Das neue Ufer II.

Hier kommt also die versprochene Fortsetzung des ersten Teils. ūüôā

Nachdem mein Vertrag unterschrieben war und ich s√§mtliche Details mit der netten Dame vom Finanzamt gekl√§rt hatte, hie√ü es f√ľr mich direkt am 1. Mai (Tag der Arbeit – wie passend!) ab nach Amsterdam \o

Mein Wieder-Kollege Felix holte mich ab, ein letztes K√§ffchen im Stehen, mal eben meine 20 kg Gep√§ck ins Auto gewuchtet und los gings. Von hier aus ist es ja gl√ľcklicherweise nicht allzu weit und nach ca. 3,5 Stunden Fahrt erreichten wir unser Parkhaus. Ein Park-n-Ride im S√ľden von Amsterdam. Es folgten ca. 20 min ratloses Studieren der Anleitung, wie dieser Park-n-Ride-Bonus funktioniert, denn regul√§r kostet das Parkhaus 50 ‚ā¨ pro Tag. Mit dem PnR-Bonus blo√ü 50 ct. Zwischendurch half ich noch einem spanischen Ehepaar aus, das ihr Ticket bezahlen wollte, aber nicht konnte, da der Automat zwar EC, aber keine Kreditkarten akzeptiert. Viel Dank und Bargeld war damit gewonnen – aber immer noch keine Ahnung, wie das mit der Tram am Ende klappen soll. Wir entschieden uns f√ľr „sehen wir dann bei der Abreise“ und liefen erstmal zum Airbnb.

Ihr erinnert euch an meine oben erwähnten 20 kg Gepäck? Ich erwähnte die nicht grundlos … doch Felix, ganz Gentleman, hat das Ding die meiste Zeit tapfer, wenn auch keuchend, ohne zu murren geschleppt. Danke an der Stelle noch mal! Note to self: Rollkoffer kaufen. Continue reading

Das neue Ufer.

Und schon wieder ein Beitrag, der nur „die breitere interessierte Masse“ informieren soll! Denn seit meinem letzten Blogeintrag Anfang Februar hat sich (zum Gl√ľck) einiges getan.
Um es vorweg zu nehmen, f√ľr die, denen es entgangen ist: ich bin nicht mehr arbeitslos. ūüėČ

Sehr viele Leute haben mich seither immer wieder gefragt, wie es l√§uft, ob was in Aussicht st√ľnde, wie meine erste Woche in Amsterdam war ‚Ķ doch halt. Ich fasse noch mal zusammen und eins nach dem anderen.

Nach meinem tr√§nenreichen Pr√§-Bewerbungsprozess und einem Besuch bei einer wirklich zuckers√ľ√üen und lieben Arbeitsagentur-Betreuerin, taten sich tats√§chlich mehrere M√∂glichkeiten auf. Zum einen lud mich der Chef-Redakteur des t3n-Magazins ein (gleich zweimal), ich bekam eine halbe Zusage der Agentur „rubbeldiekatz“ in Bonn und ein Jobangebot von meinem jetzigen Arbeitgeber, f√ľr den ich mich schlussendlich entschieden habe. Und schon da sieht man wieder – Vitamin B ist alles, denn abgesehen von rubbeldiekatz,¬†die mich 20 min nach der Bewerbungsmail¬†¬†zur√ľckriefen, und zwei zugegebenerma√üen sehr netten Absagen des Rheinwerks in Bonn und friendventure in K√∂ln, liefen meine Bewerbungen ins Leere. Nicht mal f√ľr eine Baukasten-Absage hat es gereicht.

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Auf zu neuen Ufern

Das Jahr 2017 startete mit Veränderungen!
Dabei fing es im Kleinen an; ich ließ mir nach etwa 18 Jahren das erste Mal die Haare kurz schneiden, das Wetter wurde deutlich rauer, ich wechselte meine Gilde (okay, nerdiger Kleinkram) und Luna wurde kastriert. Jetzt erwischt es auch meinen Job.

Gef√ľhlt ist es noch gar nicht so lange her, dass ich einen Beitrag √ľber Jobwechsel verfasst habe. Daran merkt man wie schnell die Zeit verfliegt – das war im Sommer 2013! Doch nun stehen, diesmal allerdings eher nicht ganz so gewollt, erneut berufliche Ver√§nderungen an. Viele werden es √ľber diverse Kan√§le mitbekommen / herausgeh√∂rt haben –¬†am 19.01. erreichte mich ein Anruf, in dem mir mitgeteilt wurde, dass man mich betriebsbedingt leider entlassen m√ľsse. Im ersten Moment durchaus ein kleiner Schock.

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Video: Reasons to go vegan

In meinem YouTube-Dashboard wurde mir ein ca. einst√ľndiges Video vorgeschlagen, dessen Titel (zugegeben) etwas rei√üerisch klingt. Ich dachte, dass da sicher irgendein fanatisches Gerede √ľber vegan als die einzige Wahrheit kommen wird – ich wurde eines Besseren belehrt.
Es entpuppte sich als ein sehr spannender Vortrag von der¬†The Animal Rights Foundation of Florida √ľber unsere Ern√§hrung und ein kritisches Auseinandersetzen mit den Mythen, mit denen man gro√ü wird. Nur ein¬†Beispiel: wir brauchen Milch f√ľr starke Knochen. Sicher jeder erinnert sich an den Slogan:¬†Die Milch machts.

