einen kleinen Seitan-Guide! ūüôā
Ich experimentiere nun schon eine ganze Weile mit unterschiedlichen Mischungen und Zubereitungsformen, folgend lest ihr also meinen „da geht nix schief mit“-Guide.
Alle Produkte verlinke ich direkt auf die passenden Shops oder am Ende.

 

Was ist das?

Seitan ist reines Weizengluten. Es ist also rein pflanzlich und damit f√ľr die vegane Ern√§hrung geeignet und richtig zubereitet erinnern Konsistenz, Farbe und Geschmack sehr an Fleisch.
Bonus: es enthält 75 g Protein auf 100 g!
Das klingt, vor allem f√ľr Sportler und Veganer, erstmal zu gut um wahr zu sein. Leider fand ich zur Wertigkeit dieses Proteins unterschiedliche Angaben. Laut einer Quelle erreicht¬†Seitan einen¬†PDCAAS-Wert von 0.25, zum Vergleich:¬†Eier und Sojaprotein erreichen einen Wert von 1, was das Maximum ist.¬†Ein Wert von 1 bedeutet, dass eine Proteineinheit nach der Verdauung des Nahrungsproteins 100 % der essentiellen Aminos√§uren liefert. Laut einer anderen Quelle kann der K√∂rper sogar aus Eiwei√ü mit 0-Wert noch 25% Protein ziehen.
Ich bin nun also auch nicht schlauer als vorher,¬†aber im Zweifel sind mir 75 g „minderwertige“ Proteine immer noch lieber als 75 g¬†Industriezucker. ūüėČ

 

Gewinnung

Seitan erh√§lt man, indem man Weizenmehl ausw√§scht. Aus Wasser und Mehl wird ein Teig zubereitet, der solange¬†ausgewaschen wird, bis nur noch das Gluten √ľbrig bleibt. Dann kann man es nach Belieben w√ľrzen, marinieren oder sonstwie weiterverarbeiten. Wem das alles viel zu aufw√§ndig ist, mir zum Beispiel, der kann Seitan als Fix in Pulverform kaufen. Bei uns f√ľhrt das sogar der n√§chste Supermarkt, ansonsten kann man es z.B. hier online bestellen.

 

Zubereitung

Seitanbasis

Kommen wir zum spannenden Part: die Zubereitung. Denn auf den Fix-Verpackungen steht blo√ü: „zu gleichen Teilen mit Wasser mischen“ und das ist zwar nicht falsch, aber dann hat man einen widerlichen Gummiball, mit dem man alles tun will, aber ihn sicher nicht essen. Die „richtige“ Zubereitung variiert ein wenig, je nachdem, was man daraus machen m√∂chte.

Basis:
F√ľr 2 Personen mische ich 120 g Seitan-Fix mit 2 EL Hefeflocken, 2 EL Knoblauchgranulat, 1 EL Zwiebelgranulat, 1 TL Salz, 1 TL Pfeffer, 3¬†EL Gew√ľrzmischung und gebe ca. 150 ml Wasser hinzu, ggf. etwas mehr, und lasse es f√ľr 10 Minuten von der K√ľchenmaschine zu einem „geschmeidigen“ Teig verkneten.

Gew√ľrze & Add-Ons:
Je nachdem, was aus dem Seitan werden soll, kommen unterschiedliche (glutamatfreie) Gew√ľrzmischungen zum Einsatz. F√ľr Gyros ein Gyrosw√ľrzer, f√ľr Schnitzel ein einfacher Gefl√ľgelw√ľrzer, f√ľr Frikadellen Hackfleischw√ľrzer, usw… wer es nicht so genau nimmt, kann sich auch einfach durch verschiedene Mischungen durchprobieren, bspw.¬†Garam Masala, Chinaw√ľrzer, Pul Biber, etc. und schauen, welche Mischung ihm zu was am besten schmeckt.
Was sich auch sehr gut macht, wenn der Seitan einen fleischigen Umami-Geschmack haben soll, ist Rauchsalz oder ein Schuss Liquid Smoke. In Schnitzel und Wurst kommt noch 1 TL Vegemite (Hefeextrakt), in Frikadellen Tomatenmark und Senf. Auch Sojasauce kommt zum Einsatz. Experimentiert ruhig ein wenig, aber auf jeden Fall sollte man den Seitan¬†lieber zu stark als zu seicht w√ľrzen.

