Friday Favourites #2

Willkommen in der nächsten Runde Friday Favourites!

Diese Woche fällt das ganze eher mau aus, denn die Woche ging meeega schnell um und gefühlt kam ich auch zu nicht viel. Während wir am Wochenende noch fleißig waren und die morsche Terrasse ausgebaut haben, war ich unter der Woche faul und ziemlich früh im Bett um mir die „neusten“ Folgen Orphan Black anzuschauen. Ansonsten war ich mit Kleinkram hier, kochen da, ’n Ründchen zocken, usw. beschäftigt – und zack ist so ’ne Woche auch schon um. 🙁

Zudem gab es in den Medien ja gefühlt nur ein Thema: Böhmermann. Und nachdem Merkel ihm heute knallhart in den Rücken gekracht ist, wird das wohl auch noch eine Weile so bleiben.

 

Serienempfehlung

Wo wir gerade dabei sind: Einer meiner absoluten Alltime-Favourites! Die Serie Orphan Black. Da nächste Woche die 4. Staffel rauskommt, nahm ich das als Anlass, endlich mal die 3. zu gucken. Ich frage mich, wieso ich damit so lange gewartet hab! Das Schauspieltalent von Tatiana Maslany, die übrigens sogar Deutsch spricht, ist einfach umwerfend und ich verliebe mich jede Folge neu in sie & ihre Rollen. Dazu ist die Serie megaspannend und rundum sehenswert. Wer es noch nicht kennt & auf der Suche nach neuem Serienmaterial ist, dem kann ich Orphan Black nur wärmstens empfehlen.

Der Lacher der Woche

Ich bin ein mega Fan von Rosanna Pansino, die mich mit ihrer niedlichen Art immer wieder verzückt. Noch dazu mag ich Backen und Kuchen und nerdigen Stuff – also der perfekte Kanal für mich. Gestern stieß ich dann zufällig auf die Not my Arms Challenge und habe ungelogen Tränen gelacht. Aber gut, mein Humor ist auch nicht sonderlich anspruchsvoll.

Gebacken

Eigentlich backe ich ja für mein Leben gerne, was aber stark nachgelassen hat, da mein Kerl & ich beide nicht so die Naschkatzen sind und Kuchen o. Ä. sonst einfach nur blöd rumsteht. Aber – diese Woche gab es Heidesand (war mir völlig unbekannt …), kleine Mürbeplätzchen in vegan. Da ich das Original nicht kenne, kann ich keine Vergleiche ziehen, aber das, was da aus dem Ofen kam, ist super lecker. ♥

zum Rezept

Heidesand

Tja. Das wars auch diese Woche schon, was vielleicht auch ganz okay ist, damit sich niemand durch endlos lange Beiträge wühlen muss 😀

How to: Seitan

In letzter Zeit werde ich immer häufiger nach einem wundersamem Zeug gefragt: Seitan.
Da die meisten Leute weder Ahnung haben, was das ist, geschweige denn, wie man es richtig zubereitet (denn das Zeug ist ’ne kleine Zicke!), gibt es heute von mir einen kleinen Seitan-Guide! 🙂
Ich experimentiere nun schon eine ganze Weile mit unterschiedlichen Mischungen und Zubereitungsformen, folgend lest ihr also meinen „da geht nix schief mit“-Guide.
Alle Produkte verlinke ich direkt auf die passenden Shops oder am Ende.

 

Was ist das?

