Das Auge kocht mit!

Normalerweise empfehle ich selten (wenn überhaupt) irgendwelche Auszüge aus Privatsender-Produktionen. Auch wenn ich Joko & Klaas meist sehr unterhaltsam finde, ist es doch eher selten SO herausragend, dass mich eine Promotion in den Fingern juckt.

Nicht so bei „Das Auge isst mit“ – ein Auszug aus der Sendung „Die beste Show der Welt“. Ich muss gestehen, diese „Beste Show der Welt“ habe ich erst einmal im Free TV gesehen – und das ist noch keine 2 Monate her. Nun habe ich nebenbei angefangen, die ersten drei verpassten Folgen nachzuholen und habe heute wirklich ungelogen zehn Minuten lang Tränen gelacht. Der Herr des Hauses fragte mich besorgt, ob es mir denn gut ginge; mich dürfte also die halbe Nachbarschaft lachen gehört haben. Nach mindestens so vielen verlorenen Tränen, wie sonst eher im halben Jahr, lege ich euch das Ganze nun sehr ans Herz, sofern ihr es noch nicht kennt. Denn, wie sollte es auch anders sein, hinke ich fast ein Jahr hinterher, die Ausstrahlung war bereits Ende August 2016.

Klaas Heufer-Umlauf wird zur sprichwörtlichen Hand eines Sternekochs, in dem Fall Frank Rosin, und führt mit verbundenen Augen dessen Anweisungen aus, um ein kulinarisches Meisterwerk zu kreieren. Damit müssen zwei (unwissende) Test-Esser überzeugt werden.

Voller Freude habe ich gesehen, dass es davon wirklich noch drei Ableger-Folgen auf YouTube gibt, die werde ich mir nachher auf jeden Fall auch noch gönnen.

Screenshot: prosieben.de

Screenshot: prosieben.de

Peaceful Cuisine

Auf YouTube stieß ich zufällig auf einen neuen Koch-Kanal, der Liebe auf den ersten Blick war.

  1. Mag ich Essen.
  2. Mag ich kunstvolle Videos.
  3. Mag ich ASMR-Videos.
  4. Mag ich vegane Rezepte!

Er trägt den idyllischen Namen „Peaceful Cuisine“ und bietet alle vier oben genannten Punkte auf einmal. Wer also Hunger kriegen oder entspannen will oder nur auf der Suche nach Futter-Inspiration ist, schaut das hier. Wirklich. ♥

Der junge Mann, Ryoya Takashima, hat auch Videos online, wie er sich seine Küche zusammengeschreinert hat und ich bin sehr, sehr neidisch!

Solltet ihr noch mehr solcher Channels kennen, bitte ab in die Kommentare damit 😉

Rezept: Seitan-Currywurst

Ich habe das Rezept noch nicht ausprobiert, aber damit ich es nicht vergesse, verblogge ich es einfach. 😀
Zum Seitan selbst herstellen bin ich zu faul (okay … ich traue mich nicht.), deshalb muss das bis zum nächsten Einkauf warten.

Edit: Wir haben das Rezept inzwischen ausprobiert und folgende Anmerkungen dazu: die Alufolie mit etwas Öl einpinseln, Seitan bindet so gut, dass selbst Stücke Aluminium an der Wurst kleben. Über Nacht im Kühlschrank gelagert, schmeckt die Wurst noch besser. Perfekt schmeckt sie, wenn man sie erst am nächsten Tag in Scheiben schneidet und in der Pfanne noch mal kurz anbrät. Nom!

 

Bratwurst

140 g Seitan
2 EL Kichererbsenmehl
4 EL Hefeflocken
2 TL getrockneter Majoran
1 TL Zwiebelpulver
½ TL Pfeffer
1 TL Salz
65 g Räuchertofu
2 Knoblauchzehen
240 ml kaltes Wasser

Seitan, Kichererbsenmehl, Hefeflocken, Majoran, Zwiebelpulver, Pfeffer und Salz vermischen. Tofu zerkleinern und zu Paste verarbeiten, zusammen mit Knoblauch und Wasser zur Seitanmischung geben und verkneten.
Kurz ruhen lassen, dann nochmal kneten und zu 4 Würstchen formen.
Fest in Alufolie einwickeln, 25 Minuten bei 200°C backen.

