Friday Favourites #2

Friday Favourites

Willkommen in der nächsten Runde Friday Favourites!

Diese Woche fällt das ganze eher mau aus, denn die Woche ging meeega schnell um und gefühlt kam ich auch zu nicht viel. Während wir am Wochenende noch fleißig waren und die morsche Terrasse ausgebaut haben, war ich unter der Woche faul und ziemlich früh im Bett um mir die „neusten“ Folgen Orphan Black anzuschauen. Ansonsten war ich mit Kleinkram hier, kochen da, ’n Ründchen zocken, usw. beschäftigt – und zack ist so ’ne Woche auch schon um. 🙁

Zudem gab es in den Medien ja gefühlt nur ein Thema: Böhmermann. Und nachdem Merkel ihm heute knallhart in den Rücken gekracht ist, wird das wohl auch noch eine Weile so bleiben.

 

Serienempfehlung

Wo wir gerade dabei sind: Einer meiner absoluten Alltime-Favourites! Die Serie Orphan Black. Da nächste Woche die 4. Staffel rauskommt, nahm ich das als Anlass, endlich mal die 3. zu gucken. Ich frage mich, wieso ich damit so lange gewartet hab! Das Schauspieltalent von Tatiana Maslany, die übrigens sogar Deutsch spricht, ist einfach umwerfend und ich verliebe mich jede Folge neu in sie & ihre Rollen. Dazu ist die Serie megaspannend und rundum sehenswert. Wer es noch nicht kennt & auf der Suche nach neuem Serienmaterial ist, dem kann ich Orphan Black nur wärmstens empfehlen.

Der Lacher der Woche

Ich bin ein mega Fan von Rosanna Pansino, die mich mit ihrer niedlichen Art immer wieder verzückt. Noch dazu mag ich Backen und Kuchen und nerdigen Stuff – also der perfekte Kanal für mich. Gestern stieß ich dann zufällig auf die Not my Arms Challenge und habe ungelogen Tränen gelacht. Aber gut, mein Humor ist auch nicht sonderlich anspruchsvoll.

Gebacken

Eigentlich backe ich ja für mein Leben gerne, was aber stark nachgelassen hat, da mein Kerl & ich beide nicht so die Naschkatzen sind und Kuchen o. Ä. sonst einfach nur blöd rumsteht. Aber – diese Woche gab es Heidesand (war mir völlig unbekannt …), kleine Mürbeplätzchen in vegan. Da ich das Original nicht kenne, kann ich keine Vergleiche ziehen, aber das, was da aus dem Ofen kam, ist super lecker. ♥

zum Rezept

Heidesand

Tja. Das wars auch diese Woche schon, was vielleicht auch ganz okay ist, damit sich niemand durch endlos lange Beiträge wühlen muss 😀

Friday Favourites #1

Friday Favourites

Es wird ruhig hier auf dem Blog. Das liegt wahrscheinlich primär daran, dass ich am liebsten Kochrezepte verblogge – die nun aber auf meinen Kochblog Can I have it? umgezogen sind. Jetzt, wo sich Waffeln und Kohlrouladen auf „der anderen Seite“ tummeln, dünnt es hier eben deutlich aus.

Um dem entgegenzuwirken, habe ich beschlossen, einmal die Woche meine gesammelten Lieblinge der Woche zu verbloggen. Produkte, die mir besonders gut gefallen haben, Rezepte, die besonders lecker waren, Videos, die einem ein wtf?! ins Gesicht zaubern, gute Musik, schöne Zeitungsartikel, süße Katzenfotos, … ihr wisst schon. Sowas eben. 🙂

 

Für gute Laune

Es mag komplett bescheuert sein, aber ich hab ungelogen Tränen gelacht. Ich hab keine Ahnung, wer auf einen solchen Unsinn kommt, aber es erheiterte meinen Tag enorm.

Weiterhin sehr unterhaltsam: Die Seite boehmer-wohnen.de, eine Parodie auf Til Schweigers barefootliving.de
Die Artikel-Beschreibungen sind großes Kino:

Dieser Reiselocher verbindet alles, was ich am Leben mag: Reisen und Lochen. Egal wo du bist, ob in den höchsten Gebirgen der Welt oder auf dem großen, weiten Meer: der Locher lässt dich nicht im Stich. Er locht zuverlässig und beständig. Er ist wasserdicht und für verschiedene Papiergrößen einstellbar, von manchen habe ich nicht mal gehört, so viele kann man da einstellen. Irre. Besorge dir hier deinen treuen, lochenden Begleiter.

Das Wow der Woche

Erik Johansson, Fotograf & Digital Artist, hat mal wieder mit einem wunderschönen Foto überrascht.

Links: Erik Johansson | Facebook | Instagram

Dazu gibt es auch ein wunderschönes Making-Of-Video, das ich eigentlich fast noch sehenswerter Finde, als das fertige Ergebnis selbst. Gute Arbeit, Herr Johansson!

 

Das Wtf?!

Glaubt mir, wenn ich euch sage, dass ich mich zwar auch vegan ernähre, aber definitiv nicht so abgedreht bin. :‘)

Das neuste Lieblingsprodukt

Endlich! Weißer Nagellack, der länger als einen Tag hält! Wer mich kennt, weiß, dass ich weißen Nagellack (vor allem im Sommer) liebe. Leider ist es völlig egal ob man billigen Lack von essence oder teuren von Essie nimmt, es braucht mindestens zwei oder drei Schichten, einige Stunden zum Trocknen, meistens haut man sich trotzdem Datscher rein und nach spätestens zwei Tagen fängt die Scheiße an zu bröseln, reißen oder abzuplatzen.
Damit ist jetzt Ende! Ha! 😀

Ich hab mich das erste Mal an Shellac getraut & mir Base- und Topcoat, sowie Weiß gekauft. Der Lack ist dank UV-Licht in 2 min komplett ausgehärtet und damit sind die Zeiten des endlosen nichts-anfassen-können-weil-frisch-lackiert hoffentlich vorbei. Angeblich hält der Lack bis zu 3 Wochen, na ich bin gespannt.
Edit 10.04.: vier Tage sind bereits vergangen und soeben haben wir in gemeinschaftlicher Arbeit und mit bloßen Händen die Terrasse im Garten herausgerissen & ins Auto verfrachtet.
Es hält und hält! Nach wie vor keine Kratzer, Schrammen oder Platzer. ♥

Gefällt euch die Auswahl? Habt ihr Videos / Bilder, die gut in die Sammlung passen? Ich freue mich über Feedback! 🙂

 

 

„Warte, bis du eigene hast!“

Luna

Wenn ich für jedes Mal, wenn ich diesen Satz zu hören bekomme, einen Euro bekäme, könnte ich mir sicher inzwischen ein Traumhaus am Strand leisten. Naja, oder zumindest einen Holzschuppen in Horumersiel.

