Nahezu ungetrübt.

… ist meine Zufriedenheit aktuell. 🙂 Ich finde, das sind gute Neuigkeiten, wenn ich mich an mein Unglück und meine Hoffnungslosigkeit im Oktober ’10 zurück entsinne. Mein Leben nimmt wieder Form an und zwar eine verdammt gute.
Ein neuer Job, ein neues Zuhause und irgendwie ein bisschen ein neues Leben. Hätte man mir vor ca. einem Jahr gesagt, dass ich heute an diesem Punkt stehe, hätte ich milde gelächelt und mir im Geiste an die Stirn getippt. Aber… hätte man mir vor einem Jahr gesagt, dass ich in einem, von da aus gesehen, halben Jahr steil bergab reise, hätte ich das ja genauso.
Ich bin immer wieder fast schon schockiert, was für 180°-Wendungen das Leben so bietet. Und doch sollte einen das ja eigentlich nicht mehr wundern. Ich denke, diese Kehrtwenden kennt jeder. Wenn einem das Leben einfach mal, auf gut Deutsch, in die Fresse schlägt. In so vielen Hinsichten gleichzeitig, versteht sich, nur ein bisschen reicht ja nicht, nein, wenn – dann richtig.

Und genauso verwundert bin ich, wenn ich sehe, wie es dann plötzlich umschlägt und man in seiner Lebensstatistik unerwartet wieder grüne Zahlen schreibt. Ich resümiere – ich bin zufrieden. Nahezu.

Wenn da nicht das wäre, was mich allgegenwärtig umgibt, jeder, der mich kennt, sollte wissen, was ich meine. Und zum anderen – meine Zwischenprüfung, die schon in genau einer Woche stattfindet. In genau 7 Tagen werde ich um die Zeit hemmungslos saufen – entweder, weil ich’s gnadenlos versaut habe, oder weil es doch super lief. „Klassische Win-Win-Situation!“, wie mein Kollege mir via Mail sagte.
Das ist einer der Punkte, die mich tierisch an mir selbst nerven – ich prokrastiniere. Bis zum Anschlag. Ich muss ein Jahr Berichtsheft nachschreiben, ich muss in genau zehn Fächern fit sein und bisher ist einfach nichts passiert. Meh. 🙁

Aber ich vertraue einfach mal auf meine Glücksträhne und hoffe, dass das trotzdem alles irgendwie dann doch hinhaut. Drückt mir die Daumen 🙂