Seitan ist reines Weizengluten. Es ist also rein pflanzlich und damit für die vegane Ernährung geeignet und richtig zubereitet erinnern Konsistenz, Farbe und Geschmack sehr an Fleisch.
Bonus: es enthält 75 g Protein auf 100 g!
Das klingt, vor allem für Sportler und Veganer, erstmal zu gut um wahr zu sein. Leider fand ich zur Wertigkeit dieses Proteins unterschiedliche Angaben. Laut einer Quelle erreicht Seitan einen PDCAAS-Wert von 0.25, zum Vergleich: Eier und Sojaprotein erreichen einen Wert von 1, was das Maximum ist. Ein Wert von 1 bedeutet, dass eine Proteineinheit nach der Verdauung des Nahrungsproteins 100 % der essentiellen Aminosäuren liefert. Laut einer anderen Quelle kann der Körper sogar aus Eiweiß mit 0-Wert noch 25% Protein ziehen.
Ich bin nun also auch nicht schlauer als vorher, aber im Zweifel sind mir 75 g „minderwertige“ Proteine immer noch lieber als 75 g Industriezucker. 😉
Update: Inzwischen habe ich gelernt, dass man Seitan nur mit den passenden gegensätzlichen Aminosäuren kombinieren muss, um ihn vollwertig zu machen. Passenderweise ist Sojasauce so ein Zusatz und die kommt quasi eh immer mit rein. Also: yay for all the Proteine!

 

Gewinnung

Seitan erhält man, indem man Weizenmehl auswäscht. Aus Wasser und Mehl wird ein Teig zubereitet, der solange ausgewaschen wird, bis nur noch das Gluten übrig bleibt. Dann kann man es nach Belieben würzen, marinieren oder sonstwie weiterverarbeiten. Wem das alles viel zu aufwändig ist, mir zum Beispiel, der kann Seitan als Fix in Pulverform kaufen. Bei uns führt das sogar der nächste Supermarkt, ansonsten kann man es online bestellen, vor allem auf ebay gibt es günstige Großgebinde.

 

Zubereitung

Seitanbasis

Kommen wir zum spannenden Part: die Zubereitung. Denn auf den Fix-Verpackungen steht bloß: „zu gleichen Teilen mit Wasser mischen“ und das ist zwar nicht falsch, aber dann hat man einen widerlichen Gummiball, mit dem man alles tun will, aber ihn sicher nicht essen. Die „richtige“ Zubereitung variiert ein wenig, je nachdem, was man daraus machen möchte.

Basis:
Für 2 Personen mische ich 120 g Seitan-Fix mit 2 EL Hefeflocken, 1 EL Knoblauchgranulat, ½ EL Zwiebelgranulat, 1 TL Salz, ½ TL Pfeffer, 1 EL Gewürzmischung mit einem Löffel gut durch und gebe ca. 150 ml Wasser hinzu und verrühre es gut zu einem gummiartigen Teigklumpen.

Gewürze & Add-Ons:
Je nachdem, was aus dem Seitan werden soll, kommen unterschiedliche Gewürzmischungen zum Einsatz. Für Gyros ein Gyroswürzer, für Schnitzel ein einfacher Geflügelwürzer, für Frikadellen Hackfleischwürzer, usw… wer es nicht so genau nimmt, kann sich auch einfach durch verschiedene Mischungen durchprobieren, bspw. Garam Masala, Chinawürzer, Pul Biber, etc. und schauen, welche Mischung ihm zu was am besten schmeckt.
Was sich auch sehr gut macht, wenn der Seitan einen fleischigen Umami-Geschmack haben soll, ist Rauchsalz oder ein Schuss Liquid Smoke. In Schnitzel und Wurst kommt noch 1 TL Vegemite (Hefeextrakt), in Frikadellen Tomatenmark und Senf. Auch Sojasauce kommt zum Einsatz. Experimentiert ruhig ein wenig, aber auf jeden Fall sollte man den Seitan lieber zu stark als zu seicht würzen.

 

Ruhen & Dämpfen

Der fertig vermischte Seitan kommt in ein Frühstückstütchen, zuknoten und ab in den Kühlschrank. Ich drücke ihn meist in der Tüte noch ein wenig in Form, sodass er relativ flach und rechteckig ist. Dann sollte der Seitan eine Weile ziehen. Mindestens zwei Stunden, gerne aber auch über Nacht, so nimmt er das Aroma der Gewürze am besten an. Wenn es schnell gehen muss, kann man diesen Schritt aber auch überspringen und direkt zum nächsten Schritt übergehen.