Es geht natürlich um Kinder.

Diese niedlichen, zuckersüßen kleinen Mini-Menschen, die stets mit dreckigen Fingern, verschmierten Mündern und bescheuerten Fragen in Petto parat stehen, um dir mit schrillem Geschrei bei bis zu über 100 Dezibel auf den Nerv zu gehen. Zumindest geht es mir so, ich kann mit Kindern einfach nichts anfangen. Ich mag sie nicht, weder eigene, erst recht keine fremden, ich möchte sie nicht um mich haben und ich meide Orte mit erhöhtem Kinderaufkommen. Scheinbar ist diese Sicht der Dinge aber völlig inakzeptabel, denn sonst würden nicht regelmäßig Menschen anfangen, mit mir darüber zu diskutieren.

Losgetreten wurde die Diskussion auf twitter, das wohl ungeeignetste Medium, um sachliche Unterhaltungen zu führen und fundierte Argumente und Begründungen hervorzubringen, denn wie will man sich mit 140 Zeichen ordentlich ausdrücken? Aber wir lernen’s ja auch nicht.

The Barn in Berlin sorgte 2012 schon für Aufsehen, als sie einen „Anti-Kinderwagen-Poller“ vorm Eingang aufstellten. Nun ziehen sie offenbar nach und haben auch ein Still-Verbot erteilt, allerdings finde ich dazu keine seriöse Quelle wie inzwischen auch SZ berichtet.

Nachtrag: „Spanke jedoch findet: Eine Mutter sollte nicht sechs Monate ans Haus gefesselt sein, wenn sie sich entscheidet, ihrem Baby die Brust zu geben.“ 
Was ein Glück findet das Leben einer jeden Mutter ausschließlich an zwei Orten statt. Zuhause und im The Barn.

Die Begründung, dass es einen „gehobenen Laden“ handelt, finde ich zwar etwas daneben, aber die Entscheidung „No Kids“ muss man in meinen Augen respektieren. Dazu gibt es nun mal das Hausrecht und ich verstehe nicht, weshalb aufgebrachte Muttis (und Papis) nun mit Petitionen wedeln, statt einfach ein anderes Café zu besuchen.

Wenn ein Wirt eine Raucherkneipe eröffnet, geht kein Nichtraucher rein und meckert über den Qualm.
Wenn ein Wirt eine Jazz-Bar eröffnet, geht kein Metalfan hin und beschwert sich über die jaulige Musik.
Wenn ein Wirt ein „Erwachsene-only“-Café eröffnet, gehen Muttis aber offensichtlich sehr wohl hin und schreien „Diskriminierung!“.

Es gab da ein schönes Interview mit einem Düsseldorfer Wirt, der einen Bereich seines Biergartens für Kinder (und Hunde) abgesperrt hat. Die Begründung ist absolut nachvollziehbar und plausibel und ich frage mich wirklich, was sich manche Eltern dabei denken, wenn ihre Kinder ungebremst den ganzen Laden auf links drehen. Scheinbar nicht viel.
Ich habe es schon live erlebt, was es heißt, wenn der Nachbartisch fünf Kinder dabei hat, die nach dem Pommes essen keine Lust mehr auf Rumsitzen haben. Es ist laut, überall rennen Kinder rum, es wird sich um Spielzeug geprügelt, es wird geschrien, da fliegt die Apfelsaftschorle vom Tisch und ich zolle dem Ladeninhaber bis heute noch höchsten Respekt, dass er keinen Wutanfall bekommen und die Bande rausgeschmissen hat. Denn die Eltern überhörten den Zirkus einfach, während die restlichen Leute hastig ihr Essen runterschlungen, um dort schnellstmöglich wieder zu verschwinden. Jeder Wirt, der ein kinderfreies Lokal betreiben möchte, hat mein absolutes Verständnis.

Ich ließ also auf twitter verlauten, dass ich die Leute nicht verstehen kann, die sich über ein „Kinderverbot“ echauffieren, man braucht ja nicht hingehen. Und ich erwähnte auch, dass es Leute wie mich gibt, die ein solches Verbot gut finden, denn da weiß ich, dass ich meine Ruhe hab.

Natürlich ging sofort die Diskussion darum los, dass ich das ja nur so sehe, solange es fremde Kinder sind. Wenn es eigene Kinder sind, dann sähe man das anders.
Tja nun, ich habe aber keine eigenen Kinder. Ich möchte an diesem Zustand auch nichts ändern.
„So dachte ich früher auch, aber als es dann da war, war es das beste, was mir je passiert ist!“

„Warte, bis du eigene hast! Dann sprechen wir noch mal!“

Himmelhergottnocheins. Bitte liebe Leute. Lernt – und lernt zu RESPEKTIEREN -, dass es Menschen gibt, die das nicht so sehen und dass manche Menschen durchaus ihr Glück / ihre Erfüllung in anderen Dingen finden, als in Nachwuchs aus eigener Produktion. Was ich dann immer so makaber finde, sind die Leute, die es nicht für voll nehmen, wenn ich sage, dass ich vierbeinige, fellige, nassschnäuzige Kinder habe. Natürlich sehe ich meine Tiere nicht als Kinder oder Kinderersatz an, ich habe sie aber deutlich lieber als Kinder bei mir. Ich spiele mit ihnen, erziehe sie, ich gebe ihnen zu essen, fahre mit ihnen zum Arzt, tröste sie wenn sie Angst haben, passe auf sie auf, weise sie auch mal in die Schranken und freue mich tierisch (höhö.), wenn der „Nachwuchs“ erfolgreich was gelernt hat und sich der Hund bei einem „Peng!“ theatralisch auf den Boden wirft und mit den Beinchen in der Luft wedelt. Sooo viel Unterschied zu einem Kind ist da gar nicht. Außer, dass dieser Nachwuchs deutlich schneller stubenrein ist, weniger Widerworte gibt, nicht rumschreit, sich nachts nicht aus dem Haus schleicht und sich deutlich mehr freut, wenn man nach nur fünf Minuten beim Kiosk wieder heimkommt.