 

Currysauce

250 g Ketchup
60 ml Wasser
1 EL Sojasauce
2 TL Curry
½ Cayennepfeffer
1 TL Xucker

Alle Zutaten verrühren, erhitzen, ca. 1 Minute köcheln lassen.
Würste in Stücke schneiden und mit Sauce servieren.

Rezept: Gemüsebrühe

Immer häufiger versuche ich in der Küche so viel wie möglich komplett selbst und frisch zuzubereiten. Das ist meist günstiger und gesünder als fertige Alternativen und vor allem weiß ich ganz genau, was drin ist. Seit ich meine Ernährung auf (überwiegend) vegan umgestellt habe, fallen bspw. fertige Gnocchi aus dem Kühlregal raus, da die meist Ei als Bindemittel enthalten. Da aber meist der Herr des Hauses einkaufen geht, der nicht so penibel auf die Inhaltsstoffe achtet, schreibe ich einfach Kartoffeln & Hartweizengrieß auf den Einkaufszettel und schon kann ich sicher sein, was in meinen Gnocchi so drinsteckt.

So beschloss ich also, auch keine fertige Instant-Gemüsebrühe mehr zu kaufen, sondern das Ganze selbst zu machen. Keine Geschmacksverstärker, keine künstlichen Konservierungsstoffe, dafür Kräuter nach meinem Gusto.

Nachfolgend schreibe ich auf, wie viel ich etwa benutzt habe. Da kamen aber ca. 1,5 – 2 kg (!) Gemüsematsch bei raus, also ruhig weniger nehmen, wer nicht direkt die ganze Nachbarschaft versorgen will 😉

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Rezept: Kürbis-Curry-Suppe

So ungern ich den Herbst mag, bringt er doch einen tollen Leckerbissen mit sich: Kürbis!
Also schickte ich den Mann Kürbis kaufen, um einen Kürbis-Flammkuchen mit Birne & Gorgonzola zu basteln. Ich brauchte allerdings nicht allzu viel für drei stattliche Flammkuchen und so musste aus dem restlichen Kürbis irgendwas schönes gekocht werden – eine warme und köstliche Suppe.
Vor einiger Zeit kaufte ich mir einen Dampfgarer mit Suppen-Aufsatz, den ich eine ganze Weile schon ausprobieren will. Also zwei Fliegen mit einer Klappe! Der Dampfgarer bietet den Vorteil, dass nichts anbrennen kann und es ein Programm für Suppen gibt. Also bloß Knöpfchen drücken und warten.
So sieht das dann aus:

 

Zutaten

1 Kürbis (Hokkaido)
2 Kartoffeln
1 rote Zwiebel
2 kleine Lorbeerblätter
50 ml Weißwein
1 L Gemüsebrühe
200 ml Sahne
1 EL rote Currypaste
Pfeffer
Salz
Muskat
Koriander
Curry
Kurkuma

 

Zubereitung

Den Kürbis gut waschen und den Strunk, sowie schlechte Stellen abschneiden. Kürbis halbieren, das Kerngehäuse mit einem Löffel herausschaben und in grobe Würfel schneiden. Das funktioniert am besten mit einem Wellenschliffmesser. Die Zwiebel und Kartoffeln schälen und ebenfalls grob würfeln. Alles zusammen mit den Lorbeerblättern in den Suppenaufsatz des Dampfgarers geben und 5 – 10 min dünsten. Nun den Wein und die Gemüsebrühe zugeben. Von letzterer so viel, dass das Gemüse bedeckt ist und 30 min garen lassen. Sahne, Currypaste und Gewürze zugeben, weitere 10 min garen. Suppenaufsatz herunternehmen und die Masse pürieren oder in einen Standmixer geben. Fertig! 🙂

Alternative im Kochtopf: Kürbis mit den Zwiebeln und Lorbeerblättern ca. 5 – 10 min in etwas Butter dünsten und mit dem Weißwein ablöschen. Gemüsebrühe aufgießen und Suppe 30 min köcheln lassen. Sahne, Currypaste und Gewürze zugeben, weitere 10 min köcheln lassen. Im Topf pürieren oder in einen Standmixer geben.