Für einen Großteil der Gerichte kommt nun der wichtige Part: dämpfen!
Seitan ist Kleber, also ist es nicht verwunderlich, dass er eine Gummi-Konsistenz hat. Widerlich. Die treibt man ihm aus, indem man ihn für etwa 30-60 Minuten in den Dampfarer packt. Ich dämpfe ihn von beiden Seiten je 15-30 min. Kein Dampfgarer zur Hand? Im Topf gehts auch – dazu den Seitan im Beutel auf mittlerer Hitze für 30 min in Wasser simmern. Nicht kochen! Sonst wird die Konsistenz nur noch schlimmer. Dabei sollte man aber vorsichtshalber eine Erhöhung auf den Grund des Topfes stellen, nicht, dass die Tüte mit dem Topf verschmilzt. Der Seitan wird so relativ fest, was gut für bspw. Wurst ist.
Man kann den Seitan auch direkt in starker Brühe (gerne mit Gewürzen und Suppengemüse) simmern, allerdings nimmt er damit sehr viel Wasser auf (bis zur Verdopplung), was ihn sehr weich und fluffig, aber auch etwas schwammiger macht.

Für Ausnahme-Gerichte wie Schnitzel oder Frikadellen: braten!
Der Seitan wird in Form gebracht (Schnitzel mit dem Nudelholz ausrollen, Frikadellen formen, …), ggf. paniert und nun langsam und mit geringer Hitze gebraten, bis die Kruste dunkel ist. Das sollte schon seine 25 – 30 min dauern, womit das gleiche wie durch’s Garen erreicht wird: die Gummi-Konsistenz verschwindet.
Experiment von heute: Schnitzel formen, fest in Alufolie verpacken und 5 min vordämpfen, damit sie ihre Form besser behalten. Ich berichte, ob der Versuch was taugt.
Nachtrag: funktioniert viel besser! 

 

Weiterverarbeiten

Der Seitan-Block sollte nun bereit und verzehrfertig sein. Frikadellen können „einfach so“ genascht werden, Für Gyros bspw. dünne Scheiben abhobeln und in reichlich Öl mit frischen Zwiebelwürfeln und Knoblauch scharf und knusprig braten. Für Filetspitzen filetförmige Stücke abschneiden, in etwas Öl braten, ablöschen und Sauce darüber zubereiten. Rezepte finden sich zuhauf im Internet.

 

Das wars schon! Okay, aus „kurze Anleitung“ wurde doch ein relativ langer Beitrag, aber ich hoffe, er hilft zu verstehen, auf was es ankommt. Künftig könnt ihr so mit fremden Rezepten vielleicht auch mehr anfangen 😉
Also: gut & viel würzen, ruhen lassen, dampfen gegen Gummi, auskühlen lassen, weiterverarbeiten.

 

Übrigens veröffentliche ich inzwischen all meine Rezepte nicht mehr hier, sondern auf meinem „digitalen Kochbuch“, das ich nun via Tablet in der Küche immer offen habe. Vielleicht ist für den ein oder anderen ja ein Rezept dabei 🙂

Can I have it?

 

PS: Seitan bestelle ich meist direkt im 1 kg Beutel und fülle ihn dann um. Meist kaufe ich auch direkt 5 kg, denn es verbraucht sich doch sehr schnell, wenn man viel experimentiert. Dank Seitan habe ich heute nun auch meinen ersten 1 kg Sack Knoblauch und Zwiebelpulver bestellt. Gewürzmischungen bestelle ich hier (wenn ich eh vegan shoppe) oder hier (wenn es ausgefallen, aber günstig sein soll) oder kaufe sie, genau wie Tomatenmark im 500 g Glas und Petersilie büschelweise, im türkischen Supermarkt vor Ort günstig. Vegemite habe ich mir aus Australien mitbringen lassen, da mir die Gläser auf Amazon & Co zu teuer waren, deshalb kann ich leider nichts online empfehlen.

Rezept: Seitan-Currywurst

Ich habe das Rezept noch nicht ausprobiert, aber damit ich es nicht vergesse, verblogge ich es einfach. 😀
Zum Seitan selbst herstellen bin ich zu faul (okay … ich traue mich nicht.), deshalb muss das bis zum nächsten Einkauf warten.