 

Ruhen & Dämpfen

Der fertig vermischte Seitan kommt in ein Fr√ľhst√ľckst√ľtchen, zuknoten und ab in den K√ľhlschrank. Ich dr√ľcke ihn meist in der T√ľte noch ein wenig in Form, sodass er relativ¬†flach und rechteckig ist. Dann¬†sollte der Seitan eine Weile ziehen. Mindestens zwei Stunden, gerne aber auch √ľber Nacht, so nimmt er das Aroma der Gew√ľrze am besten an.

F√ľr einen Gro√üteil der Gerichte¬†kommt nun der¬†wichtige Part: d√§mpfen!
Seitan ist Kleber, also ist es nicht verwunderlich, dass er eine Gummi-Konsistenz hat. Widerlich. Die treibt man ihm aus, indem man ihn f√ľr etwa 30 Minuten in den Dampfarer packt. Ich d√§mpfe ihn von beiden Seiten je 15 min. Kein Dampfgarer zur Hand? Kochen geht auch¬†– dazu den Seitan im Beutel auf mittlerer Hitze f√ľr 30 min in Wasser kochen. Dabei sollte man aber eine¬†Erh√∂hung¬†auf den Grund des Topfes stellen, nicht, dass die T√ľte mit dem Topf verschmilzt.

F√ľr¬†Ausnahme-Gerichte wie Schnitzel oder Frikadellen: braten!
Der Seitan wird in Form gebracht (Schnitzel mit dem Nudelholz ausrollen, Frikadellen formen, ‚Ķ), ggf. paniert und nun langsam und mit geringer Hitze gebraten, bis die Kruste dunkel ist. Das sollte schon seine 25 – 30 min dauern, womit das gleiche wie durch’s Garen erreicht wird: die Gummi-Konsistenz verschwindet.
Experiment von heute: Schnitzel formen, fest in Alufolie verpacken und 5 min vordämpfen, damit sie ihre Form besser behalten. Ich berichte, ob der Versuch was taugt.

 

Weiterverarbeiten

Der Seitan-Block sollte nun bereit und verzehrfertig sein. Frikadellen k√∂nnen „einfach so“¬†genascht werden, F√ľr Gyros bspw. d√ľnne Scheiben abhobeln und in reichlich √Ėl mit frischen Zwiebelw√ľrfeln und Knoblauch scharf und knusprig braten. F√ľr Filetspitzen filetf√∂rmige St√ľcke abschneiden, in etwas √Ėl braten, abl√∂schen und Sauce dar√ľber zubereiten. Rezepte finden sich zuhauf im Internet.

 

Das wars schon! Okay, aus „kurze Anleitung“ wurde doch ein relativ langer Beitrag, aber ich hoffe, er hilft zu verstehen, auf was es ankommt. K√ľnftig k√∂nnt ihr so mit fremden Rezepten vielleicht auch mehr anfangen ūüėČ
Also: gut & viel w√ľrzen, ruhen lassen, dampfen gegen Gummi, ausk√ľhlen lassen, weiterverarbeiten.

 

√úbrigens ver√∂ffentliche ich inzwischen all meine Rezepte nicht mehr hier, sondern auf meinem „digitalen Kochbuch“, das ich nun via Tablet in der K√ľche immer offen habe. Vielleicht ist f√ľr den ein oder anderen ja ein Rezept dabei ūüôā

Can I have it?

 

PS: Seitan bestelle ich meist direkt im 1 kg¬†Beutel und f√ľlle ihn dann um. Meist kaufe ich auch direkt 5 kg, denn es verbraucht sich doch sehr schnell, wenn man viel experimentiert. Dank Seitan habe ich heute nun auch meinen ersten 1 kg Sack Knoblauch und Zwiebelpulver¬†bestellt. Gew√ľrzmischungen bestelle ich hier¬†(wenn ich eh vegan shoppe) oder hier¬†(wenn es ausgefallen, aber g√ľnstig sein soll) oder kaufe sie, genau wie Tomatenmark im 500 g Glas und Petersilie b√ľschelweise, im t√ľrkischen Supermarkt vor Ort g√ľnstig. Vegemite habe ich mir aus Australien mitbringen lassen, da mir die Gl√§ser auf Amazon & Co zu teuer waren, deshalb¬†kann ich leider nichts online empfehlen.