Da ich neulich meinen Beitrag Get into vegan verfasst habe, empfinde ich dieses Video als eine sehr schöne Ergänzung, da es auch viel auf gesundheitliche Aspekte eingeht.

Weiterhin habe ich gestern Earthlings gesehen Рund mehr als eine Träne dabei vergossen. Wer das noch nicht kennt, dem empfehle ich, auch hier einmal reinzusehen.

 

Get into vegan!

Aller Anfang ist schwer.

So ging es mir zumindest. Ich habe lange, sehr lange, dar√ľber nachgedacht, ob es nicht besser w√§re, ganz auf Fleisch zu verzichten. Das meiste schmeckte mir eh nicht, weder Steak noch Gulasch, Innereien erst recht nicht. Au√üerdem –¬†die Tiere und so, die tun einem ja schon leid, immerhin ist man ja¬†riesiger Tierfreund. Massentierhaltung ist ja auch bl√∂d, eigentlich soll man ja eh nicht so viel Fleisch essen, ‚Ķ aber was bestellt man dann im Restaurant? F√ľr 10 ‚ā¨ kriegt man entweder einen lieblosen Salat oder ein dickes Schnitzel mit Pommes.
Mit solch (eher fadenscheinigen) Argumenten, habe ich mich lange vom Fleischverzicht ferngehalten. Erst, als zwei enge Freunde von mir, auf den vegetarischen Zug aufsprangen und ich sah, wie einfach es bei ihnen funktioniert, beschloss ich, dass es f√ľr mich nun auch endlich an der Zeit ist. Fleischlos war erst ungewohnt, aber einfach. Und gut!

Fleischlos ist doch aber noch nicht vegan!

Richtig. Nach und nach stellte ich dann fest, dass nicht alles, was fleischlos ist, auch vegetarisch ist. Lab-haltiger K√§se ist es nicht. Gummib√§rchen sind es nicht. Fruchts√§fte sind es oft nicht. Honig ist es auch nur so geradesohalbwegs. Also – noch mehr vom Ern√§hrungsplan streichen. Innerlich seufzen – kann man √ľberhaupt noch was essen? Continue reading

„Warte, bis du eigene hast!“

Wenn ich f√ľr jedes Mal, wenn ich diesen Satz zu h√∂ren bekomme, einen Euro bek√§me, k√∂nnte ich mir sicher inzwischen ein Traumhaus am Strand leisten. Naja, oder zumindest einen Holzschuppen in¬†Horumersiel.

Es geht nat√ľrlich um Kinder.

Diese niedlichen, zuckers√ľ√üen kleinen Mini-Menschen, die stets mit dreckigen Fingern, verschmierten M√ľndern und bescheuerten Fragen in Petto parat stehen, um dir mit schrillem Geschrei bei bis zu¬†√ľber 100¬†Dezibel auf den Nerv zu gehen. Zumindest geht es mir so, ich kann mit Kindern einfach nichts anfangen. Ich mag sie nicht, weder eigene, erst recht keine¬†fremden, ich m√∂chte sie nicht um mich haben und ich meide Orte mit erh√∂htem Kinderaufkommen. Scheinbar ist diese Sicht der Dinge aber v√∂llig inakzeptabel, denn sonst w√ľrden nicht regelm√§√üig Menschen anfangen, mit mir dar√ľber zu diskutieren.

Losgetreten wurde die Diskussion auf twitter, das wohl ungeeignetste Medium, um sachliche Unterhaltungen zu f√ľhren und fundierte Argumente und Begr√ľndungen hervorzubringen, denn wie will man sich mit 140 Zeichen ordentlich ausdr√ľcken? Aber wir lernen’s ja auch nicht.

The Barn in Berlin sorgte 2012 schon f√ľr Aufsehen, als sie einen „Anti-Kinderwagen-Poller“ vorm Eingang aufstellten. Nun ziehen sie offenbar nach und haben auch ein Still-Verbot erteilt, allerdings finde ich dazu keine seri√∂se Quelle wie inzwischen auch SZ berichtet.

Nachtrag: „Spanke jedoch findet: Eine Mutter sollte nicht sechs Monate ans Haus gefesselt sein, wenn sie sich entscheidet, ihrem Baby die Brust zu¬†geben.“¬†
Was ein Gl√ľck findet das Leben einer jeden Mutter ausschlie√ülich¬†an zwei Orten statt. Zuhause und im The Barn.

Die Begr√ľndung, dass es einen „gehobenen Laden“ handelt, finde ich zwar etwas daneben, aber die Entscheidung „No Kids“ muss man in meinen Augen respektieren. Dazu gibt es nun mal das Hausrecht und ich verstehe nicht, weshalb aufgebrachte Muttis (und Papis) nun mit Petitionen wedeln, statt einfach ein anderes Caf√© zu besuchen.