Edit: Wir haben das Rezept inzwischen ausprobiert und folgende Anmerkungen dazu: die Alufolie mit etwas Öl einpinseln, Seitan bindet so gut, dass selbst Stücke Aluminium an der Wurst kleben. Über Nacht im Kühlschrank gelagert, schmeckt die Wurst noch besser. Perfekt schmeckt sie, wenn man sie erst am nächsten Tag in Scheiben schneidet und in der Pfanne noch mal kurz anbrät. Nom!

 

Bratwurst

140 g Seitan
2 EL Kichererbsenmehl
4 EL Hefeflocken
2 TL getrockneter Majoran
1 TL Zwiebelpulver
½ TL Pfeffer
1 TL Salz
65 g Räuchertofu
2 Knoblauchzehen
240 ml kaltes Wasser

Seitan, Kichererbsenmehl, Hefeflocken, Majoran, Zwiebelpulver, Pfeffer und Salz vermischen. Tofu zerkleinern und zu Paste verarbeiten, zusammen mit Knoblauch und Wasser zur Seitanmischung geben und verkneten.
Kurz ruhen lassen, dann nochmal kneten und zu 4 Würstchen formen.
Fest in Alufolie einwickeln, 25 Minuten bei 200°C backen.

 

Currysauce

250 g Ketchup
60 ml Wasser
1 EL Sojasauce
2 TL Curry
½ Cayennepfeffer
1 TL Xucker

Alle Zutaten verrühren, erhitzen, ca. 1 Minute köcheln lassen.
Würste in Stücke schneiden und mit Sauce servieren.

Rezept: orientalische Möhrenpasta

Ich liebe Essen, das keine typisch deutsche schwer-deftige Kost ist, sondern mit seinem ausgefallenen Geschmack oder interessanten Komponenten überrascht. So zum Beispiel diese vegane Möhrenpasta mit orientalischem Touch, die schnell zu einem meiner Lieblingsgerichte wurde!

In meiner veganen Variante braucht es (bzw. der Tofu) zwar zwei Tage Vorlauf, aber das Ergebnis ist toll. Das Gericht selbst ist jedoch ratzfatz zubereitet.
Wer kein Problem mit Feta hat, kann sich die Arbeit sparen und statt eingelegtem Tofu einfach Feta in Salzlake kaufen. 😉 Vegetarische Alternativen stehen in Klammern dabei.

Fangen wir also mit Rezept 1 für den Tofu an, der den Feta in der Pasta ersetzt.

 

Feta-Tofu:

  • 200 g Tofu natur
  • 2 – 3 Zehen Knoblauch
  • Meersalz
  • 1 – 2 EL getrocknete Gewürze (bspw. Oregano, Basilikum, Majoran, etc.)
  • Olivenöl, kaltgepresst

Ein großes Einmach- oder Marmeladenglas heiß ausspülen. Den Tofu würfeln und mit kleingeschnittenem Knoblauch und den Gewürzen in das Glas geben. Auch gut dazu passen bspw. getrocknete Tomate, Chili, etc.. Ich gebe auch gern einen großzügigen Löffel meiner selbstgemachten Gemüsebrühe dazu. Wie viel Meersalz dazu kommt, hängt ein wenig von den verwendeten Zutaten ab, aber ca. 1 EL sollte es schon sein. Das Glas mit Olivenöl aufgießen, verschließen, gut schütteln und für mindestens 2 Tage im Kühlschrank ziehen lassen.
Sobald der Tofu verbraucht ist, lässt sich das übrige Öl wunderbar zum kochen oder dippen (oder neu auffüllen?) weiterverwenden.

