„Ein durchschnittlicher Satz in einer deutschen Zeitung ist eine erhabene, eindrucksvolle Kuriosität; er nimmt ein Viertel einer Spalte ein; er enthält sämtliche zehn Wortarten – nicht in ordentlicher Reihenfolge, sondern durcheinander; er besteht hauptsächlich aus zusammengesetzten Wörtern, die der Verfasser an Ort und Stelle gebildet hat, sodass sie in keinem Wörterbuch zu finden sind – sechs oder sieben Wörter zu einem zusammengepackt, und zwar ohne Gelenk und Naht, das heißt: ohne Bindestriche; er behandelt vierzehn oder fünfzehn verschiedene Themen, von denen jedes in seine eigene Parenthese eingeschlossen ist, und jeweils drei oder vier dieser Parenthesen werden hier und dort durch eine zusätzliche Parenthese abermals eingeschlossen, sodass Pferche innerhalb von Pferchen entstehen; schließlich werden alle diese Parenthesen und Überparenthesen in einer Hauptparenthese zusammengefasst, die in der ersten Zeile des majestätischen Satzes anfängt und in der Mitte seiner letzten Zeile aufhört –und danach kommt das Verb, und man erfährt zum ersten Mal, wovon die ganze Zeit die Rede war; und nach dem Verb hängt der Verfasser noch ‚haben sind gewesen gehabt haben geworden sein‘ oder etwas dergleichen an – rein zur Verzierung, soweit ich das ergründen konnte –, und das Monument ist fertig.“

Mark Twain

Zwischenstand.

Es geht voran.
Langsam aber sicher verschwindet alles an Habseligkeiten in Umzugskartons. Erst kam der Krempel aus Schränken, dann folgte das Kellergerümpel, heute war ein erster Teil der Küche fällig.

Nach und nach wächst also beharrlich der Kartonagenberg im Flur, gekrönt von Gizmo, der den Ausblick von ganz oben genießt.

Das Haus sieht zunehmend leerer aus und ich fürchte, bis zum Luke-Treffen sieht’s hier sogar ein wenig kahl aus. 😀

Leider kam die Woche raus, dass die aktuellen Mieter der künftigen Heimat doch noch nicht ausziehen, also wie geplant Ende Mai, sondern erst Ende Juni, was den Plan bzgl. Streichen / tapezieren (sofern nötig) ein wenig hinfällig macht. Dafür macht es die sonstige Planung deutlich „komplizierter“, nun müssen also Wochenenden ge“opfert“ und koordiniert werden. Die Küche nehmen sie leider auch mit, somit muss noch einiges an Kram gekauft und aufgebaut werden, ehe ich final mein geliebtes Hessen verlasse.

Aber immerhin sammeln wir langsam aber sicher alles Nötige zusammen, nach Spülmaschine und Herd wurde uns vorhin ein großer Kühlschrank angeboten. Letztes Wochenende gab’s eine Garnitur Esszimmermöbel von Muttern und auch eine (vorläufige) Couch samt Tisch war schnell organisiert.

Bleibt nur zu hoffen, dass mein Vertragszusatz wg. Home-Office bald auf dem Tisch liegt, wir endlich einen Mietvertrag unterschreiben können und damit alles endlich besiegelt ist.
Bleiben wir mal optimistisch 🙂

The Smokers

Beim Dönermann um die Ecke gibt es eine Terrasse, auf der man es sich in der Mittagspause in der Sonne gemütlich machen kann.
Ringsherum um die Terrasse hängen riesige Stoff-Außenplakate von einem Ski-Springer / Snowboarder (irgendwie sowas – Profisportler im Schnee halt), der auf einigen der Fotos jede Menge Zigaretten im Mund hat. Und das sieht schon irgendwie ein bisschen widerlich befremdlich aus.
Es steht sogar dabei, dass dieser Sportler im echten Leben natürlich nicht raucht & dass Rauchen ziemlich uncool sei.

Verwirrend ist jetzt, dass es dazu auch noch ein Original-Bild gibt, wie ich gerade herausgefunden hab – nach einigem Googlen bin ich nun recht unschlüssig, ob das zwei verschiedene „Plakate“ sind, oder ob der Sportler dieses Foto (Album-Art) echt nachgestellt hat.

Wie dem auch sei, heute fiel mir jedoch das erste Mal ein Spruch neben dieser Bilderreihe auf, der mich durchaus zum Schmunzeln brachte, ein bisschen gegooglet und siehe da, das ist von Steve Martin und erschien erstmals in seinem Buch „Cruel Shoes“, bzw. auf dem Album „Let’s Get Small“.

