… be sure to wear some flowers in your hair

Dass Reisen bei mir seit etwa über einem Jahr keine großen Neuigkeiten mehr sind, dürften die meisten ja mitbekommen haben. Während ein Trip an die holländische Küste für mich früher schon einer großen Tour nahe kam, kann mein jetziges Ich das Ganze eher nur noch belächeln. Alleine bis zum heutigen Tag kann ich dieses Jahr schon 9 Flüge verbuchen (und 5 fest geplante stehen noch aus), auch wenn ich auf meinen ökologischen Fußabdruck natürlich nicht stolz bin.

Dieses Mal fiel das Reiseziel meiner Firma jedoch etwas exotischer aus. Während bisher für mich nur relativ nahe Städte wie Amsterdam, Kopenhagen, Wien, Prag oder Krakau auf dem Zettel standen, heißt es jetzt: San Francisco!
Da mir ein Fünf-Tage-Meeting für einen ordentlichem Jetlag etwas zu kurz vorkam, beschloss ich kurzerhand, davor (und danach) noch etwas Urlaub mit zwei Freunden/Kollegen dranzuhängen. Also flog ich Sonntag, den 27.05. nach Wien, verbrachte dort noch zwei Tage mit Arbeit und Freunde treffen und stieg mittwochs morgens in den Flieger, um mich auf den langen Weg ins gelobte Land zu machen.

So landeten wir mitten in der Nacht (UTC+2), hier eher später Nachmittag, auf amerikanischem Boden. Die Passkontrolle dauerte Ewigkeiten und bis wir im Airbnb ankamen, war es bereits Abend. Ein kurzer Rundgang durch die (eher seltsame …) Gegend führte uns immerhin durch einen Supermarkt mit interessanter Preisgestaltung (Vollkorntoast 4,99 $ – fertige Mac & Cheese 1,59 $), über ein paar hügelige Wohngebiete und zu lustigen Erlebnissen – einer unserer Truppe wurde von einer vorbeieilenden älteren Asiatin mit einem Handgepäck-Trolley beworfen, während sie daraufhin rannte wie der Teufel. Das muss man erstmal verstehen.

Wie auch immer – dank Jetlag waren wir gestern morgen sehr früh auf den Beinen und bereits um 8 Uhr morgens schmiedeten wir Pläne für den Tag. Jeder hatte ein paar Sehenswürdigkeiten auf dem Plan, die er gerne angucken oder fotografieren wollte, also tüftelten wir eine grobe Route aus und machten uns auf die Socken. Ich kürze hier mal kurz ab – über 32.000 Schritte aka 22 km später waren wir wieder daheim und – wie die Österreicher so schön sagen – streichfähig.

Aber genug der langweiligen Worte; lassen wir mal ein paar Fotos sprechen.

Unser erstes Ziel war die Balmy Alley, eine schmale Gasse im Mission District, voll mit (gesellschaftskritischer) Kunst an den Garagentoren.

Ein gutes Stück zu Fuß weiter landeten wir erst im „Pride Viertel“ (eigentlich Castro), das bunt geschmückt mit Pride-Flaggen erstrahlt und später im Mexikanischen Viertel, wo wir uns im Dolores Park Café einen frischen Kaffee gönnten und uns damit in den dazu passenden Mission Dolores Park setzten, der eine sehr schöne Aussicht über die Skyline bietet. Dazu ist es größtenteils ein Hundepark und zwei nette Pitbulls, die eigentlich zu einem seltsamen, kiffenden Dude gehörten, gesellten sich zu uns und ließen sich eine ganze Weile lang die Bäuche kraulen.

Von der Idee der Parks angespornt, beschlossen wir kurzerhand, auch die anderen Parks noch zu besuchen. Also wanderten wir weiter nordwestlich erst in den Corona Heights Park, mit kurzem Abstecher in das dortige Randall Museum, und anschließend in den Buena Vista Park, in dem aktuell Coyoten-Warnung herrscht. Nicht nur das – wir haben den Coyoten sogar gesehen, mitten auf dem Weg! Allerdings war er an uns nicht sonderlich interessiert, somit hat keiner fehlende Gliedmaßen zu vermelden. Die Wege sind wirklich steil und anstrengend, aber man wird mit einer grandiosen Aussicht belohnt.

Das viele Bergauf-Gelatsche macht einen doch relativ müde, also hielten wir für ein opulentes Mittagessen im VeganBurg im Hippie Viertel. Noch einen kurzen Abstecher über Whole Foods und den Golden Gate Park gerade so angekratzt, beschlossen wir, die Painted Ladies auch noch zu besuchen.

Von da aus stiegen wir dann aber lieber in einen Bus, denn langsam taten uns doch die Füße weh und „dezenter“ Sonnenbrand machte sich bei allen breit. So eierten wir 45 min nach Hause und genossen das Sight Seeing ohne körperliche Anstrengung. Übrigens: die Busse sind zwar alle uralt, fahren aber alle elektrisch via Oberleitungen betrieben. Dafür umso holpriger.

Damit war der 1. Tag in San Francisco auch schon zu Ende. Stay tuned.

Übersicht:

 

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