Wenn ein Wirt eine Raucherkneipe er√∂ffnet, geht kein Nichtraucher rein und meckert √ľber den Qualm.
Wenn ein Wirt eine Jazz-Bar er√∂ffnet, geht kein Metalfan hin und beschwert sich √ľber die jaulige¬†Musik.
Wenn ein Wirt ein „Erwachsene-only“-Caf√© er√∂ffnet, gehen Muttis aber offensichtlich sehr wohl hin und schreien „Diskriminierung!“.

Es gab da ein sch√∂nes Interview mit einem D√ľsseldorfer Wirt, der einen Bereich seines Biergartens f√ľr Kinder (und Hunde) abgesperrt hat. Die Begr√ľndung ist absolut nachvollziehbar und plausibel und ich frage mich wirklich, was sich manche Eltern dabei¬†denken, wenn ihre Kinder ungebremst den ganzen Laden auf links drehen. Scheinbar nicht viel.
Ich habe es schon live erlebt, was es hei√üt, wenn der Nachbartisch¬†f√ľnf Kinder dabei hat, die nach dem Pommes essen keine Lust mehr auf Rumsitzen haben. Es ist laut, √ľberall rennen Kinder rum, es wird sich um Spielzeug gepr√ľgelt, es wird geschrien, da fliegt die Apfelsaftschorle vom Tisch und ich zolle dem Ladeninhaber bis heute noch h√∂chsten Respekt, dass er keinen Wutanfall bekommen und die Bande rausgeschmissen hat. Denn die Eltern √ľberh√∂rten den Zirkus einfach, w√§hrend die restlichen Leute hastig ihr Essen runterschlungen, um dort schnellstm√∂glich wieder zu verschwinden. Jeder Wirt, der ein kinderfreies Lokal betreiben m√∂chte, hat mein absolutes Verst√§ndnis.

Ich lie√ü also auf twitter verlauten, dass ich die Leute nicht verstehen kann, die sich √ľber ein „Kinderverbot“ echauffieren, man braucht ja nicht hingehen. Und ich erw√§hnte auch, dass es Leute wie mich gibt, die ein solches Verbot gut finden, denn da wei√ü ich, dass ich meine Ruhe hab.

Nat√ľrlich ging sofort die Diskussion darum los, dass ich das ja nur so sehe, solange es fremde Kinder sind. Wenn es eigene Kinder sind, dann s√§he man das anders.
Tja nun, ich habe aber keine eigenen Kinder. Ich möchte an diesem Zustand auch nichts ändern.
„So dachte ich fr√ľher auch, aber als es dann da war, war es das beste, was mir je passiert ist!“

„Warte, bis du eigene hast! Dann sprechen wir noch mal!“

Himmelhergottnocheins. Bitte liebe Leute. Lernt – und lernt zu RESPEKTIEREN -, dass es Menschen gibt, die das nicht so sehen und dass manche Menschen durchaus ihr Gl√ľck / ihre Erf√ľllung in anderen Dingen finden, als in Nachwuchs aus eigener Produktion. Was ich dann¬†immer so makaber finde, sind die Leute, die es nicht f√ľr voll nehmen, wenn ich sage, dass ich vierbeinige, fellige, nassschn√§uzige Kinder¬†habe. Nat√ľrlich sehe ich meine Tiere nicht als Kinder oder Kinderersatz an, ich habe sie aber deutlich lieber als Kinder bei mir. Ich spiele mit ihnen, erziehe sie, ich gebe ihnen zu essen, fahre mit ihnen zum Arzt, tr√∂ste sie wenn sie Angst haben, passe auf sie auf, weise sie auch mal in die Schranken und freue mich tierisch (h√∂h√∂.), wenn der „Nachwuchs“ erfolgreich was gelernt hat und sich der Hund bei einem „Peng!“ theatralisch auf den Boden wirft und mit den Beinchen in der Luft wedelt. Sooo viel Unterschied zu einem Kind ist da gar nicht. Au√üer, dass dieser¬†Nachwuchs deutlich schneller stubenrein ist, weniger Widerworte gibt, nicht rumschreit, sich nachts nicht aus dem Haus schleicht und sich deutlich mehr freut, wenn man nach nur f√ľnf Minuten beim Kiosk wieder heimkommt.