Post von Likoli

Likoli

 

Zuerst einmal w√ľnsche ich euch allen ein frohes neues Jahr!

Ich bin zwar zeitlich etwas hinterher, aber das liegt daran, dass ich mir p√ľnktlich zum Neujahrstag eine ordentliche Erk√§ltung eingefangen habe und die Zeit bisher mit Salbeitee und Serien auf der Couch verbracht habe. Fit bin ich zwar immer noch nicht, aber zumindest reicht es, um mal was von mir h√∂ren zu lassen. Ich hoffe, euer Start war ein besserer ūüėČ

Vor einigen Wochen erreichte mich n√§mlich eine E-Mail und zwar von einem schwarzen Kater namens Likoli.¬†Ich bekomme nicht h√§ufig Post von Katern und schon gar keine, in der mir nette Angebote gemacht werden. Likoli betreibt n√§mlich einen T-Shirt-Shop, in dem es Kunst auf Shirts zu kaufen gibt. Man findet dort niedliche, nerdige und lustige Shirts und ich durfte mir eins davon aussuchen, einfach so! ūüôā







 

Die Auswahl fiel gar nicht so leicht wie anfangs gedacht, schlussendlich entschied ich mich dann¬†und zwar f√ľr dieses hier ūüôā
Bereits einen Tag sp√§ter (!) schon kam mein liebevoll verpacktes T-Shirt an. Ich habe erfolgreich meinen guten Freund Philip angeheuert um ein Foto von mir im neuen Schmuckst√ľck zu machen, denn ein Spiegel-Selfie erschien mir dann doch zu unw√ľrdig ūüėČ

likoli

Also, solltet ihr auf der Suche nach Abwechslung f√ľr den Kleiderschrank sein, kann ich euch Likoli, den Kater mit Format,¬†nur w√§rmstens empfehlen ūüôā

 

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Get To Know Me!

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Alles begann auf twitter, als eine verpixelte (und h√§ssliche) Grafik begann die Runde zu machen. Diese besagte – sinngem√§√ü – dass es f√ľr jeden Like einen Fakt oder ein Bekenntnis √ľber einen selbst gibt. Immerhin 34 Leute gaben diesem Post einen Like und somit gab es 34 Fakten √ľber mich, die mal aus der Vergangenheit, mal √ľber Allgemeines, Dinge √ľber mich verrieten. Dinge, die man sonst eigentlich keinem erz√§hlt, einfach, weil sie nicht wirklich wichtig erscheinen.

Nun machten dabei aber eine ganze Menge Leute mit und man kennt pl√∂tzlich Vorlieben, Abneigungen, Erinnerungen, √ľberraschende Tatsachen und lustige Anekdoten. Ich finde, das ist eine sehr sch√∂ne Sache! Denn ich erinnere mich sehr gut¬†daran, dass damals, als sich ein sehr guter Freund das Leben nahm, wir pl√∂tzlich beieinander sa√üen und feststellten, dass wir so viele kleine Details gar nicht kennen. Und fragten uns gegenseitig √ľber Lieblingsfarben, den sch√∂nsten Urlaub und das Leibgericht aus. Einfach, um solche Dinge mal zu wissen.
Da mir meine¬†Kleinigkeiten, die insgesamt immerhin f√ľr 319 (!) Likes in zwei Tagen sorgten, dann doch irgendwie ganz nett f√ľr die Memoiren vorkamen, habe ich beschlossen, ihnen noch mal einen separaten Blogeintrag zu widmen und sie auf 50 zu erg√§nzen. Einfach, weil 50 eine sch√∂ne Zahl ist.

Vielleicht erfreut sich ja der ein oder andere daran. Wenn nicht, habe ich in 50 Jahren (falls ich so alt werde …) eine schöne Erinnerung an mein 27-jähriges ich und dessen Gedanken.
Falls jemand nachtr√§glich „liken“ (f√ľr mich sind und bleiben das Favs!) m√∂chte, verlinke ich die Original-Tweets und erg√§nze sie vielleicht hin und wieder (140-Zeichen-Grenze ol√© ol√©).