Mir wurde in der Diskussion auf twitter darum gesagt, dass Kinder & Haustiere ja allein deshalb schon nicht das gleiche seien, weil ich mich für meinen Hund niemals vor ein Auto werfen würde. Für (m)ein Kind schon.
Eh, hallo? Natürlich würde ich mich für meinen Hund vors Auto werfen! Es ist meine verdammte (selbstauferlegte) Pflicht, mich um dieses eher wehrlose Geschöpf zu kümmern und es zu beschützen. Ob ich denn für mein Kind meinen Hund vors Auto werfen würde? Natürlich nicht, wtf??! Ob ich denn für meinen Freund den Hund vors Auto werfen würde?
… abgesehen davon, dass die Fragen immer abstruser werden, natürlich auch das nicht! Der ist nämlich schon groß, kennt die potentielle Gefahr, die von fahrenden Autos ausgeht und kann auf sich selbst aufpassen. Die tollpatschige Fellnase eher weniger. Kinder übrigens auch nicht. Und diesen gewaltsamen Hunde-Kinder-Vergleich hab ich immer noch nicht kapiert.

Versteht mich nicht falsch, jeder, der sich Kinder wünscht, der soll auch welche bekommen können, ohne Angst vor finanziellen Problemen oder sonstwas haben zu müssen. Ich bin für längere bezahlte Elternzeit und mehr Unterstützung von Familien durch den Staat, für mehr KiTa-Plätze und für flexiblere Arbeitszeitmodelle für Eltern. Ich gönne jedem sein Kinderglück, von mir aus auch gern mehrfach, das muss jeder ganz für sich entscheiden.

Aber genauso sollte sich doch jeder ganz für sich dagegen entscheiden dürfen, ohne direkt zugeschwallt zu werden, dass man das größte Glück der Welt verpasst. Verpasse ich nicht. Nein, wirklich nicht. Neihein. Nix aber. Hör auf. Danke!
Und nachdem wir nun geklärt haben, dass es Leute gibt, die sich, warum auch immer, gegen Kinder entscheiden, können wir nun auch akzeptieren, dass manche Menschen nicht nur keine eigenen, sondern generell keine Kinder um sich haben wollen, wobei das nicht zwangsweise zusammen auftritt. Manche Menschen lieben Kinder, wollen aber in Ruhe arbeiten können. Zum Beispiel ein Wirt, der den eher schniekeren Gästen eine entspannte und ruhige Atmosphäre zum Kaffee genießen anbieten will.

Wenn jemand sagt, er mag keine Hunde, geht niemand her und antwortet „Kauf dir einfach einen! Wart erstmal ab! Du wirst sehen, wenn es der eigene ist, ist es etwas ganz anderes!“.
Wenn jemand in seinem Lokal keine Hunde haben will, startet niemand eine Petition dagegen. Entweder lässt man den Hund zuhause, oder man geht halt woanders hin.

Immer wieder hörte ich das Argument, Anti-Kids sei diskriminierend, dann dürfe man mit der Argumentation auch Ausländer, Schwiegermütter, Dicke, Schwule, Schwarze und Wasweißichwas ausschließen. Zum einen geht es bei Kindern nicht um die Optik, sondern um das Verhalten. Abgesehen davon: Ja, darf man. Wie eine Bar beweist, die Flüchtlingen den Zutritt pauschal verweigert (auch wenn ich deren tweet echt eklig finde).
Kinderverbot sei halt „Ausdruck einer Gesellschaft, die keinen Bock auf Kinder hat„. Oder aber Ausdruck von Menschen, denen die antiautoritär-verweichlichten Special Snowflakes ohne Grenzen einfach aufn Zeiger gehen …?
Apropos – Hunde pauschal auszuschließen, ist auch diskriminierend! Denn mein Hund bellt nicht, beißt nicht und kackt auch nicht drin. Die legt sich untern Tisch und freut sich, dass sie dabei sein darf. So einen gequirlten Scheiß würd ich aber niemals laut von mir geben.

Resümee:
Wenn jemand in seinem Laden/ Leben XY nicht haben will, dann ist das halt so.
Handel. Damit.

Und als krönender Abschluss noch zwei Comics von Erzählmirnix, deren Einstellungen zum Leben ziemlich deckungsgleich zu den meinigen Sind.

How to: Seitan

Seitan

Photo credit: prideandvegudice / CC BY-NC-SA

In letzter Zeit werde ich immer häufiger nach einem wundersamem Zeug gefragt: Seitan.
Da die meisten Leute weder Ahnung haben, was das ist, geschweige denn, wie man es richtig zubereitet (denn das Zeug ist ’ne kleine Zicke!), gibt es heute von mir einen kleinen Seitan-Guide! 🙂
Ich experimentiere nun schon eine ganze Weile mit unterschiedlichen Mischungen und Zubereitungsformen, folgend lest ihr also meinen „da geht nix schief mit“-Guide.
Alle Produkte verlinke ich direkt auf die passenden Shops oder am Ende.

 

Was ist das?

Seitan ist reines Weizengluten. Es ist also rein pflanzlich und damit für die vegane Ernährung geeignet und richtig zubereitet erinnern Konsistenz, Farbe und Geschmack sehr an Fleisch.
Bonus: es enthält 75 g Protein auf 100 g!
Das klingt, vor allem für Sportler und Veganer, erstmal zu gut um wahr zu sein. Leider fand ich zur Wertigkeit dieses Proteins unterschiedliche Angaben. Laut einer Quelle erreicht Seitan einen PDCAAS-Wert von 0.25, zum Vergleich: Eier und Sojaprotein erreichen einen Wert von 1, was das Maximum ist. Ein Wert von 1 bedeutet, dass eine Proteineinheit nach der Verdauung des Nahrungsproteins 100 % der essentiellen Aminosäuren liefert. Laut einer anderen Quelle kann der Körper sogar aus Eiweiß mit 0-Wert noch 25% Protein ziehen.
Ich bin nun also auch nicht schlauer als vorher, aber im Zweifel sind mir 75 g „minderwertige“ Proteine immer noch lieber als 75 g Industriezucker. 😉

 

Gewinnung

Seitan erhält man, indem man Weizenmehl auswäscht. Aus Wasser und Mehl wird ein Teig zubereitet, der solange ausgewaschen wird, bis nur noch das Gluten übrig bleibt. Dann kann man es nach Belieben würzen, marinieren oder sonstwie weiterverarbeiten. Wem das alles viel zu aufwändig ist, mir zum Beispiel, der kann Seitan als Fix in Pulverform kaufen. Bei uns führt das sogar der nächste Supermarkt, ansonsten kann man es z.B. hier online bestellen.