 

Rezept: Handbrot

Uuund schon wieder ein Rezept! Diesmal leider nicht ganz so Figur-freundlich, wie das letzte … 😀
Damals™ hat Jenna einen Handbrot-Trend auf twitter losgetreten und seither habe ich das Bedürfnis, sowas zu backen, ohne es selbst jemals gegessen zu haben. Es ist wohl typisches Festival-Futter, was es für günstig direkt auf die Hand gibt. Macht sich aber auch als vollwertiges Abendessen ganz hervorragend!

Beim ersten Handbrot habe ich (weil noch da war & weg musste) eine Brotbackmischung genommen. Das zwar war auch lecker, aber ich empfehle doch eher einen eigenen Teig. Geht genauso schnell, schmeckt aber deutlich besser!

 

Zutaten

– 300 g Weizenmehl (405)
– 200 g Roggenmehl (1050)
– 1 Päckchen Trockenhefe
– ca. 300 ml Wasser (lauwarm)
– 1 El Zucker
– 50 g Leinsamen / Körner nach Geschmack
– Oregano / Majoran / Kräuter nach Geschmack

– 1 – 2 Packungen Gratinkäse
– 2 Tomaten
– 1 Paprika
– 2 große Champignons
– 1 Packung Bacon
– 2 EL Italienische Kräuter

– 1 Becher Schmand
– 1 Handvoll Frühlingszwiebeln / Schnittlauch

 

Zubereitung

Den Ofen auf kuschelige 30 °C vorheizen. Die Trockenhefe mit dem Zucker in etwas Wasser auflösen. Derweil die Mehle mit den Körnern vermengen, Hefewasser zugeben und Kräuter nach Belieben zufügen oder das auslassen, wenn mans unkräuterig mag. Kräftig verkneten, evtl. etwas mehr Wasser zufügen, so, dass der Teig gerade so nicht klebt. Ich habe etwa 1 EL Oregano, 1 EL Majoran und etwas 1/2 EL Kurkuma verwendet und Leinsamen nach Gefühl dazu gegeben. Alternativ: eine Brotbackmischung nach Anleitung zusammenmischen.
Den Teig mit einem Küchenhandtuch abdecken und für 30 – 60 min in den warmen Ofen stellen.

Derweil die Zutaten schnippeln, wobei die oben angegebenen bloß Vorschläge sind. Außer dem Käse (der ist ein Muss!) ist quasi alles erlaubt. Ihr seht oben die Mengenangaben für zwei Personen, davon ein Fleischesser (der keine Pilze isst) und ein Vegetarier.

Ofen auf etwa 200 °C vorheizen und eine feuerfeste Schale mit Wasser auf den Boden stellen. Den Teig halbieren und eine Teigkugel noch mal kräftig kneten und dann einen knappen Zentimeter dick, eher rechteckig, ausrollen. Nun die eine Teighälfte mit großzügig Käse bestreuen, dabei mindestens 2 cm Platz zum Rand lassen. Tomaten, Paprika und was man sonst so möchte auf dem Käse verteilen und dann zusammen klappen. Ich habe meinen Teig erst mit einer selbst gemixten Guacamole bestrichen, ihr seht – lasst der Kreativität freien Lauf. Je nach Gusto noch ein wenig pfeffern und italienische Kräutermischung darüber geben.
Nun erst die schmalen Enden einschlagen und dann die breiten Seiten darüber zusammen klappen. Alles ein wenig zusammen- und festdrücken. Aufs Blech legen und längs ein paar Mal einschlitzen. Mit der zweiten Teigkugel genauso verfahren.

