Procrastinators Association.

Dieser echte Alltag, von dem die ganzen Erwachsenen immer reden, ist wirklich widerlich. Man verbringt die komplette Zeit des Tages, an der man Dinge erledigen könnte und in der das Wetter super ist, im Büro und kommt am Ende des Tages zu … nichts. Ihr kennt das, man müsste eigentlich mal mit dem Tier zum Arzt, die Hausapotheke müsste aufgefüllt werden, die Haare sind schon wieder zu lang (und der Ansatz will eigentlich auch gefärbt werden) – solche Dinge kann man meist nur unter der Woche zu den Uhrzeiten erledigen, die man dann aber hinter’m Schreibtisch verbringt.

Meine „Shit to do“-Liste ist die letzten Wochen wirklich gewachsen, auch was die kleinen Dinge angeht. Sowas wie „den Bärlauch vom Unkraut frei schneiden“. Das habe ich jetzt solange aufgeschoben, weil $dinge dazwischen kamen, dass er nun erfolgreich eingegangen ist. Okay … ich rede mich damit raus, dass ihm der Platz nicht schattig genug war. Aber auch der Ansatz wächst und wächst, der Nagellack blättert ab und das sind so die wirklich winzigen Dinge im Leben, zu denen man nicht kommt, weil man seine Freizeit lieber mit einem kalten Äppler in der Hand auf der Terrasse verbringt und die letzten Sonnenstrahlen genießt, als sich um solche banalen Sachen zu kümmern, die einen dann aber tagsüber ärgern. Weil’s einfach scheiße aussieht.

Für’s Wochenende war eigentlich genau das alles angesetzt, dummerweise kam der Faktor Ingress ( btw!) dazwischen. Statt die Beete zu bestellen (wie ein braver Deutscher), sind wir mit den Fahrrädern und Tretrollern mehr oder minder Tag & Nacht durch die Gegend geeiert und haben … Portale gehackt. Joah, war insgesamt spaßig – und besser, als vor’m Rechner gammeln, ist es allemal. Diese Sache mit frischer Luft und Sonne und Bewegung und so. Und Eis vom Roma und Äppler beim Äbbelseppel gab’s auch. :]

Worauf ich hinaus will – Alltag ist scheiße. Und man kommt zu nix, weil man entweder dieses rare Gut Freizeit genießt, oder weil hier x Kinder rumturnen, die den Garten als großen Abenteuerspielplatz ansehen und einem leidenschaftlich von den Pferden im Stall erzählen wollen. Sei ihnen auch von Herzen gegönnt – aber bis dann die Hobbits im Bett liegen, hat man einfach keinen Bock mehr. Tjaja, dieser Felix macht alles richtig, mit nur drei Arbeitstagen die Woche. Da bleibt wohl Zeit für so ’nen Müll. Aber – immerhin! – ich hab‘ heute die kleine Dattelpalme eingepflanzt, die ich am Samstag für 2,49 € erworben hab. Und einen Haselnuss-Setzling! Wie ein echter Gärtner.

Und da ja meine Mum mein heimlicher Stalker ist, hier noch ein Update bezüglich ihrer ehemals süßen Baby-Tomaten:

Tomaten

In der Hoffnung, dass meine Haare noch im Laufe dieser Woche zu neuer Farbenpracht kommen,

Zinah

1 Comments

  1. heimlicher Stalker … so, so … deshalb schick ich dir auch ne WhatsApp und frag, was die Tomaten so machen! 😀

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