 

Zubereitung

Seitanbasis

Kommen wir zum spannenden Part: die Zubereitung. Denn auf den Fix-Verpackungen steht bloß: „zu gleichen Teilen mit Wasser mischen“ und das ist zwar nicht falsch, aber dann hat man einen widerlichen Gummiball, mit dem man alles tun will, aber ihn sicher nicht essen. Die „richtige“ Zubereitung variiert ein wenig, je nachdem, was man daraus machen möchte.

Basis:
Für 2 Personen mische ich 120 g Seitan-Fix mit 2 EL Hefeflocken, 2 EL Knoblauchgranulat, 1 EL Zwiebelgranulat, 1 TL Salz, 1 TL Pfeffer, 3 EL Gewürzmischung und gebe ca. 150 ml Wasser hinzu, ggf. etwas mehr, und lasse es für 10 Minuten von der Küchenmaschine zu einem „geschmeidigen“ Teig verkneten.

Gewürze & Add-Ons:
Je nachdem, was aus dem Seitan werden soll, kommen unterschiedliche (glutamatfreie) Gewürzmischungen zum Einsatz. Für Gyros ein Gyroswürzer, für Schnitzel ein einfacher Geflügelwürzer, für Frikadellen Hackfleischwürzer, usw… wer es nicht so genau nimmt, kann sich auch einfach durch verschiedene Mischungen durchprobieren, bspw. Garam Masala, Chinawürzer, Pul Biber, etc. und schauen, welche Mischung ihm zu was am besten schmeckt.
Was sich auch sehr gut macht, wenn der Seitan einen fleischigen Umami-Geschmack haben soll, ist Rauchsalz oder ein Schuss Liquid Smoke. In Schnitzel und Wurst kommt noch 1 TL Vegemite (Hefeextrakt), in Frikadellen Tomatenmark und Senf. Auch Sojasauce kommt zum Einsatz. Experimentiert ruhig ein wenig, aber auf jeden Fall sollte man den Seitan lieber zu stark als zu seicht würzen.

 

Ruhen & Dämpfen

Der fertig vermischte Seitan kommt in ein Frühstückstütchen, zuknoten und ab in den Kühlschrank. Ich drücke ihn meist in der Tüte noch ein wenig in Form, sodass er relativ flach und rechteckig ist. Dann sollte der Seitan eine Weile ziehen. Mindestens zwei Stunden, gerne aber auch über Nacht, so nimmt er das Aroma der Gewürze am besten an.

Für einen Großteil der Gerichte kommt nun der wichtige Part: dämpfen!
Seitan ist Kleber, also ist es nicht verwunderlich, dass er eine Gummi-Konsistenz hat. Widerlich. Die treibt man ihm aus, indem man ihn für etwa 30 Minuten in den Dampfarer packt. Ich dämpfe ihn von beiden Seiten je 15 min. Kein Dampfgarer zur Hand? Kochen geht auch – dazu den Seitan im Beutel auf mittlerer Hitze für 30 min in Wasser kochen. Dabei sollte man aber eine Erhöhung auf den Grund des Topfes stellen, nicht, dass die Tüte mit dem Topf verschmilzt.

Für Ausnahme-Gerichte wie Schnitzel oder Frikadellen: braten!
Der Seitan wird in Form gebracht (Schnitzel mit dem Nudelholz ausrollen, Frikadellen formen, …), ggf. paniert und nun langsam und mit geringer Hitze gebraten, bis die Kruste dunkel ist. Das sollte schon seine 25 – 30 min dauern, womit das gleiche wie durch’s Garen erreicht wird: die Gummi-Konsistenz verschwindet.
Experiment von heute: Schnitzel formen, fest in Alufolie verpacken und 5 min vordämpfen, damit sie ihre Form besser behalten. Ich berichte, ob der Versuch was taugt.

 

Weiterverarbeiten

Der Seitan-Block sollte nun bereit und verzehrfertig sein. Frikadellen können „einfach so“ genascht werden, Für Gyros bspw. dünne Scheiben abhobeln und in reichlich Öl mit frischen Zwiebelwürfeln und Knoblauch scharf und knusprig braten. Für Filetspitzen filetförmige Stücke abschneiden, in etwas Öl braten, ablöschen und Sauce darüber zubereiten. Rezepte finden sich zuhauf im Internet.

 

Das wars schon! Okay, aus „kurze Anleitung“ wurde doch ein relativ langer Beitrag, aber ich hoffe, er hilft zu verstehen, auf was es ankommt. Künftig könnt ihr so mit fremden Rezepten vielleicht auch mehr anfangen 😉
Also: gut & viel würzen, ruhen lassen, dampfen gegen Gummi, auskühlen lassen, weiterverarbeiten.

 

Übrigens veröffentliche ich inzwischen all meine Rezepte nicht mehr hier, sondern auf meinem „digitalen Kochbuch“, das ich nun via Tablet in der Küche immer offen habe. Vielleicht ist für den ein oder anderen ja ein Rezept dabei 🙂

Can I have it?

 

PS: Seitan bestelle ich meist direkt im 1 kg Beutel und fülle ihn dann um. Meist kaufe ich auch direkt 5 kg, denn es verbraucht sich doch sehr schnell, wenn man viel experimentiert. Dank Seitan habe ich heute nun auch meinen ersten 1 kg Sack Knoblauch und Zwiebelpulver bestellt. Gewürzmischungen bestelle ich hier (wenn ich eh vegan shoppe) oder hier (wenn es ausgefallen, aber günstig sein soll) oder kaufe sie, genau wie Tomatenmark im 500 g Glas und Petersilie büschelweise, im türkischen Supermarkt vor Ort günstig. Vegemite habe ich mir aus Australien mitbringen lassen, da mir die Gläser auf Amazon & Co zu teuer waren, deshalb kann ich leider nichts online empfehlen.

