Rezept: Gemüsebrühe

Immer häufiger versuche ich in der Küche so viel wie möglich komplett selbst und frisch zuzubereiten. Das ist meist günstiger und gesünder als fertige Alternativen und vor allem weiß ich ganz genau, was drin ist. Seit ich meine Ernährung auf (überwiegend) vegan umgestellt habe, fallen bspw. fertige Gnocchi aus dem Kühlregal raus, da die meist Ei als Bindemittel enthalten. Da aber meist der Herr des Hauses einkaufen geht, der nicht so penibel auf die Inhaltsstoffe achtet, schreibe ich einfach Kartoffeln & Hartweizengrieß auf den Einkaufszettel und schon kann ich sicher sein, was in meinen Gnocchi so drinsteckt.

So beschloss ich also, auch keine fertige Instant-Gemüsebrühe mehr zu kaufen, sondern das Ganze selbst zu machen. Keine Geschmacksverstärker, keine künstlichen Konservierungsstoffe, dafür Kräuter nach meinem Gusto.

Nachfolgend schreibe ich auf, wie viel ich etwa benutzt habe. Da kamen aber ca. 1,5 – 2 kg (!) Gemüsematsch bei raus, also ruhig weniger nehmen, wer nicht direkt die ganze Nachbarschaft versorgen will 😉

Zutaten

½ Knollensellerie
2 große Möhren
1 Stange Porree
3 rote Zwiebeln
6 Zehen Knoblauch
2 getrocknete Chili
1 Kästchen Kresse
1 Bund Schnittlauch
1 Bund Petersilie
1 Bund Liebstöckel
80 g Salz

Zusätzlich:
Zerhacker
Vorratsgläser (bspw. 2 leere Essiggurken-Gläser)

 

Zubereitung

Die Schale des Selleries und die Enden der Möhren und des Porrees abschneiden. Zwiebeln und Knoblauch schälen und alle Zutaten so weit grob zerkleinern, dass sie problemlos vom Zerhacker verarbeitet werden können. Ich habe den Zerhacker insgesamt 6 oder 7 mal gefüllt, das Ergebnis in eine Rührschüssel geleert und die Masse am Ende mit dem Handrührgerät noch mal ordentlich vermengt. Die Gelegenheit war auch gut, um Kräuter-Reste aus dem Tiefkühler mit zu verarbeiten. Zudem entschied ich mich für grobkörniges Meersalz, das ich mit den Chili und Kräutern zusammen gehäckselt habe. Das allein wäre sicher auch eine super Geschenkidee, denn das grüne Salz mit den roten Tupfen macht optisch echt was her 😉

Die Masse habe ich hinterher über Nacht bei 60 °C in den Backofen gestellt, damit ein wenig Flüssigkeit verdampft. Ob es geholfen hat, kann ich nicht wirklich beurteilen, aber Brühenpulver aus dem Supermarkt ist es nicht geworden. Es ist eher eine Gemüsepaste. Durch den hohen Salzanteil ist das Gemüse natürlich konserviert und sollte sich im Kühlschrank eine ganze Weile halten.
1 – 2 TL der Paste in ca. 500 ml Wasser aufgelöst, ergibt eine gute gemüsige Grundlage.

Das Rezept kann man wunderbar nach seinem Geschmack mit (trockenem) Gemüse, Kräutern und Nüssen / Kernen abwandeln, oder auch thematische Kompositionen herstellen. Getrocknete Tomaten, Basilikum und Pinienkerne für eine eher mediterrane Paste oder Ingwer, Wasabi und Sultaninen für eine eher asiatische / orientale Mischung, könnte ich mir bspw. gut vorstellen.

Kleinere Vorratsgläser (zum verschenken) gibt es relativ günstig auf Amazon oder ebay. Hier gibt es einen Jam Labelizer, den man auch super für Gemüsebrühe-Etiketten benutzen kann.
Alternative Aufbewahrungsmethode: Paste in Eiswürfelformen geben und ab in den Tiefkühler. Zum kochen einfach einen Würfel in die Pfanne werfen.

 

Anmerkung vom 03.11.: wow! Das Zeug geht doch deutlich schneller weg, als gedacht. Ich nehme zum Kochen meist einen großzügigen Esslöffel und haben vier Gläschen verschenkt – und schon ist das erste meiner zwei riesigen Gurkengläser leer! In gerade mal zwei Wochen 😀

6 Comments

  1. Ich versuche auch immer, möglichst viel selbst zu machen, was mir eigentlich auch gelingt. Aber an Gemüsebrühe habe ich mich bisher noch nicht versucht. Muss ich unbedingt mal nachmachen – aber wohl mit etwas weniger Gemüse 😉

    Reply
    • Ich denke, es geht auch ohne. Das war ein Vorschlag eines Freundes, um die Masse etwas zu trocknen. Geholfen hat es so semi-gut. Vielleicht wäre auf einem Backblech verteilt effizienter, das probiere ich nächstes Mal.

      Reply

Kommentar verfassen