 

Möhrenpasta

  • Olivenöl
  • grobes Meersalz
  • 80 g Mandeln, gestiftet oder gehackt
  • 250 g Nudeln, eifrei
  • 3 Möhren, groß
  • 1 Zwiebel, rot
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 TL Agavendicksaft (oder 1 TL Honig)
  • 50 g Rosinen oder getrocknete Cranberrys
  • ½ EL rote Currypaste
  • 1 TL Orangenschale
  • 75 ml Orangensaft
  • 50 ml Gemüsebrühe
  • ¼ Bund Petersilie, glatt
  • 100 g eingelegter Feta-Tofu (oder echter Feta)

In einer kleinen Pfanne ein wenig Olivenöl erhitzen und die Mandeln darin goldbraun rösten. In einer Schale auskühlen lassen und kräftig mit Meersalz würzen.
Währenddessen die Möhren schaben und in Scheiben schneiden. Die rote Zwiebel halbieren und in Ringe schneiden, den Knoblauch schälen und pressen. In einer großen Pfanne (am besten eine Wok-Pfanne) 1 EL Olivenöl erhitzen und Möhren, Zwiebeln und Knoblauch ordentlich anschwitzen. Den Agavendicksaft / Honig, Rosinen / Cranberrys und die rote Currypaste hinzugeben. Alternativ kann auch Harissa verwendet werden (davon dann aber nur ein ½ TL), wir mögen jedoch den Eigengeschmack der roten Currypaste von Exotic Food sehr gern.

Schon mal Nudelwasser aufsetzen, in der Pfanne alles noch kurz braten lassen und dann mit Orangensaft und Gemüsebrühe ablöschen. Wer wie ich eigene Gemüsepaste verwendet, kann davon einen EL zugeben und mit 50 ml Weißwein ablöschen. Orangenschale unterrühren und den Herd auf kleine Flamme runterdrehen, alles 10 – 20 Minuten schmoren lassen. Die Nudeln in gesalzenem Wasser bissfest garen und mit etwas Nudelwasser in die Pfanne geben und zusammen mit der gehackten Petersilie gut unterrühren. Mit Salz und Currypaste abschmecken.

Die gerösteten Mandeln und Feta werden separat dazu gereicht.

Rezept: „Monte“

Ein kleines super-easy Frühstücks-Rezept um sich ein kalorienarmes, Eiweiß-reiches „Monte“ selbst zu basteln.
Ich dachte, es ist vielleicht für den ein oder anderen Süßmäulchen-Leser meines #fettlogik Artikels interessant 🙂

 

Zutaten

– 135 g Magerquark
– 20 ml 1,5% Milch
– 20 g Proteinpulver Haselnuss (z.B. dieses)

 

Zubereitung

Denkbar einfach, alles in eine Schüssel geben und ordentlich miteinander verrühren 😀
Schmeckt sehr nach Monte von Zott, allerdings hat es bloß 188 kcal und stolze 40 g Eiweiß.
Je nach Bedarf / Geschmack evtl. etwas mehr vom Haselnuss-Pulver zugeben und evtl. mit ein wenig Obst garnieren. Erdbeeren, Himbeeren oder Kirschen passen da sicher ganz hervorragend zu.

 

PS: Sieht natürlich nicht so toll aus, wie auf dem Foto oben. Aber die braune Matsche in der Glasschüssel von Opa wollte ich euch ersparen 😉 

Rezept: Burger Buns & Burgersauce

Bereits vor über einem  Jahr postete ich hier ein Rezept für tolle Burger-Buns. Denn spätestens, wenn man Burger wirklich liebt, macht man auch die Brötchen selbst!
Das Rezept habe ich in der Zwischenzeit aber ein wenig abgeändert und verbessert, so wurden aus den süßen und weich-klebrigen Briochebrötchen nun ein wenig kernigere.

Nachtrag: für die schlanke Linie sind diese Brötchen eindeutig nicht geeignet. Ich habe mal die kcal ausgerechnet und ein Brötchen schlägt mit satten ~ 380 kcal zu buche…
Wer sich aber davon nicht  abhalten lässt, für den habe ich einen weiteren Tipp; wer ein wenig Abwechselung in den Brötchen haben will, der kann zum Teig noch frische oder getrocknete Kräuter wie bspw. Majoran, Thymian oder Oregano (oder alles) beimischen. Auch frisch gehobelter Parmesan im Teig soll bombig schmecken, wurde mir berichtet.