Post von Likoli

Likoli

 

Zuerst einmal wünsche ich euch allen ein frohes neues Jahr!

Ich bin zwar zeitlich etwas hinterher, aber das liegt daran, dass ich mir pünktlich zum Neujahrstag eine ordentliche Erkältung eingefangen habe und die Zeit bisher mit Salbeitee und Serien auf der Couch verbracht habe. Fit bin ich zwar immer noch nicht, aber zumindest reicht es, um mal was von mir hören zu lassen. Ich hoffe, euer Start war ein besserer 😉

Vor einigen Wochen erreichte mich nämlich eine E-Mail und zwar von einem schwarzen Kater namens Likoli. Ich bekomme nicht häufig Post von Katern und schon gar keine, in der mir nette Angebote gemacht werden. Likoli betreibt nämlich einen T-Shirt-Shop, in dem es Kunst auf Shirts zu kaufen gibt. Man findet dort niedliche, nerdige und lustige Shirts und ich durfte mir eins davon aussuchen, einfach so! 🙂







 

Die Auswahl fiel gar nicht so leicht wie anfangs gedacht, schlussendlich entschied ich mich dann und zwar für dieses hier 🙂
Bereits einen Tag später (!) schon kam mein liebevoll verpacktes T-Shirt an. Ich habe erfolgreich meinen guten Freund Philip angeheuert um ein Foto von mir im neuen Schmuckstück zu machen, denn ein Spiegel-Selfie erschien mir dann doch zu unwürdig 😉

likoli

Also, solltet ihr auf der Suche nach Abwechslung für den Kleiderschrank sein, kann ich euch Likoli, den Kater mit Format, nur wärmstens empfehlen 🙂

 

zum Shop

Get To Know Me!

Get to know me!

Alles begann auf twitter, als eine verpixelte (und hässliche) Grafik begann die Runde zu machen. Diese besagte – sinngemäß – dass es für jeden Like einen Fakt oder ein Bekenntnis über einen selbst gibt. Immerhin 34 Leute gaben diesem Post einen Like und somit gab es 34 Fakten über mich, die mal aus der Vergangenheit, mal über Allgemeines, Dinge über mich verrieten. Dinge, die man sonst eigentlich keinem erzählt, einfach, weil sie nicht wirklich wichtig erscheinen.

Nun machten dabei aber eine ganze Menge Leute mit und man kennt plötzlich Vorlieben, Abneigungen, Erinnerungen, überraschende Tatsachen und lustige Anekdoten. Ich finde, das ist eine sehr schöne Sache! Denn ich erinnere mich sehr gut daran, dass damals, als sich ein sehr guter Freund das Leben nahm, wir plötzlich beieinander saßen und feststellten, dass wir so viele kleine Details gar nicht kennen. Und fragten uns gegenseitig über Lieblingsfarben, den schönsten Urlaub und das Leibgericht aus. Einfach, um solche Dinge mal zu wissen.
Da mir meine Kleinigkeiten, die insgesamt immerhin für 319 (!) Likes in zwei Tagen sorgten, dann doch irgendwie ganz nett für die Memoiren vorkamen, habe ich beschlossen, ihnen noch mal einen separaten Blogeintrag zu widmen und sie auf 50 zu ergänzen. Einfach, weil 50 eine schöne Zahl ist.

Vielleicht erfreut sich ja der ein oder andere daran. Wenn nicht, habe ich in 50 Jahren (falls ich so alt werde …) eine schöne Erinnerung an mein 27-jähriges ich und dessen Gedanken.
Falls jemand nachträglich „liken“ (für mich sind und bleiben das Favs!) möchte, verlinke ich die Original-Tweets und ergänze sie vielleicht hin und wieder (140-Zeichen-Grenze olé olé).

 