 

  1. Ich bin ein Sonntagskind und obwohl ich nicht an Sternzeichen und deren Einfluss glaube, passen meine (Löwe & Drache) perfekt zu mir. (tweet)
  2. Ich habe bereits mit 5 Jahren einen Eignungstest f√ľr die Grundschule gemacht und mit Abstand am allerbesten abgeschnitten. (tweet)
    Der Rektor rief damals sogar h√∂chstpers√∂nlich meine Mama an, um ihr die freudige Botschaft zu verk√ľnden.
  3. Meine erste richtige Beziehung hielt 1,5 Jahre & endete vor Gericht, er wurde wg schwerer Körperverletzung & Sachbeschädigung verurteilt. (tweet)
    Da R√ľckfragen kamen – ja, er schlug auch bei mir zu, aber die Verhandlung fand wegen meines damaligen besten Freundes statt. Ich habe ihn nie wieder gesehen. Zum Gl√ľck.
  4. Meinen Namen suchte meine Mama aus. W√§r ich ein Junge geworden, h√§tte Papa ausgesucht und dann w√ľrde ich nun Karl hei√üen. :‘) (tweet)
    Ich bin nach der Sina aus der Tatort-Folge „Reifezeugnis“ (1977) benannt (gespielt von¬†Nastassja Kinski). Papa h√§tte¬†einen „soliden deutschen Namen“ gewollt.
  5. Ich habe insgesamt in meinem Leben 26 kg mit kcal-Zählen abgenommen. Seit dem letzten Mal halte ich meine 60 kg konstant. (tweet)
    Einen detaillierten Bericht zu diesem Thema findet man hier.
  6. Ich habe mit 12 Jahren Bildbearbeitung, wenig sp√§ter auch html + css f√ľr mich entdeckt, wollte es aber nie beruflich machen. Tja. (tweet)
    Alles begann mit einer kostenlosen Testversion von PhotoImpact 6 in Englisch, gefolgt von NetObjects Fusion. Ich wollte mir mein Hobby als solches nie kaputt machen, deshalb sagte ich lange, der Job sei nichts f√ľr mich. Ich habe mein Hobby doch zum Beruf und damit das Hobby kaputt gemacht. Tja.
  7. Meine Haare waren schon wei√ü, lila, blau, gr√ľn, rot, orange, blond, dunkelbraun, t√ľrkis & pink. Aber alles erst in den letzten 6 Jahren. (tweet)
  8. Ich lebte als Teenager schon mal zu 99% vegetarisch, konnte aber nicht auf die leckere Paprikawurst vom Metzger samstags verzichten. (tweet)
  9. Meine absolute Lieblingsfarbe ist wei√ü. Und wehe es kommt jetzt jemand mit „Wei√ü ist keine Farbe!“ >:( (tweet)
  10. Ich arbeite seit 5 Jahren in der Pornobranche und kann einen Großteil der Darsteller an den Nippeln auseinander halten. (tweet)
  11. Ich habe keine Hausrat-Versicherung, weil ich den Sinn darin nicht erkennen kann. Konnte mir auch noch keiner gute Beispiele nennen. (tweet)
  12. Mein Kerl wollte eigentlich keine Beziehung und hat uns maximal ein Jahr prognostiziert. Das war vor √ľber 4 Jahren ‚ô•¬†:> (tweet)
  13. Ich brauche morgens meinen Kaffee. Ich liebe Kaffee. Kaaaaffeeee ♥ Ich mag aber genauso gerne Tee (und Bier :3). (tweet)
    9.oo Uhr – 12 Uhr Kaffee, 12 – 17 Uhr Tee (oder Sprudelwasser im Sommer) und ab 17 Uhr Bier, √Ąppler und Wein. Ouh yeah.
  14. Ich habe mir noch nie etwas gebrochen. Daf√ľr diverse gro√üe Narben von Zweiradunf√§llen, Schaukelst√ľrzen und Legoplattenausrutschern. (tweet)
  15. Von ca. 15 – 20 habe ich keinen einzigen Tropfen Alkohol getrunken. Daf√ľr rauche ich seit 14 Jahren. … und trinke jetzt umso mehr :’D (tweet)
  16. Mein absoluter Lieblingsfilm ist „Die fabelhafte Welt der Am√©lie“. Mein absolutes Lieblingsbuch „Die Mitte der Welt“ von Steinh√∂fel. (tweet)