 

Zutaten (8 Brötchen)

200 ml lauwarmes Wasser
3 EL Milch
2 TL Trockenhefe
2 EL Zucker

2 Eier

250 g Weizenmehl 550
100 g Weizenmehl 405
185 g Roggenmehl 1150
1 TL Salz
80 g weiche Butter

Sesamkörner
Ahornsirup oder
Honig & Sherry

 

Zubereitung

Wasser und Milch mischen, Trockenhefe und Zucker zugeben und verrühren, bis sich alles aufgelöst hat. Fünf Minuten ruhen lassen.
Eier in einer Schale aufschlagen.

Mehle und Salz mischen, Butter zugeben und in der Küchenmaschine oder dem Handrührer mit Knethaken ein wenig verkneten.
Nun langsam Hefemischung und Ei zugeben und die Masse ca. 5 – 10 Minuten kräftig kneten. Heraus kommt ein seidig glänzender Teig, er sollte noch gut feucht sein, aber gerade so nicht mehr kleben. Bei Bedarf ein wenig Mehl (405) zugeben.

Den Teig mit einem Küchenhandtuch abdecken und im warmen Ofen (ca. 25 °C) für 60 Minuten gehen lassen.
Nun den Teig in 8 Portionen aufteilen und zu Brötchen formen. Auf einem Backblech auslegen und für weitere 30 – 60 Minuten im Ofen gehen lassen.

Die Brötchen aus dem Ofen nehmen und diesen auf 180 – 200 °C vorheizen (je nach Intensität eures Ofens). Eine feuerfeste Schale mit Wasser in den Ofen stellen und die Buns mit Ahornsirup oder Honig, mit etwas Sherry vermischt, bestreichen und Sesam darauf streuen. Ca. 10 – 12 Minuten backen.

 

Und da es vielleicht den ein oder anderen interessiert, wie ich meine Burgersauce mache, hier noch das ungefähre „Rezept“ (frei Schnauze…) für selbige:

 

Zutaten

5 EL Mayonnaise
2 TL Dijon-Senf (Honig- oder normalen)
1 Knoblauchzehe
1 EL Essiggurkenwasser
1 EL Sherry
2 Spritzer Worcestershiresauce
Pfeffer + Salz

 

Zubereitung

Den Knoblauch schälen und sehr fein hacken oder mit der Presse zusammen mit den restlichen Zutaten vermischen. Ordentlich mit Pfeffer und Salz würzen, denn Burgerfleisch sollte komplett ungewürzt in die Pfanne kommen, die Würze sollte die Sauce übernehmen. Die Mengenangaben sind grob geschätzt, je nach Geschmack kann man mit den Mengen etwas variieren.

 

Solltet ihr das ganze mal nachbacken, freue ich mich sehr über Fotos vom Ergebnis! 🙂

Rezept: Herzen-Taler

Und schon wieder ein eher … ungewohntes Rezept 🙂
Auch diesmal bin ich nicht von seltsamen Gelüsten gebeutelt, sondern haben für den Hund gebacken 😀

Nachdem die Leberwurstpralinen all sind, aber bei Luna super gut ankamen, dachte ich mir, ich probiere das nächste Rezept aus Mamas Buch aus.
Das Rezept, das nachfolgend kommt, ist nicht 1:1 aus dem Buch übernommen, sondern von mir angepasst, da es im Supermarkt keine passenden Portionen gab und mich der Teig in den Wahnsinn trieb, bei der im Buch empfohlenen Methode.
Die wollten das nämlich mit Teig ausrollen und mit Förmchen ausstechen machen, aber der Teig klebt ohne Ende, überall hing die Hähnchenherzen-Masse und es hat so einfach gar nicht gut funktioniert.