  1. Ich bin ein Sonntagskind und obwohl ich nicht an Sternzeichen und deren Einfluss glaube, passen meine (Löwe & Drache) perfekt zu mir. (tweet)
  2. Ich habe bereits mit 5 Jahren einen Eignungstest für die Grundschule gemacht und mit Abstand am allerbesten abgeschnitten. (tweet)
    Der Rektor rief damals sogar höchstpersönlich meine Mama an, um ihr die freudige Botschaft zu verkünden.
  3. Meine erste richtige Beziehung hielt 1,5 Jahre & endete vor Gericht, er wurde wg schwerer Körperverletzung & Sachbeschädigung verurteilt. (tweet)
    Da Rückfragen kamen – ja, er schlug auch bei mir zu, aber die Verhandlung fand wegen meines damaligen besten Freundes statt. Ich habe ihn nie wieder gesehen. Zum Glück.
  4. Meinen Namen suchte meine Mama aus. Wär ich ein Junge geworden, hätte Papa ausgesucht und dann würde ich nun Karl heißen. :‘) (tweet)
    Ich bin nach der Sina aus der Tatort-Folge „Reifezeugnis“ (1977) benannt (gespielt von Nastassja Kinski). Papa hätte einen „soliden deutschen Namen“ gewollt.
  5. Ich habe insgesamt in meinem Leben 26 kg mit kcal-Zählen abgenommen. Seit dem letzten Mal halte ich meine 60 kg konstant. (tweet)
    Einen detaillierten Bericht zu diesem Thema findet man hier.
  6. Ich habe mit 12 Jahren Bildbearbeitung, wenig später auch html + css für mich entdeckt, wollte es aber nie beruflich machen. Tja. (tweet)
    Alles begann mit einer kostenlosen Testversion von PhotoImpact 6 in Englisch, gefolgt von NetObjects Fusion. Ich wollte mir mein Hobby als solches nie kaputt machen, deshalb sagte ich lange, der Job sei nichts für mich. Ich habe mein Hobby doch zum Beruf und damit das Hobby kaputt gemacht. Tja.
  7. Meine Haare waren schon weiß, lila, blau, grün, rot, orange, blond, dunkelbraun, türkis & pink. Aber alles erst in den letzten 6 Jahren. (tweet)
  8. Ich lebte als Teenager schon mal zu 99% vegetarisch, konnte aber nicht auf die leckere Paprikawurst vom Metzger samstags verzichten. (tweet)
  9. Meine absolute Lieblingsfarbe ist weiß. Und wehe es kommt jetzt jemand mit „Weiß ist keine Farbe!“ >:( (tweet)
  10. Ich arbeite seit 5 Jahren in der Pornobranche und kann einen Großteil der Darsteller an den Nippeln auseinander halten. (tweet)
  11. Ich habe keine Hausrat-Versicherung, weil ich den Sinn darin nicht erkennen kann. Konnte mir auch noch keiner gute Beispiele nennen. (tweet)
  12. Mein Kerl wollte eigentlich keine Beziehung und hat uns maximal ein Jahr prognostiziert. Das war vor über 4 Jahren ♥ :> (tweet)
  13. Ich brauche morgens meinen Kaffee. Ich liebe Kaffee. Kaaaaffeeee ♥ Ich mag aber genauso gerne Tee (und Bier :3). (tweet)
    9.oo Uhr – 12 Uhr Kaffee, 12 – 17 Uhr Tee (oder Sprudelwasser im Sommer) und ab 17 Uhr Bier, Äppler und Wein. Ouh yeah.
  14. Ich habe mir noch nie etwas gebrochen. Dafür diverse große Narben von Zweiradunfällen, Schaukelstürzen und Legoplattenausrutschern. (tweet)
  15. Von ca. 15 – 20 habe ich keinen einzigen Tropfen Alkohol getrunken. Dafür rauche ich seit 14 Jahren. … und trinke jetzt umso mehr :’D (tweet)
  16. Mein absoluter Lieblingsfilm ist „Die fabelhafte Welt der Amélie“. Mein absolutes Lieblingsbuch „Die Mitte der Welt“ von Steinhöfel. (tweet)
  17. Ich fand Linkshänder schon immer viel cooler als Rechtshänder. Ich war höchst erfreut, als ich gemerkt hab, dass mein Kerl Lefty ist :3 (tweet)
  18. Ich hasse Parfum und Lufterfrischer wie die Pest. Mein Parfum heißt Seife & Waschmittel. (tweet)
  19. Ich hatte Kunst & Chemie als Leistungskurse und das Gymnasium nach der 11. Klasse geschmissen. Zu klug für Abi, oder so :‘) (tweet)
    (Okay, genau genommen hat man mich nach dem zweiten Mal Sitzenbleiben rausgeworfen.)
  20. Ich miste für mein Leben gern bei anderen Leuten die Küche aus und schimpfe dann z.B. über den seit 2003 abgelaufenen Nierentee. (tweet)
  21. Ich bin der totale Stubenhocker. Mit dem Kerl zusammen bis mitten in die Nacht zocken & Bier trinken ziehe ich jedem anderen Plan vor. (tweet)
  22. Dürfte ich bis zum Rest meines Lebens nur noch eine Sache essen, wären es Pommes. Ich vergöttere Pommes. Hier hängen sogar Pommes-Bilder! (tweet)
    Allgemein liebe ich aber alles, was aus der Kartoffel gemacht wird. Pommes, Ofenkartoffeln, Kroketten, Kartoffelbrei, Gnocchi, …
  23. Ich habe eine Limnophobie, seit ich als Kind beinahe im Schultheiß-Weiher ertrunken wäre (Papa rettete mich). (tweet)
    Ich sehe ihn heute noch wie David Hasselhoff persönlich angerannt kommen und habe den Kommentar „du musst doch nur paddeln!“ im Ohr.
  24. Ich hasse Kinder. Die sind laut, dreckig, nervig, dumm, fassen alles an, haben Rotznasen und machen Krach. Wäääh, machs weg. (tweet)
    Selbst meine Mutter hat sich damit abgefunden, dass ich mir nur vierbeinigen Nachwuchs zulege.
  25. In 8 Monaten sind @spec_Q und ich stolze 10 Jahre lang befreundet. ♥ (tweet)
    Wir kennen uns über meinen Exfreund, der sagte: „ich stell‘ dich meinen Freunden vor, wenn du die überlebst, überleben wir alles!“. Tja, mit seinem Freund bin ich noch befreundet, die beiden selbst sind es nicht mehr.
  26. Eigentlich habe ich mein komplettes Leben, inkl. Freundschaften, Job, Wohnort, etc. in Summe zu verdanken. (tweet)
    Unter anderem auch besagten Exfreund von 25.
  27. Ich backe für mein Leben gern (und gut!) Kuchen, tue es aber selten, weil den hier keiner isst. (tweet)
  28. Als ich 10 war, machten wir 3 Wochen Urlaub in Spanien. Ich hatte 3 Mückenstiche auf den Augenlidern und über 30 allein an einem Arm. (tweet)
  29. Die @ashyda kriegt kein GW2 Jumping Puzzle hin ohne drölfzig mal zu sterben und ihren Blutdruck bis zum Mond zu treiben. (tweet)
    Tweet wurde von @schubadu verfasst, das kann ich aber so unterschreiben. Ich werde dabei teilweise so übellaunig, dass ich einfach wortlos ins Bett gehe.
  30. Ich schlafwandele & gehe dabei auch schon mal duschen oder lande in fremden Betten. (tweet)
    Das sorgte schon für viel Verwirrung, nicht nur bei mir.
  31. Mein Zeugnisschnitt betrug in der Berufsschule 1,0. Meine Abschlussprüfung habe ich aber mit nur 87% bestanden. (tweet)
    Damit habe ich meinen Gymnasium-Rausschmiss erfolgreich kompensiert.
  32. Ich habe einen Nagellack-Tick und weit über 100 Sorten hier stehen, obwohl ich regelmäßig aussortiere und weiterverschenke. (tweet)
  33. Ich war erst in 7 Ländern und bin noch nie aus Europa rausgekommen. Ich würde gern mal nach Irland und Norwegen. (tweet)
  34. Ich hasse Shopping. Seit ~ 5 Jahren war ich in keinem Bekleidungsgeschäft mehr, ich bestelle alles online. Supermärkte mag ich hingegen. (tweet)
  35. Mein Leibgericht sind, ganz klassisch, Schnitzel mit Pommes in (Zwiebel- / Peffer- / Pilz-) Rahmsauce und Salat. Seit ich mich vegan ernähre, backe ich meine Schnitzel eben aus Seitan.
  36. Ich ziehe bereits seit ~ 13 Jahren eine Nasenoperation in Betracht, da mich der dicke Zinken nervt und mich jeder damit aufzieht, aber wenn ich damit anfange, findet meine Nase auf einmal jeder ganz toll & „verbietet“ mir eine OP.
  37. Im Alter von ca. 8 – 10 Jahren wurde ich häufiger von einem Pädophilen unsittlich angetatscht. Ich freue mich heute noch über seinen plötzlichen Tod in seiner mallorcinischen Finca vor wenigen Jahren.
  38. Mein Papa ist gelernter Matrose. Unter anderem deshalb habe ich auch einen Anker auf meine Handkante tätowiert.
    Inzwischen ist er umgeschulter Mechatroniker-Meister.
  39. Ich mache ganz viele Dinge nicht, die ich gern ausprobieren würde, weil ich Angst habe, dass mich mein Kerl deshalb auslacht oder dass er es albern findet.
  40. Ich habe seit fast 5 Jahren einen Nebenjob bei Bretz und trotzdem (außer einem Huhn & einem Kissen) keinerlei Ausstattung dieser Firma zuhause. Ist halt einfach zu teuer.
  41. Obwohl ich „schon immer“ (also wissentlich) bisexuell bin, hatte ich erst zwei ernsthafte Beziehungen zu Frauen und möchte auch keine mehr. Frauen sind mir zu anstrengend.
  42. Man sieht es mir zwar nicht immer an, aber ich interessiere mich sehr für Mode und folge vielen Mode-Blogs. Doch um ein wahrer Mode-Guru zu werden, bin ich einfach zu geizig.
  43. Mit quasi niemandem war ich so sehr „best Buddy“ von heute auf morgen wie mit @dieser_tilker. Bereits nach wenigen Wochen hatte ich das Gefühl, ihn schon jahrelang zu kennen und ihm alles erzählen zu können.
  44. Ich ziehe Papierbücher einem Kindle immer vor. Ich bereue diesen festen Entschluss immer dann, wenn mir dicke Wälzer im Bett ins Gesicht klatschen.
  45. 2010 hat sich der Mann, den ich lieb(t)e, das Leben genommen und ich breche deshalb heute noch in den unpassendsten Situationen in Tränen aus.
    Ich bewundere deshalb meinen Kerl, der das tapfer seit Anbeginn mitmacht & mir hilft.
  46. Das Verhältnis zu meiner Mutter ist erst ein gutes, seit ich ausgezogen bin.
  47. Ich mag München nicht. Es ist spießig, snobbig, langweilig und einfach nicht meins. Könnte auch daran liegen, dass mich Leute dort angewidert / geschockt ansehen.
  48. Mein erstes PC-Spiel, an das ich mich wirklich erinnern kann, hieß „Ich werde Künstler“. Das zweite „Doktor Brain“. Beides lief auf DOS und ich war ca. 3 – 5 Jahre alt.
  49. Ich habe für ca. ein halbes Jahr mitten im Taunus gewohnt. Es war die schlimmste Zeit meines Lebens.
  50. Mein absolutes Alltime-Favourite-Game ist die Anno-Reihe. Ich habe alle Teile zig Stunden gespielt und bekomme wohl locker 5000 Spielstunden zusammen. Eher mehr.
  51. Ich habe nie in meinem Leben eine_n Band, Sänger_in gefangirlt. Außer Pentatonix ab ca. 25.