Wie man sieht, habe ich sogar das Bild dazu gefunden! 🙂
Der Text oben rechts in gelb ist obiges Gedicht.

 

Steve Martin: The Smokers

He lit the cigarette and smoked it down to the filter in one breath. He silently thanked the cigarette company for being thoughtful enough about his health to include a filter to protect him. So he lit up another. This time he didn’t exhale the squeaky-clean filtered smoke, but just let it nestle in his lungs, filing his body with that good menthol flavor. Some more smokers knocked on his door and they came in and all started smoking along with him.
„How wonderful it is that we’re all smoking,“ he thought.
Everyone smoked and smoked and after they smoked they all talked about smoking and how nice it was that they were all smokers and then they smoked some more.
Smoke, smoke, smoke. They all sang „Smoke That Cigarette“ and „Smoke Gets in Your Eyes.“ Then the smokers smoked one more cigarette and left him alone in his easy chair, about to relax and enjoy a nice quiet smoke. And then his lips fell off.

 

PS: Wer das beim Dönermann ist, werde ich beim nächsten Besuch klären.

Der Wunschzettel

Viele Dinge befinden sich in meinem Besitz – aber bei Weitem nicht alles, was mir zu einem glücklichen Heim fehlt! Gerade jetzt, wo bald einige Dinge fehlen werden, gilt es Nachschub ranzuschaffen – oder sich zumindest schon mal nach welchem umzusehen!

So stöbere ich also seit einiger Zeit schon auf diversen Plattformen und suche Dinge zusammen, die sich in meinem künftigen Heim sehr gut machen würden; die praktisch, unverzichtbar oder einfach nur hübsch sind. 🙂

Eventuell stößt ja der ein oder andere über den Eintrag, der noch nicht weiß, was er mir zum Geburtstag schenken will … 😉

(Edit: Die Knoblauchpresse habe ich mir soeben gekauft. \○/)

 

1) Planetary Plates 2) Rösle Knoblauchpresse 3) Rosenthal Vase 4) Camera Rug 5) Red Deer Print 6) Micke Schreibtisch

Auch damit Herz schon mal ’ne Ahnung kriegt, auf was er sich einlässt … 😉

Hallo Siegburg!

Yeeha!
Good news incoming – mein Umzug in’s neue Leben geht klar! 🙂

Nachdem die finale Entscheidung ja wochenlang am letzten Chef hing, kam er diesen Montag endlich aus dem Urlaub zurück und gab tatsächlich seinen Segen für Expedition „Home Office im Ausland“. 🙂
Klar unter der Auflage – wenn meine Leistung nachlässt, … Selbstredend. Aber davon gehe ich jetzt per se einfach mal nicht auf und deshalb freue ich mich sehr!

Am Samstag nämlich waren Herz und ich das neue Haus mal angucken. Also nicht nur von außen wie neulich, sondern man lies uns rein und wir konnten uns in Ruhe umschauen.
Ich bin verliebt!

Ein Haus von 1904, Altbau. Kleiner Garten, eingerahmt von Backstein und Efeu, kleine gemütliche Zimmer mit hohen Decken und ausreichend Platz für uns vier. 🙂
Fotos gibt es (noch) keine, denn da turnten kleine Kinder rum, die ersten Sachen standen schon in Kartons, das erschien mir unpassend. Aber ich bin mir sicher, dass die Hütte jeder noch rechtzeitig zu sehen bekommen wird. 😉

Jetzt sind es nur noch 2 Monate, bis wir schon umziehen könnten. Klar, vorher renovieren, das ein oder andere Möbelstück dazu kaufen, etc. … Aber dann steht dem nichts mehr im Wege!

Ansonsten kommt mich Herz heute schon besuchen und wir genießen erstmal vier freie Tage in der Noch-Heimat. Dann gehts mit diversen Freunden & Arbeitskollegen ein Sushi All you can eat in Aschaffenburg platt machen. 🙂

Ich wünsche einen schönen Feiertag!

#MadeWithPaper

Vor gefühlten zwei Monaten sah ich einen tweet von Michael Rose, der das Projekt Paperfaces ins Leben rief. Jeden Tag will er ein fremdes Twitter-Avatar malen – mithilfe seines iPads, eines Stylus‘  und der App „Paper“ von 53.
Was man tun muss um auch gemalt zu werden?
Seinen tweet retweeten! Mehr nicht.

 

Wow, ich sehe gerade, dass der tweet von 2012 ist, gute eineinhalb Jahre her. Aber Michael ist immer noch fleißig, denn heute morgen überraschte mich mein Avatar.

 

 

Und yeeha – ist das cool oder ist das cool?! 🙂