Mir wurde in der Diskussion auf twitter darum gesagt, dass Kinder & Haustiere ja allein deshalb schon nicht das gleiche seien, weil ich mich f√ľr meinen Hund niemals vor ein Auto werfen w√ľrde. F√ľr (m)ein Kind schon.
Eh, hallo? Nat√ľrlich w√ľrde ich mich f√ľr meinen Hund vors Auto werfen! Es ist meine verdammte (selbstauferlegte) Pflicht, mich um dieses eher wehrlose Gesch√∂pf zu k√ľmmern und es zu besch√ľtzen. Ob ich denn f√ľr mein Kind meinen Hund vors Auto werfen w√ľrde? Nat√ľrlich nicht, wtf??! Ob ich denn f√ľr meinen Freund den Hund vors Auto werfen w√ľrde?
‚Ķ abgesehen davon, dass die Fragen immer abstruser werden, nat√ľrlich auch das nicht! Der ist n√§mlich schon gro√ü, kennt die potentielle Gefahr, die von fahrenden Autos ausgeht und kann auf sich selbst aufpassen. Die tollpatschige Fellnase eher weniger. Kinder √ľbrigens auch nicht. Und diesen gewaltsamen Hunde-Kinder-Vergleich hab ich immer noch nicht kapiert.

Versteht mich nicht falsch, jeder, der sich Kinder w√ľnscht, der soll auch welche bekommen k√∂nnen, ohne Angst vor finanziellen Problemen oder sonstwas haben zu m√ľssen. Ich bin f√ľr l√§ngere bezahlte Elternzeit und mehr Unterst√ľtzung von Familien durch den Staat, f√ľr mehr KiTa-Pl√§tze und f√ľr flexiblere Arbeitszeitmodelle f√ľr Eltern. Ich g√∂nne jedem sein Kindergl√ľck, von mir aus auch gern mehrfach, das muss jeder ganz f√ľr sich entscheiden.

Aber genauso sollte sich doch jeder ganz f√ľr sich dagegen entscheiden d√ľrfen, ohne direkt zugeschwallt zu werden, dass man das gr√∂√üte Gl√ľck der Welt verpasst. Verpasse ich nicht. Nein, wirklich nicht. Neihein. Nix aber. H√∂r auf. Danke!
Und nachdem wir nun geklärt haben, dass es Leute gibt, die sich, warum auch immer, gegen Kinder entscheiden, können wir nun auch akzeptieren, dass manche Menschen nicht nur keine eigenen, sondern generell keine Kinder um sich haben wollen, wobei das nicht zwangsweise zusammen auftritt. Manche Menschen lieben Kinder, wollen aber in Ruhe arbeiten können. Zum Beispiel ein Wirt, der den eher schniekeren Gästen eine entspannte und ruhige Atmosphäre zum Kaffee genießen anbieten will.

Wenn jemand sagt, er mag keine Hunde, geht niemand her und antwortet „Kauf dir einfach einen! Wart erstmal ab! Du wirst sehen, wenn es der eigene ist, ist es etwas ganz anderes!“.
Wenn jemand in seinem Lokal keine Hunde haben will, startet niemand eine Petition dagegen. Entweder lässt man den Hund zuhause, oder man geht halt woanders hin.

Immer wieder h√∂rte ich das Argument, Anti-Kids sei diskriminierend, dann d√ľrfe man mit der Argumentation auch¬†Ausl√§nder, Schwiegerm√ľtter, Dicke, Schwule, Schwarze und Waswei√üichwas ausschlie√üen. Zum einen geht es bei Kindern nicht um die Optik, sondern um das Verhalten. Abgesehen davon: Ja, darf man. Wie eine Bar beweist, die Fl√ľchtlingen den Zutritt pauschal verweigert¬†(auch wenn ich deren tweet echt eklig finde).
Kinderverbot sei¬†halt „Ausdruck einer Gesellschaft, die keinen Bock auf Kinder hat„. Oder aber Ausdruck von Menschen, denen¬†die antiautorit√§r-verweichlichten Special Snowflakes ohne Grenzen einfach aufn Zeiger gehen ‚Ķ?
Apropos – Hunde pauschal auszuschlie√üen, ist auch diskriminierend! Denn mein Hund bellt nicht, bei√üt nicht und kackt auch nicht drin. Die legt sich untern Tisch und freut sich, dass sie dabei sein darf. So einen gequirlten Schei√ü w√ľrd ich aber niemals laut von mir geben.

Res√ľmee:
Wenn jemand in seinem Laden/ Leben XY nicht haben will, dann ist das halt so.
Handel. Damit.

Und als krönender Abschluss noch zwei Comics von Erzählmirnix, deren Einstellungen zum Leben ziemlich deckungsgleich zu den meinigen Sind.

Get To Know Me!

Alles begann auf twitter, als eine verpixelte (und h√§ssliche) Grafik begann die Runde zu machen. Diese besagte – sinngem√§√ü – dass es f√ľr jeden Like einen Fakt oder ein Bekenntnis √ľber einen selbst gibt. Immerhin 34 Leute gaben diesem Post einen Like und somit gab es 34 Fakten √ľber mich, die mal aus der Vergangenheit, mal √ľber Allgemeines, Dinge √ľber mich verrieten. Dinge, die man sonst eigentlich keinem erz√§hlt, einfach, weil sie nicht wirklich wichtig erscheinen.