So, das wars! Neue Fakten, die wahrscheinlich keinen wirklich interessieren, über mich! Eventuell ergänze ich in 5 Jahren auf 100 und schaue, was sich verändert hat.
Im Nachhinein habe ich gemerkt, dass  ich einen tweet vergessen habe zu kopieren, deshalb sind es nun 51 Fakten. Ups. 😀

Rezept: Seitan-Currywurst

Seitan-Currywurst

Ich habe das Rezept noch nicht ausprobiert, aber damit ich es nicht vergesse, verblogge ich es einfach. 😀
Zum Seitan selbst herstellen bin ich zu faul (okay … ich traue mich nicht.), deshalb muss das bis zum nächsten Einkauf warten.

Edit: Wir haben das Rezept inzwischen ausprobiert und folgende Anmerkungen dazu: die Alufolie mit etwas Öl einpinseln, Seitan bindet so gut, dass selbst Stücke Aluminium an der Wurst kleben. Über Nacht im Kühlschrank gelagert, schmeckt die Wurst noch besser. Perfekt schmeckt sie, wenn man sie erst am nächsten Tag in Scheiben schneidet und in der Pfanne noch mal kurz anbrät. Nom!

 

Bratwurst

140 g Seitan
2 EL Kichererbsenmehl
4 EL Hefeflocken
2 TL getrockneter Majoran
1 TL Zwiebelpulver
½ TL Pfeffer
1 TL Salz
65 g Räuchertofu
2 Knoblauchzehen
240 ml kaltes Wasser

Seitan, Kichererbsenmehl, Hefeflocken, Majoran, Zwiebelpulver, Pfeffer und Salz vermischen. Tofu zerkleinern und zu Paste verarbeiten, zusammen mit Knoblauch und Wasser zur Seitanmischung geben und verkneten.
Kurz ruhen lassen, dann nochmal kneten und zu 4 Würstchen formen.
Fest in Alufolie einwickeln, 25 Minuten bei 200°C backen.

 

Currysauce

250 g Ketchup
60 ml Wasser
1 EL Sojasauce
2 TL Curry
½ Cayennepfeffer
1 TL Xucker

Alle Zutaten verrühren, erhitzen, ca. 1 Minute köcheln lassen.
Würste in Stücke schneiden und mit Sauce servieren.

Rezept: orientalische Möhrenpasta

Möhrenpasta

Ich liebe Essen, das keine typisch deutsche schwer-deftige Kost ist, sondern mit seinem ausgefallenen Geschmack oder interessanten Komponenten überrascht. So zum Beispiel diese vegane Möhrenpasta mit orientalischem Touch, die schnell zu einem meiner Lieblingsgerichte wurde!