Deshalb kommt quasi „mein eigenes“, das Luna für gut befunden hat 🙂

PS: am besten zubereiten, wenn man Schnupfen hat. Die Küche stinkt abartig nach gekochten Innereien. 🙁

 

Hähnchenherzen-Taler

Zutaten

300 g Hähnchen-Herzen
250 g Roggen-Vollkornmehl
3 L Eier
1 Schuss Distelöl

 

Zubereitung

Die Hähnchenherzen in kochendes Wasser geben und ca. 15 Minuten gar kochen. Etwas auskühlen lassen und mit dem Pürierstab zu einer zähen Masse verarbeiten.
Die Herzen-Paste in einer Schüssel zu Mehl, Ei und Öl geben und mit dem Knethaken einen Teig herstellen. Anschließend mit den Händen noch einmal „nachkneten“ und so eine glatte Teigkugel formen.
Eine etwa Teelöffel-große Portion abstechen (kommt ein wenig auf die Größe des Hundes an, je nachdem mehr oder weniger), eine Kugel formen und zu einem Taler platt drücken.
Bei 160 °C Umluft ca. 15 Minuten backen

Rezept: Versunkener Apfelkuchen

Und schon wieder gibt’s ein Rezept, diesmal allerdings nicht für den Hund 😉

Soweit ich weiß, ist versunkener Apfelkuchen der Lieblingskuchen meiner Mama. Eigentlich wollte sie mich an meinem Geburtstag besuchen, deshalb habe ich ein Rezept dafür rausgesucht. Leider wurde aus dem Besuch doch nichts – also habe ich den Kuchen zusammen mit meiner Schwiegermama in Spe gefuttert 🙂
Ehemaliger Mitbewohner Fletcher kommt jedoch heute zum Geburtstag feiern und hat sich gewünscht, dass ich ihn noch mal backe. Warum nicht? 🙂

Der Kuchen kam bei jedem, der ihn probiert hat, sehr gut an, deshalb gibt’s heute das Rezept dafür! Ist wirklich super easy und auch für backtechnische Neulinge leicht zu bewerkstelligen.

 

Versunkener Apfelkuchen

Zutaten:

4 Äpfel
125 g Butter
100 g Zucker
1 Pck Vanillezucker

3 Eier (L)
250 g Mehl
2 TL Backpulver
3 EL Milch
Rumaroma
1 Prise Salz

1 EL brauner Zucker
gestiftete Mandeln
Puderzucker

 

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 160 °C (Umluft) vorheizen und eine Springform mit Backpapier auslegen
  2. Äpfel (ich nehme kleine Elstar) schälen, vierteln, Gehäuse entfernen und längs einritzen
  3. Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen (ich mahle noch ein wenig Vanille aus der Mühle dazu)
  4. Eier zugeben und verquirlen
  5. Mehl, Backpulver, Milch, Prise Salz und 3 – 4 Tropfen Rumaroma zugeben und alles zu einem glatten Teig vermengen
  6. Teig in die Backform füllen, Äpfel verteilen und leicht eindrücken
  7. den braunen Zucker und gehackte Mandeln (Menge nach eigenem Gusto, ca. 1 – 3 EL) über dem Kuchen verstreuen
  8. ca. 45 – 55 Minuten backen
  9. Nach dem Abkühlen auf ein Tortengitter setzen und mit Puderzucker bestäuben.
  10. Kaffee aufbrühen, frische Sahne dazu schlagen und nomnomnom! 😉

Rezept: Mango-Erdbeer-Salat

Ich muss nun leider das erste Mal ganz bewusst einen halben Blog-Eintrag „klauen“. Den sah ich heute in meinem Feedly, doch schon jetzt ist der Link down.
Da ich das Rezept aber unbedingt ausprobieren will, speichere ich es quasi hier zwischen (und hoffe, dass ich nicht verklagt werde :‘)).

© Text & Bild:  Fräulein Klein!