  17. Ich fand Linkshänder schon immer viel cooler als Rechtshänder. Ich war höchst erfreut, als ich gemerkt hab, dass mein Kerl Lefty ist :3 (tweet)
  18. Ich hasse Parfum und Lufterfrischer wie die Pest. Mein Parfum heißt Seife & Waschmittel. (tweet)
  19. Ich hatte Kunst & Chemie als Leistungskurse und das Gymnasium nach der 11. Klasse geschmissen. Zu klug f√ľr Abi, oder so :‘)¬†(tweet)
    (Okay, genau genommen hat man mich nach dem zweiten Mal Sitzenbleiben rausgeworfen.)
  20. Ich miste f√ľr mein Leben gern bei anderen Leuten die K√ľche aus und schimpfe dann z.B. √ľber den seit 2003 abgelaufenen Nierentee. (tweet)
  21. Ich bin der totale Stubenhocker. Mit dem Kerl zusammen bis mitten in die Nacht zocken & Bier trinken ziehe ich jedem anderen Plan vor. (tweet)
  22. D√ľrfte ich bis zum Rest meines Lebens nur noch eine Sache essen, w√§ren es Pommes. Ich verg√∂ttere Pommes. Hier h√§ngen sogar Pommes-Bilder! (tweet)
    Allgemein liebe ich aber alles, was aus der Kartoffel gemacht wird. Pommes, Ofenkartoffeln, Kroketten, Kartoffelbrei, Gnocchi, …
  23. Ich habe eine Limnophobie, seit ich als Kind beinahe im Schultheiß-Weiher ertrunken wäre (Papa rettete mich). (tweet)
    Ich sehe ihn heute noch wie David Hasselhoff pers√∂nlich angerannt kommen und habe den Kommentar „du musst doch nur paddeln!“ im Ohr.
  24. Ich hasse Kinder. Die sind laut, dreckig, nervig, dumm, fassen alles an, haben Rotznasen und machen Krach. Wäääh, machs weg. (tweet)
    Selbst meine Mutter hat sich damit abgefunden, dass ich mir nur vierbeinigen Nachwuchs zulege.
  25. In 8 Monaten sind @spec_Q und ich stolze 10 Jahre lang befreundet. ‚ô• (tweet)
    Wir kennen uns √ľber meinen Exfreund, der sagte: „ich stell‘ dich meinen Freunden vor, wenn du die √ľberlebst, √ľberleben wir alles!“. Tja, mit seinem Freund bin ich noch befreundet, die beiden selbst sind es nicht mehr.
  26. Eigentlich habe ich mein komplettes Leben, inkl. Freundschaften, Job, Wohnort, etc. in Summe zu verdanken. (tweet)
    Unter anderem auch besagten Exfreund von 25.
  27. Ich backe f√ľr mein Leben gern (und gut!) Kuchen, tue es aber selten, weil den hier keiner isst. (tweet)
  28. Als ich 10 war, machten wir 3 Wochen Urlaub in Spanien. Ich hatte 3 M√ľckenstiche auf den Augenlidern und √ľber 30 allein an einem Arm. (tweet)
  29. Die @ashyda kriegt kein GW2 Jumping Puzzle hin ohne drölfzig mal zu sterben und ihren Blutdruck bis zum Mond zu treiben. (tweet)
    Tweet wurde von @schubadu verfasst, das kann ich aber so unterschreiben. Ich werde dabei teilweise so √ľbellaunig, dass ich einfach wortlos ins Bett gehe.
  30. Ich schlafwandele & gehe dabei auch schon mal duschen oder lande in fremden Betten. (tweet)
    Das sorgte schon f√ľr viel Verwirrung, nicht nur bei mir.
  31. Mein Zeugnisschnitt betrug in der Berufsschule 1,0. Meine Abschlusspr√ľfung habe ich aber mit nur 87% bestanden. (tweet)
    Damit habe ich meinen Gymnasium-Rausschmiss erfolgreich kompensiert.
  32. Ich habe einen Nagellack-Tick und weit √ľber 100 Sorten hier stehen, obwohl ich regelm√§√üig aussortiere und weiterverschenke. (tweet)
  33. Ich war erst in 7 L√§ndern und bin noch nie aus Europa rausgekommen. Ich w√ľrde gern mal nach Irland und Norwegen. (tweet)
  34. Ich hasse Shopping. Seit ~ 5 Jahren war ich in keinem Bekleidungsgeschäft mehr, ich bestelle alles online. Supermärkte mag ich hingegen. (tweet)