In meiner veganen Variante braucht es (bzw. der Tofu) zwar zwei Tage Vorlauf, aber das Ergebnis ist toll. Das Gericht selbst ist jedoch ratzfatz zubereitet.
Wer kein Problem mit Feta hat, kann sich die Arbeit sparen und statt eingelegtem Tofu einfach Feta in Salzlake kaufen. 😉 Vegetarische Alternativen stehen in Klammern dabei.

Fangen wir also mit Rezept 1 für den Tofu an, der den Feta in der Pasta ersetzt.

 

Feta-Tofu:

  • 200 g Tofu natur
  • 2 – 3 Zehen Knoblauch
  • Meersalz
  • 1 – 2 EL getrocknete Gewürze (bspw. Oregano, Basilikum, Majoran, etc.)
  • Olivenöl, kaltgepresst

Ein großes Einmach- oder Marmeladenglas heiß ausspülen. Den Tofu würfeln und mit kleingeschnittenem Knoblauch und den Gewürzen in das Glas geben. Auch gut dazu passen bspw. getrocknete Tomate, Chili, etc.. Ich gebe auch gern einen großzügigen Löffel meiner selbstgemachten Gemüsebrühe dazu. Wie viel Meersalz dazu kommt, hängt ein wenig von den verwendeten Zutaten ab, aber ca. 1 EL sollte es schon sein. Das Glas mit Olivenöl aufgießen, verschließen, gut schütteln und für mindestens 2 Tage im Kühlschrank ziehen lassen.
Sobald der Tofu verbraucht ist, lässt sich das übrige Öl wunderbar zum kochen oder dippen (oder neu auffüllen?) weiterverwenden.

 

Möhrenpasta

  • Olivenöl
  • grobes Meersalz
  • 80 g Mandeln, gestiftet oder gehackt
  • 250 g Nudeln, eifrei
  • 3 Möhren, groß
  • 1 Zwiebel, rot
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 TL Agavendicksaft (oder 1 TL Honig)
  • 50 g Rosinen oder getrocknete Cranberrys
  • ½ EL rote Currypaste
  • 1 TL Orangenschale
  • 75 ml Orangensaft
  • 50 ml Gemüsebrühe
  • ¼ Bund Petersilie, glatt
  • 100 g eingelegter Feta-Tofu (oder echter Feta)

In einer kleinen Pfanne ein wenig Olivenöl erhitzen und die Mandeln darin goldbraun rösten. In einer Schale auskühlen lassen und kräftig mit Meersalz würzen.
Währenddessen die Möhren schaben und in Scheiben schneiden. Die rote Zwiebel halbieren und in Ringe schneiden, den Knoblauch schälen und pressen. In einer großen Pfanne (am besten eine Wok-Pfanne) 1 EL Olivenöl erhitzen und Möhren, Zwiebeln und Knoblauch ordentlich anschwitzen. Den Agavendicksaft / Honig, Rosinen / Cranberrys und die rote Currypaste hinzugeben. Alternativ kann auch Harissa verwendet werden (davon dann aber nur ein ½ TL), wir mögen jedoch den Eigengeschmack der roten Currypaste von Exotic Food sehr gern.

Schon mal Nudelwasser aufsetzen, in der Pfanne alles noch kurz braten lassen und dann mit Orangensaft und Gemüsebrühe ablöschen. Wer wie ich eigene Gemüsepaste verwendet, kann davon einen EL zugeben und mit 50 ml Weißwein ablöschen. Orangenschale unterrühren und den Herd auf kleine Flamme runterdrehen, alles 10 – 20 Minuten schmoren lassen. Die Nudeln in gesalzenem Wasser bissfest garen und mit etwas Nudelwasser in die Pfanne geben und zusammen mit der gehackten Petersilie gut unterrühren. Mit Salz und Currypaste abschmecken.

Die gerösteten Mandeln und Feta werden separat dazu gereicht.

#saynotospec

pitch

Gerade in meinem Beruf des Gestalters kommt es häufig mal vor, dass Leute „erst mal so einen Entwurf“ sehen wollen. Wenn ihnen das dann gefällt, gibt es eventuell einen Auftrag. Eventuell aber auch nicht. Viele Leute unterliegen scheinbar dem Irrglauben, dass „Design“ gar kein richtiger (lernbarer) Beruf ist, sondern dass es einige Menschen gibt, die das von Haus aus einfach können und andere eben nicht.  Man tut „uns Kreativen“ ja quasi einen Gefallen, wenn man uns Arbeit gibt, denn so können wir unsere Passion, die Berufung, mit Sinn ausüben.
Anders kann ich mir es zumindest nicht erklären, warum da so häufig ein „kannst du mal eben“ und „mach doch mal einen (kostenlosen) Entwurf“ kommt.

Um da mal ein bisschen Klarheit zu schaffen: ja, es gibt Leute, die mehr Talent in diesem Job haben, als andere. Ja, wir lieben unseren Job und wir gestalten gerne. Nein, wir arbeiten nicht ohne Bezahlung – denn es ist nun mal Arbeit und selten werden fertige Werke binnen 5 Minuten locker aus dem Ärmel geschüttelt (und selbst wenn, dauerte es Jahre zu lernen, wie man die in 5 Minuten aus dem Ärmel schüttelt!).

Die kanadische Werbeagentur Zulu Alpha Kilo hat sich dieser Problematik angenommen und ein kleines Video dazu gedreht, wie bspw. ein Fitness-Trainer, ein Pizzabäcker und eine Architektin reagieren, wenn man von ihnen „schnell mal einen kostenlosen Pitch“ haben will. Das kommt in die Favoriten & wird sicherlich mehr als einmal verschickt!

Musikalische Entdeckung: Haley Reinhart

Haley

Gestern entdeckte ich auf YouTube zufällig einen ziemlich genialen Channel: Postmodern Jukebox, die bekannte aktuelle Songs auf großartige Weise im Stil der 20er & 30er interpretieren. Man findet das auch auf Spotify und so hörte ich gestern eigentlich nichts anderes mehr.
Unter anderem singt dort auch teilweise die bezaubernde Haley Reinhart mit. Der Name sagte mir gar nichts, aber Wikipedia verriet:
Haley Reinhart ist eine amerikanische Singer-Songwriterin, die den dritten Platz in der zehnten Staffel von American Idol erreichte. Continue reading