Nun machten dabei aber eine ganze Menge Leute mit und man kennt pl√∂tzlich Vorlieben, Abneigungen, Erinnerungen, √ľberraschende Tatsachen und lustige Anekdoten. Ich finde, das ist eine sehr sch√∂ne Sache! Denn ich erinnere mich sehr gut¬†daran, dass damals, als sich ein sehr guter Freund das Leben nahm, wir pl√∂tzlich beieinander sa√üen und feststellten, dass wir so viele kleine Details gar nicht kennen. Und fragten uns gegenseitig √ľber Lieblingsfarben, den sch√∂nsten Urlaub und das Leibgericht aus. Einfach, um solche Dinge mal zu wissen.
Da mir meine¬†Kleinigkeiten, die insgesamt immerhin f√ľr 319 (!) Likes in zwei Tagen sorgten, dann doch irgendwie ganz nett f√ľr die Memoiren vorkamen, habe ich beschlossen, ihnen noch mal einen separaten Blogeintrag zu widmen und sie auf 50 zu erg√§nzen. Einfach, weil 50 eine sch√∂ne Zahl ist.

Vielleicht erfreut sich ja der ein oder andere daran. Wenn nicht, habe ich in 50 Jahren (falls ich so alt werde …) eine schöne Erinnerung an mein 27-jähriges ich und dessen Gedanken.
Falls jemand nachtr√§glich „liken“ (f√ľr mich sind und bleiben das Favs!) m√∂chte, verlinke ich die Original-Tweets und erg√§nze sie vielleicht hin und wieder (140-Zeichen-Grenze ol√© ol√©).

 