In den Ofen schieben und ca. 30 Minuten backen lassen. Auf die Zeit gebe ich keine Gewähr, da Öfen furchtbar unterschiedlich sind. Bei uns reichten heute sogar 20 Minuten. Je dicker der Teig, desto länger sollte das Ganze im Ofen bleiben, damit der Teig gleichmäßig gar wird. Aus dem Ofen holen, kurz abkühlen lassen und die Brotschlitze mit Schmand und einer Handvoll Frühlingszwiebeln / Schnittlauch dekorieren.

Bei viel Hunger schafft der Kerl sein Brot komplett, ich meins maximal bis zur Hälfte. Also eine dritte oder gar vierte Person sollte bei guter Füllung auch noch locker satt werden.

Weitere Ideen für Füllung:

– (geschmorte) Zwiebeln
– Oliven
– Zucchini
– Schinken
– Salami

 

Ich wünsche frohes Nachbacken 🙂

Kleine Rezeptsammlung

© Foto: Philip Park

Seit ich nicht mehr bequem daheim bei Mutti wohne, stehe ich häufig vor der Frage „Was gibt’s heute zu essen?“. Ich koche zwar sehr gerne (und angeblich auch sehr gut), aber wenn ich abends Feierabend habe, habe ich nicht immer Lust, noch zig Stunden in der Küche zu verbringen. Das heißt: es soll schnell gehen, günstig sein, nicht allzu viele Zutaten erfordern und trotzdem schmecken!

Da gibt’s natürlich jeeede Menge Rezepte, aber wenn mich der Herzjunge fragt, was er einkaufen soll, hab ich erstmal so überhaupt keine Ideen.

Diese kleine Rezeptsammlung soll Abhilfe schaffen! Vielleicht kann sich der ein oder andere davon ja auch ein bisschen was für künftige Gerichte abschauen.
Es handelt sich hierbei alles um Rezepte, die ich schon mehrfach (auch abgewandelt) gekocht habe und die sich bewährt haben, oder aber „Eigenkreationen“, bzw. Gerichte, die keine Rezeptvorlage benötigen.

Sollte sich jemand brennend dafür interessieren, wie ich z.B. meinen Kartoffelstampf selbst zaubere (instant jibbet hier nicht!) oder aus welchen Rezept-Komponenten ich meinen Gemüseauflauf zusammen gesetzt habe, einfach einen Kommentar da lassen & ich werde das nachreichen 🙂

 

Die Rezepte

Generell mische ich eigentlich gerne drei Hauptkomponenten, also Nudeln, Reis und vor allem Kartoffeln in allen Varianten (Salzkartoffen, Bratkartoffeln, Kartoffelstampf, Wedges, Puffer, …) zusammen mit gedünstetem (und manchmal gepimpten) Gemüse wie Spinat, (in Speck ummantelte) Bohnen, Sauerkraut, Rotkraut, Erbsen & Möhren und ein paar wenigen einfachen Fleischgerichten, die ich mir zutraue und die nicht sooo teuer sind, wie z.B. Fleischkäse, Bratwürstchen, Putenbrust oder Hackbällchen. Bei Bedarf noch ein fixes, leckeres Sößchen dazu (Sauce Béarnaise oder Jägersauce, etc.)

Nicht vergessen: das ist die Rezeptauswahl für Gerichte, wenn es halbwegs schnell gehen soll. Ich hab auch noch jede Menge Rezepte für aufwendige Gerichte, wie z.B. Schweindelende auf Spinatbett in Blätterteigmantel oder selbstgemachte Pizza mit eigener Tomatensauce, aber das kommt für mich unter der Woche „mal eben so“ eigentlich weniger in Frage.

Noch mehr tolle Ideen / Rezepte für den 2-Mann-Haushalt? Hinterlasst mir einen Tipp in den Kommentaren! 🙂

PS: Und danke natürlich an den Meisterfotografen, der mir die Nutzung seines Fotos erlaubt hat ♥