  35. Mein Leibgericht sind, ganz klassisch, Schnitzel mit Pommes in (Zwiebel- / Peffer- / Pilz-) Rahmsauce und Salat. Seit ich mich vegan ernähre, backe ich meine Schnitzel eben aus Seitan.
  36. Ich ziehe bereits seit ~ 13 Jahren eine Nasenoperation in Betracht, da mich der dicke Zinken nervt und mich jeder damit aufzieht, aber wenn ich damit anfange, findet meine Nase auf einmal jeder ganz toll & „verbietet“ mir eine OP.
  37. Im Alter von ca. 8 – 10 Jahren wurde ich h√§ufiger von einem P√§dophilen unsittlich angetatscht. Ich freue mich heute noch √ľber seinen pl√∂tzlichen Tod¬†in seiner mallorcinischen Finca vor wenigen¬†Jahren.
  38. Mein Papa ist gelernter Matrose. Unter anderem deshalb habe ich auch einen Anker auf meine Handkante tätowiert.
    Inzwischen ist er umgeschulter Mechatroniker-Meister.
  39. Ich mache ganz viele Dinge nicht, die ich gern ausprobieren w√ľrde, weil ich Angst habe, dass mich mein Kerl deshalb auslacht oder dass er es albern findet.
  40. Ich habe seit fast 5 Jahren einen Nebenjob bei Bretz und trotzdem (außer einem Huhn & einem Kissen) keinerlei Ausstattung dieser Firma zuhause. Ist halt einfach zu teuer.
  41. Obwohl ich „schon immer“ (also wissentlich) bisexuell bin, hatte ich erst zwei ernsthafte Beziehungen zu Frauen und m√∂chte auch keine mehr. Frauen sind mir zu anstrengend.
  42. Man sieht es mir zwar nicht immer an, aber ich interessiere mich sehr f√ľr Mode und folge vielen Mode-Blogs. Doch um ein wahrer Mode-Guru zu werden, bin ich einfach zu geizig.
  43. Mit quasi niemandem war ich so sehr „best Buddy“ von heute auf morgen wie mit @dieser_tilker. Bereits nach wenigen Wochen hatte ich das Gef√ľhl, ihn schon jahrelang zu kennen und ihm alles erz√§hlen zu k√∂nnen.
  44. Ich ziehe Papierb√ľcher einem Kindle immer vor. Ich bereue diesen festen Entschluss immer dann, wenn mir dicke W√§lzer im Bett ins Gesicht klatschen.
  45. 2010 hat sich der Mann, den ich lieb(t)e, das Leben genommen und ich breche deshalb heute noch in den unpassendsten Situationen in Tränen aus.
    Ich bewundere deshalb meinen Kerl, der das tapfer seit Anbeginn mitmacht & mir hilft.
  46. Das Verhältnis zu meiner Mutter ist erst ein gutes, seit ich ausgezogen bin.
  47. Ich mag M√ľnchen nicht. Es ist spie√üig, snobbig, langweilig und einfach nicht meins. K√∂nnte auch daran liegen, dass mich Leute dort angewidert / geschockt ansehen.
  48. Mein erstes PC-Spiel, an das ich mich wirklich erinnern kann, hie√ü „Ich werde K√ľnstler“. Das zweite „Doktor Brain“. Beides lief auf DOS und ich war ca. 3 – 5¬†Jahre alt.
  49. Ich habe f√ľr ca. ein halbes Jahr mitten im Taunus gewohnt. Es war die schlimmste Zeit meines Lebens.
  50. Mein absolutes Alltime-Favourite-Game ist die Anno-Reihe. Ich habe alle Teile zig Stunden gespielt und bekomme wohl locker 5000 Spielstunden zusammen. Eher mehr.
  51. Ich habe nie in meinem Leben eine_n Band, Sänger_in gefangirlt. Außer Pentatonix ab ca. 25.

So, das wars! Neue Fakten, die wahrscheinlich keinen wirklich interessieren, √ľber mich! Eventuell erg√§nze ich in 5 Jahren auf 100 und schaue, was sich ver√§ndert hat.
Im Nachhinein habe ich gemerkt, dass ¬†ich einen tweet vergessen habe zu kopieren, deshalb sind es nun 51 Fakten. Ups. ūüėÄ