  1. Ich bin ein Sonntagskind und obwohl ich nicht an Sternzeichen und deren Einfluss glaube, passen meine (Löwe & Drache) perfekt zu mir. (tweet)
  2. Ich habe bereits mit 5 Jahren einen Eignungstest f√ľr die Grundschule gemacht und mit Abstand am allerbesten abgeschnitten. (tweet)
    Der Rektor rief damals sogar h√∂chstpers√∂nlich meine Mama an, um ihr die freudige Botschaft zu verk√ľnden.
  3. Meine erste richtige Beziehung hielt 1,5 Jahre & endete vor Gericht, er wurde wg schwerer Körperverletzung & Sachbeschädigung verurteilt. (tweet)
    Da R√ľckfragen kamen – ja, er schlug auch bei mir zu, aber die Verhandlung fand wegen meines damaligen besten Freundes statt. Ich habe ihn nie wieder gesehen. Zum Gl√ľck.
  4. Meinen Namen suchte meine Mama aus. W√§r ich ein Junge geworden, h√§tte Papa ausgesucht und dann w√ľrde ich nun Karl hei√üen. :‘) (tweet)
    Ich bin nach der Sina aus der Tatort-Folge „Reifezeugnis“ (1977) benannt (gespielt von¬†Nastassja Kinski). Papa h√§tte¬†einen „soliden deutschen Namen“ gewollt.
  5. Ich habe insgesamt in meinem Leben 26 kg mit kcal-Zählen abgenommen. Seit dem letzten Mal halte ich meine 60 kg konstant. (tweet)
    Einen detaillierten Bericht zu diesem Thema findet man hier.
  6. Ich habe mit 12 Jahren Bildbearbeitung, wenig sp√§ter auch html + css f√ľr mich entdeckt, wollte es aber nie beruflich machen. Tja. (tweet)
    Alles begann mit einer kostenlosen Testversion von PhotoImpact 6 in Englisch, gefolgt von NetObjects Fusion. Ich wollte mir mein Hobby als solches nie kaputt machen, deshalb sagte ich lange, der Job sei nichts f√ľr mich. Ich habe mein Hobby doch zum Beruf und damit das Hobby kaputt gemacht. Tja.
  7. Meine Haare waren schon wei√ü, lila, blau, gr√ľn, rot, orange, blond, dunkelbraun, t√ľrkis & pink. Aber alles erst in den letzten 6 Jahren. (tweet)
  8. Ich lebte als Teenager schon mal zu 99% vegetarisch, konnte aber nicht auf die leckere Paprikawurst vom Metzger samstags verzichten. (tweet)
  9. Meine absolute Lieblingsfarbe ist wei√ü. Und wehe es kommt jetzt jemand mit „Wei√ü ist keine Farbe!“ >:( (tweet)
  10. Ich arbeite seit 5 Jahren in der Pornobranche und kann einen Großteil der Darsteller an den Nippeln auseinander halten. (tweet)
  11. Ich habe keine Hausrat-Versicherung, weil ich den Sinn darin nicht erkennen kann. Konnte mir auch noch keiner gute Beispiele nennen. (tweet)
  12. Mein Kerl wollte eigentlich keine Beziehung und hat uns maximal ein Jahr prognostiziert. Das war vor √ľber 4 Jahren ‚ô•¬†:> (tweet)
  13. Ich brauche morgens meinen Kaffee. Ich liebe Kaffee. Kaaaaffeeee ♥ Ich mag aber genauso gerne Tee (und Bier :3). (tweet)
    9.oo Uhr – 12 Uhr Kaffee, 12 – 17 Uhr Tee (oder Sprudelwasser im Sommer) und ab 17 Uhr Bier, √Ąppler und Wein. Ouh yeah.
  14. Ich habe mir noch nie etwas gebrochen. Daf√ľr diverse gro√üe Narben von Zweiradunf√§llen, Schaukelst√ľrzen und Legoplattenausrutschern. (tweet)
  15. Von ca. 15 – 20 habe ich keinen einzigen Tropfen Alkohol getrunken. Daf√ľr rauche ich seit 14 Jahren. … und trinke jetzt umso mehr :’D (tweet)
  16. Mein absoluter Lieblingsfilm ist „Die fabelhafte Welt der Am√©lie“. Mein absolutes Lieblingsbuch „Die Mitte der Welt“ von Steinh√∂fel. (tweet)
  17. Ich fand Linkshänder schon immer viel cooler als Rechtshänder. Ich war höchst erfreut, als ich gemerkt hab, dass mein Kerl Lefty ist :3 (tweet)
  18. Ich hasse Parfum und Lufterfrischer wie die Pest. Mein Parfum heißt Seife & Waschmittel. (tweet)
  19. Ich hatte Kunst & Chemie als Leistungskurse und das Gymnasium nach der 11. Klasse geschmissen. Zu klug f√ľr Abi, oder so :‘)¬†(tweet)
    (Okay, genau genommen hat man mich nach dem zweiten Mal Sitzenbleiben rausgeworfen.)
  20. Ich miste f√ľr mein Leben gern bei anderen Leuten die K√ľche aus und schimpfe dann z.B. √ľber den seit 2003 abgelaufenen Nierentee. (tweet)
  21. Ich bin der totale Stubenhocker. Mit dem Kerl zusammen bis mitten in die Nacht zocken & Bier trinken ziehe ich jedem anderen Plan vor. (tweet)
  22. D√ľrfte ich bis zum Rest meines Lebens nur noch eine Sache essen, w√§ren es Pommes. Ich verg√∂ttere Pommes. Hier h√§ngen sogar Pommes-Bilder! (tweet)
    Allgemein liebe ich aber alles, was aus der Kartoffel gemacht wird. Pommes, Ofenkartoffeln, Kroketten, Kartoffelbrei, Gnocchi, …
  23. Ich habe eine Limnophobie, seit ich als Kind beinahe im Schultheiß-Weiher ertrunken wäre (Papa rettete mich). (tweet)
    Ich sehe ihn heute noch wie David Hasselhoff pers√∂nlich angerannt kommen und habe den Kommentar „du musst doch nur paddeln!“ im Ohr.
  24. Ich hasse Kinder. Die sind laut, dreckig, nervig, dumm, fassen alles an, haben Rotznasen und machen Krach. Wäääh, machs weg. (tweet)
    Selbst meine Mutter hat sich damit abgefunden, dass ich mir nur vierbeinigen Nachwuchs zulege.
  25. In 8 Monaten sind @spec_Q und ich stolze 10 Jahre lang befreundet. ‚ô• (tweet)
    Wir kennen uns √ľber meinen Exfreund, der sagte: „ich stell‘ dich meinen Freunden vor, wenn du die √ľberlebst, √ľberleben wir alles!“. Tja, mit seinem Freund bin ich noch befreundet, die beiden selbst sind es nicht mehr.
  26. Eigentlich habe ich mein komplettes Leben, inkl. Freundschaften, Job, Wohnort, etc. in Summe zu verdanken. (tweet)
    Unter anderem auch besagten Exfreund von 25.
  27. Ich backe f√ľr mein Leben gern (und gut!) Kuchen, tue es aber selten, weil den hier keiner isst. (tweet)
  28. Als ich 10 war, machten wir 3 Wochen Urlaub in Spanien. Ich hatte 3 M√ľckenstiche auf den Augenlidern und √ľber 30 allein an einem Arm. (tweet)
  29. Die @ashyda kriegt kein GW2 Jumping Puzzle hin ohne drölfzig mal zu sterben und ihren Blutdruck bis zum Mond zu treiben. (tweet)
    Tweet wurde von @schubadu verfasst, das kann ich aber so unterschreiben. Ich werde dabei teilweise so √ľbellaunig, dass ich einfach wortlos ins Bett gehe.
  30. Ich schlafwandele & gehe dabei auch schon mal duschen oder lande in fremden Betten. (tweet)
    Das sorgte schon f√ľr viel Verwirrung, nicht nur bei mir.
  31. Mein Zeugnisschnitt betrug in der Berufsschule 1,0. Meine Abschlusspr√ľfung habe ich aber mit nur 87% bestanden. (tweet)
    Damit habe ich meinen Gymnasium-Rausschmiss erfolgreich kompensiert.
  32. Ich habe einen Nagellack-Tick und weit √ľber 100 Sorten hier stehen, obwohl ich regelm√§√üig aussortiere und weiterverschenke. (tweet)
  33. Ich war erst in 7 L√§ndern und bin noch nie aus Europa rausgekommen. Ich w√ľrde gern mal nach Irland und Norwegen. (tweet)
  34. Ich hasse Shopping. Seit ~ 5 Jahren war ich in keinem Bekleidungsgeschäft mehr, ich bestelle alles online. Supermärkte mag ich hingegen. (tweet)
  35. Mein Leibgericht sind, ganz klassisch, Schnitzel mit Pommes in (Zwiebel- / Peffer- / Pilz-) Rahmsauce und Salat. Seit ich mich vegan ernähre, backe ich meine Schnitzel eben aus Seitan.
  36. Ich ziehe bereits seit ~ 13 Jahren eine Nasenoperation in Betracht, da mich der dicke Zinken nervt und mich jeder damit aufzieht, aber wenn ich damit anfange, findet meine Nase auf einmal jeder ganz toll & „verbietet“ mir eine OP.
  37. Im Alter von ca. 8 – 10 Jahren wurde ich h√§ufiger von einem P√§dophilen unsittlich angetatscht. Ich freue mich heute noch √ľber seinen pl√∂tzlichen Tod¬†in seiner mallorcinischen Finca vor wenigen¬†Jahren.
  38. Mein Papa ist gelernter Matrose. Unter anderem deshalb habe ich auch einen Anker auf meine Handkante tätowiert.
    Inzwischen ist er umgeschulter Mechatroniker-Meister.
  39. Ich mache ganz viele Dinge nicht, die ich gern ausprobieren w√ľrde, weil ich Angst habe, dass mich mein Kerl deshalb auslacht oder dass er es albern findet.
  40. Ich habe seit fast 5 Jahren einen Nebenjob bei Bretz und trotzdem (außer einem Huhn & einem Kissen) keinerlei Ausstattung dieser Firma zuhause. Ist halt einfach zu teuer.
  41. Obwohl ich „schon immer“ (also wissentlich) bisexuell bin, hatte ich erst zwei ernsthafte Beziehungen zu Frauen und m√∂chte auch keine mehr. Frauen sind mir zu anstrengend.
  42. Man sieht es mir zwar nicht immer an, aber ich interessiere mich sehr f√ľr Mode und folge vielen Mode-Blogs. Doch um ein wahrer Mode-Guru zu werden, bin ich einfach zu geizig.
  43. Mit quasi niemandem war ich so sehr „best Buddy“ von heute auf morgen wie mit @dieser_tilker. Bereits nach wenigen Wochen hatte ich das Gef√ľhl, ihn schon jahrelang zu kennen und ihm alles erz√§hlen zu k√∂nnen.
  44. Ich ziehe Papierb√ľcher einem Kindle immer vor. Ich bereue diesen festen Entschluss immer dann, wenn mir dicke W√§lzer im Bett ins Gesicht klatschen.
  45. 2010 hat sich der Mann, den ich lieb(t)e, das Leben genommen und ich breche deshalb heute noch in den unpassendsten Situationen in Tränen aus.
    Ich bewundere deshalb meinen Kerl, der das tapfer seit Anbeginn mitmacht & mir hilft.
  46. Das Verhältnis zu meiner Mutter ist erst ein gutes, seit ich ausgezogen bin.
  47. Ich mag M√ľnchen nicht. Es ist spie√üig, snobbig, langweilig und einfach nicht meins. K√∂nnte auch daran liegen, dass mich Leute dort angewidert / geschockt ansehen.
  48. Mein erstes PC-Spiel, an das ich mich wirklich erinnern kann, hie√ü „Ich werde K√ľnstler“. Das zweite „Doktor Brain“. Beides lief auf DOS und ich war ca. 3 – 5¬†Jahre alt.
  49. Ich habe f√ľr ca. ein halbes Jahr mitten im Taunus gewohnt. Es war die schlimmste Zeit meines Lebens.
  50. Mein absolutes Alltime-Favourite-Game ist die Anno-Reihe. Ich habe alle Teile zig Stunden gespielt und bekomme wohl locker 5000 Spielstunden zusammen. Eher mehr.
  51. Ich habe nie in meinem Leben eine_n Band, Sänger_in gefangirlt. Außer Pentatonix ab ca. 25.