Mango-Erdbeersalat mit Rucola und Mandeln mit Ingwer-Dressing

Erdbeer-Mango-Salat
500 gr. Fruchtfleisch von einer reifen Mango ( ca. 1 große Mango)
100 gr. Rucola
300 gr. Erdbeeren
30 gr. ganze Mandeln
2 Frühlingszwiebeln
Dressing:
1/2 TL frisch geriebener Ingwer
Saft von 1 Limette
2 EL Honig
3 EL Olivenöl
2 EL neutrales Pfanzenöl
3 EL weißer Balsamico
1 TL Dijonsenf
Salz, Pfeffer
Fruchtfleisch der Mango vom Kern lösen und in längliche Stücke schneiden. Rucola putzen. Erdbeeren waschen und in Scheiben schneiden. Mandeln grob hacken und Frühlingszwiebel in Ringe schneiden. Alles gemeinsam in einer Schüssel mischen.
Für das Dressing die o.g. Zutaten verquirlen und über den Salat geben.

Epic Burger Time

Wenige Gerichte sind so lecker, schnell, simpel und doch vielfältig wie Burger. Und damit meine ich nicht den pappigen Mist von McD & Co, sondern selbst gemachte.
Unser Burger-Trüppchen fand von selbst zueinander und besteht aus passionierten Essern, ambitionierten (Hobby-) Fotografen und der Mutti mir, die über Küchengeräte und über das nötige Know-How verfügt.

So kam es, dass wir gestern spontan eine Session ausriefen, aber diesmal nicht nur mit frischen Zutaten und leckerem Sößchen, nein, diesmal sollte es auch richtig gutes Fleisch werden und vor allem – selbstgemachte Buns. (Rezept weiter unten)

Also wurde extra Fleisch vom Metzger gemischt, ich machte mich auf, Mehl 550 kaufen um dieses Rezept zu testen und das Foto-Equipment wurde angeschleppt.

Es war viel Arbeit, der abgelichtete Burger war am Ende eiskalt, aber alle waren sich einig – DAS sind Burger!
Superlecker, perfekte Buns, saftiges Fleisch, nichts fiel auseinander, einfach awesome.

So sieht das Ergebnis aus:

Epic homemade Burger© Photo: Felipe Parque

Und nun das Rezept für die wirklich einfachen und leckeren Buns in ten easy steps:

Zutaten Burger Buns

1. 200 ml etwa handwarmes Wasser abmessen und 3 EL Milch zufügen
2. Zucker und Trockenhefe (alternativ ein Eckchen frische Hefe) hinzugeben und ein wenig verrühren, 5 Minuten stehen lassen
3. die Eier in einer Tasse aufschlagen und mit einer Gabel „schaumig“ kleppern
4. Mehl und Salz mischen. Butter in kleinen weichen Stücken zugeben.

5. mit Küchenmaschine: die Hefe-Mischung und Ei zum Mehlgemisch zuschütten und die Küchenmaschine etwa 5 Minuten erst langsam, dann Volldampf, den Teig kneten lassen. Der Teig sollte seidig glänzen.

5. ohne Küchenmaschine: den Mehl-Butter-Teig erst verkneten, dann die Hefe-Mischung und Ei zugeben und noch mal etwa 10 Minuten guuuut durchkneten. Der Teig sollte seidig glänzen.

6. Teig etwa eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
7. Teig in 8 gleichgroße Portionen aufteilen und Brötchen formen. Auf einem Backblech verteilen und nochmals ~ 30 – 60 Minuten gehen lassen.
8. Ofen auf 200 °C vorheizen und eine hitzebeständige Schale mit Wasser auf den Boden des Ofens stellen. Buns etwa 10 – 12 Minuten backen
9. Olivenöl oder ein Gemisch aus Sherry & Honig (Achtung, sehr süß – dafür gut klebend) auf die Buns streichen und Sesamkörner darauf streuen, nochmal 2 Minuten backen
10. auskühlen lassen, belegen, nomnomnom!

Es waren wirklich die besten Buns ever! Für die Küchenmaschine ist die Kneterei natürlich keine Arbeit, sondern Job, vielleicht kam’s mir deshalb so easy vor. 😉
Ich kann nur jedem empfehlen das auszuprobieren, man muss nur eben ein bisschen Zeit einplanen.

Und weils so schön war, hier noch ein Making-Of des Burgerbilds:

Making Of