Pseudo-Nerd-Mutation.

Buhuhu – ich weine innerlich ganz bitterlich!
Der ein oder andere der mich kennt, kennt auch mein Notebook von ASUS, das schweineteure Teil (Republic of Gamers, watch out!), das seit jeher ein undefinierbares Eigenleben führt. So Dinge wie … es bootet einfach mal so in meiner Abwesenheit und fährt nach 10 Minuten wieder runter. Okay?
Oder der „Subwoofer“, auf den ich gut verzichten könnte, irgendwann vergisst er seine Einstellung und dröhnt munter vor sich hin, auch wenn das Headset eingestöpselt ist. Okay?

Nun aber das, was gar nicht geht – die Grafikkarte wirft Fehler aus. So hübsche, rote, flackernde Pixel beim Booten und flimmerndes Cyan an den Stellen, die weiß sein sollten. Nee, das muss nicht. Und das Teil ist nicht mal ein Jahr alt! Also einen RMA angefordert, Formular ausgefüllt, Rechnung ausgedruckt, unseren Sysadmin nach leerem Karton befragt und das Ding heute weggeschickt. Soll sich doch ASUS damit rumägern. Ich hoffe, dass sie dieses Montagsgerät einfach wieder in Schuss bringen und das große regelmäßige  Kotzen einfach ein Ende hat. Der eher negative Aspekt der Geschichte: Ich hab kein Notebook mehr!

Naja gut, keins wäre übertrieben. Da wäre noch mein uraltes ASUS-Notebook von ca. 2009 oder 2010. Dessen Tastatur einige Tasten fehlen und dessen Laufwerk noch nie funktioniert hat. Ich bediene mich daher seit … schon immer Fletchers oller Mac-Tastatur und wundere mich dauernd, warum ich nichts treffe. Gut – lange Rede, kurzer Sinn – ich bin zurück zu diesem Knochen. Ohne Leistung, nicht für Ansprüche entwickelt, damals günstig auf Amazon als man noch mittellos war – ihr kennt das.

Heute also der Gerät wieder in Betrieb genommen und – um Himmels Willen. Deshalb wollte ich damals ein neues! Gar nicht weil die Leistung nicht passt, sondern weil das Ding so verseucht / verbuggt / wasauchimmer ist, dass darauf gar nix mehr geht. Und da ja das CD-Laufwerk nicht mehr will, ich aber kein Win7 auf USB habe, außerdem keine Lust auf den typischen Win-Installationsstress hatte, kam da jetzt ein Linux drauf. Ich bin nun also, zumindest bis mein Schätzchen wohlbehalten heim kehrt, ein … Ubuntu-User.

Ubuntu! Ich! Checkt’s mal bitte. Es fühlt sich an wie Mac OS (was ich hasse) und es gibt kein Trillian. Ansonsten funktioniert aber alles ganz gut und gäb‘ es dafür die CS 6, könnte ich mich vielleicht sogar daran gewöhnen (okay, und wären die eckigen Klammern da, wo sie hingehören … könnte aber auch an der Tastatur liegen).

Als wäre das nicht genug, habe ich mein iPhone über den Jordan getreten. Das dürfte alle die freuen, die ja schon immer gegen meine Nutzung dieses Gerätes waren. Aber Apple an sich mochte ich ja sowieso noch nie und auch die Zwangs-Installationen von Diensten, die keiner braucht oder gar will, ging mir gegen den Strich. Das hatte sich ja irgendwann gebessert, aber Apple ritt weiterhin auf seinem „Wir sind die geilsten und hipsten“-Ross und hat ganz verrafft, dass andere Developer völlig an ihnen vorbei gezogen sind.

Früher war Apple das, was es zu schaffen galt. Wenn man Software baut, die so gut ist, dann hat man’s gepackt. I’m sorry Apple – die Zeiten sind leider vorbei. Und als dann bei der Keynote die tollen neuen Funktionen von iOS 7 präsentiert wurden, musste ich lachen. Weil Android das irgendwie schon gefühlte Ewigkeiten kann.
Ergänzt hat Apple das dann durch noch krassere Diktatur und einen Umstieg von Google auf Bing. Weil keine Abhängigkeit von Google und so. Wie gut das mit Maps geklappt hat, dürfte ja noch allen in Erinnerung sein. Dazu kam, dass mein „altes“ iPhone 4 den Ansprüchen nicht mehr wirklich gewachsen ist. Es wurde immer lahmer, der Home-Button klemmt (was blöd ist, bei dieser 1-Button-Geschichte) und eigene Ladekabel braucht es auch immer noch.
Den allergrößten krönenden Abschluss lieferte dann das Icon-Design, das glücklicherweise nicht nur von mir verrissen wurde. Anfangs versuchte man es mir noch schön zu reden mit „ich dachte, du hast keine Ahnung von Icon-Design!“ – aber, nur weil ich es selbst nicht so wunderbar kann wie viele andere, heißt das ja nicht, dass ich grob fahrlässigen Mist nicht erkenne.

Also – was anderes muss her. Glücklicherweise hat sich ja seit meinem Fail mit dem Galaxy II damals viel getan – und Android ist besser denn je. Ein weiterer Faktor: ingress.
Jaja, es ist nur ein Spiel und blablub – aber das macht auf iOS (auch wenn sich dieser alex-alex echt viel Mühe gegeben hat!) einfach keinen Spaß. So gar nicht. Erst recht nicht auf der „alten 4er-Krücke“ (das Ding ist keine drei Jahre alt …). Und nach langem Hin & Her fiel meine Wahl auf Googles Nexus 4.

Fletcher musste sich das natürlich auch kaufen, sogar vor mir, wie sollte es anders sein. Und ebenfalls ein Arbeitskollege, der damit aber „nicht warm wurde“, so … nach etwa 5 Minuten testen. Also gab er es mir. Und ich bin zufrieden damit – sehr zufrieden bisher. Ich kann ohne komplizierte Umwege Klingeltöne kopieren! Und wenn mir die Icons nicht gefallen, kann ich mir einfach eigene machen! Wunderbare Welt. Und vor allem macht ingress Spaß! 😀

Also de facto ist aus mir in weniger als einer Woche aus einem iPhone-Windows-User ein Android-Linux-User geworden.
Wo soll das nur hinführen!

Zinah

 

PS: Ich kann mit diesem schwachbrüstigen Rechner halt sonst echt nix anfangen – bleibt nur Blog schreiben. Sorry für die wall of text. 😉

Kommentar verfassen