So, das wars! Neue Fakten, die wahrscheinlich keinen wirklich interessieren, √ľber mich! Eventuell erg√§nze ich in 5 Jahren auf 100 und schaue, was sich ver√§ndert hat.
Im Nachhinein habe ich gemerkt, dass ¬†ich einen tweet vergessen habe zu kopieren, deshalb sind es nun 51 Fakten. Ups. ūüėÄ

#saynotospec

Gerade in meinem Beruf des Gestalters kommt es h√§ufig mal vor, dass Leute „erst mal so einen Entwurf“ sehen wollen. Wenn ihnen das dann gef√§llt, gibt es eventuell einen Auftrag. Eventuell aber auch nicht. Viele Leute unterliegen scheinbar dem Irrglauben, dass „Design“ gar kein richtiger (lernbarer) Beruf ist, sondern dass es einige Menschen gibt, die das von Haus aus einfach k√∂nnen und andere¬†eben nicht.¬†¬†Man tut „uns Kreativen“ ja quasi einen Gefallen, wenn man uns¬†Arbeit gibt, denn so k√∂nnen wir unsere Passion, die Berufung, mit Sinn aus√ľben.
Anders kann ich mir es zumindest nicht erkl√§ren, warum da so h√§ufig ein „kannst du mal eben“ und „mach doch mal einen (kostenlosen) Entwurf“ kommt.

Um da mal ein bisschen Klarheit zu schaffen: ja, es gibt Leute, die mehr Talent in diesem Job haben, als andere. Ja, wir lieben unseren Job und wir gestalten gerne. Nein, wir arbeiten nicht ohne Bezahlung – denn es ist nun mal Arbeit und selten werden fertige Werke binnen 5 Minuten¬†locker aus dem √Ąrmel gesch√ľttelt (und selbst wenn, dauerte es Jahre zu lernen, wie man die in 5 Minuten aus dem √Ąrmel sch√ľttelt!).

Die kanadische Werbeagentur Zulu Alpha Kilo hat sich dieser Problematik angenommen und ein kleines Video dazu gedreht, wie bspw. ein Fitness-Trainer, ein Pizzab√§cker und eine Architektin reagieren, wenn man von ihnen „schnell mal einen kostenlosen Pitch“ haben will. Das kommt in die Favoriten & wird sicherlich mehr als einmal verschickt!

Liebe Krankenkasse, wir m√ľssen reden.

Liebe Techniker Krankenkasse, bzw. TK,

seit exakt 27 Jahren bin ich nun bei euch versichert. Genau heute bin ich quasi in den Club der 27 eingetreten und da nun der k√∂rperliche Verfall einsetzt, ist es nun an der Zeit, √ľber alterstypische Gesundheitsprobleme nachzudenken.
Okay, das ist vielleicht ein wenig √ľbertrieben, aber es gibt da schon etwas, was mich ankotzt. Sehr sogar.

Ich habe euch eigentlich immer hoch gelobt. Euer Service ist stets top, Antr√§ge auf Auslandskrankenversicherungen wurden z√ľgig bearbeitet, ihr habt mir sogar die Impfung gegen Geb√§rmutterhalskrebs bezahlt, obwohl ich schon √ľber 20 war. Das tat au√üer euch keine Kasse. Es gab eigentlich nie einen Grund zur Klage.

Doch jetzt das große Aber.

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Die Sache mit der #fettlogik

Wahrscheinlich hat inzwischen jeder schon vom neuen Bestseller geh√∂rt, denn quasi jeder bloggt & spricht dar√ľber: Fettlogik √ľberwinden.
Vielleicht kennt auch der ein oder andere die passenden Blogs dazu, Fettlogik & den allgemeineren Blog erzaehlmirnix.

Wen meine pers√∂nliche Vorgeschichte nicht interessiert, der kann gern die n√§chsten drei Abs√§tze √ľberspringen ūüėČ
Und eine Anmerkung noch: ich m√∂chte hier kein Fatshaming betreiben, ehe den Beitrag jemand in den falschen Hals bekommt! Ich finde es gut, wenn sich Menschen in ihren K√∂rpern wohlf√ľhlen, egal was die Zahl auf der Waage sagt. Ich wei√ü, dass eine sch√∂ne Pers√∂nlichkeit wichtiger ist, als ein sch√∂ner K√∂rper. Wie Opa schon sagte: sch√∂n ist nicht sch√∂n, gefallen macht sch√∂n.
Das ist ein Artikel, der sich ausschlie√ülich mit mir, meinen Eindr√ľcken und meinem K√∂rper befasst.

 

Meine Vorgeschichte

Das eigene Gewicht war f√ľr mich eigentlich immer (mehr oder weniger) ein Thema. Ich a√ü als Kind einfach unheimlich gerne (und viel), meine Mama kocht gut und ermuntert einen immer, „das Bisschen im Topf“ auch noch leer zu machen. Als Kind st√∂rte es mich auch nicht, dass ich schon fr√ľh mit kleiner Plauze durch die Gegend lief. Erst, als mein Papa immer wieder stichelte, dass ich bald noch aus allen N√§hten platzen w√ľrde, drang irgendwie zu mir durch „du bist zu dick“. Nun hat man aber als Kind, bzw. auch Jugendlicher, relativ wenig Einfluss auf das was esse ich. Bleibt also nur wie viel, aber wie eingangs erw√§hnt, l√§sst meine Mum h√§ufig nicht eher locker, bis auch der letzte Kr√ľmmel des riesen Bottichs voll Abendessen vertilgt ist.
Also blieb nur l√ľgen, da war ich so 13 rum, danke, ich hab keinen Hunger, auch wenn mein Magen rumorte.¬†Und wenn ich mich an die Zahlen auf der Waage erinnere, war ich am Anfang meiner Pubert√§t auch nicht mehr moppelig, ~ 57 kg, aber kam mir (durch die ewigen Sticheleien und das mediale¬†Ideal) vor wie Schweinchen Dick.¬† Continue reading