Ik ♥ Den Haag

Wir sind aus dem Urlaub zurück! Leider :'(

Eine Woche waren wir nun mit Freunden und Hund im Urlaub in den schönen Niederlanden, genauer gesagt in Den Haag – Scheveningen.
Leider war das Wetter eher durchwachsen, es reichte aber für einen Tag am Strand und (im) Meer. Vor allem für Luna war das Rennen durch den Sand, das Wasser und die Wellen das reinste Vergnügen. Ernährt haben wir uns hauptsächlich von Frikandel, Patat Speciaal, Vla und Stroopwafeln (was sonst?) und für den Hund gabs endlos viele frische Garnelenköpfe.

Hiermit präsentiere ich nun also eine Mischung aus Den Haag Guide für Anfänger und kleinem Erlebnisbericht für die Daheimgebliebenen.

Wo unterkommen?

Wir haben uns via Airbnb ein wunderschönes, aber recht günstiges Loft, direkt in Scheveningen am Hafen, gemietet. Für eine Woche haben wir nun 127 € p.P. gezahlt, allerdings bekommen wir wohl noch Kaution wieder. Für so eine schöne Unterkunft in perfekter Lage ist das aber auch so kein Cent zuviel!
Der Hafen liegt direkt vor der Tür, genau wie 7 verschiedene Restaurants jeder Preisklasse, darunter z.B. eine Brauerei, ein Burgersalon, ein Inder und ein klassischer Imbiss. Zum Strand sind es knapp zehn Minuten zu Fuß, zur Straßenbahn und zwei Supermärkten sogar weniger als fünf.

Was / wo sollte man essen?

Wie bereits oben geschrieben, sollte man auf jeden Fall mindestes einmal ein typisch niederländisches Essen genießen – Frikandel und Patat speciaal zum Beispiel. Wir hatten das Glück, dass es direkt am Hafen vor der Tür einen sehr guten Imbiss gibt, der stattliche Portionen zum kleinen Preis anbietet. Für mich gab es statt Frikandel frittierten Käse, kaassoufflé, und ein großes Softeis hinterher. Alles in allem 5,50 €, da kann man nicht meckern.


Was ebenfalls sehr empfehlenswert ist, ist das Burgerz, das ebenfalls direkt am Hafen liegt. Für knapp 15 € gibts dort seeehr leckere Burger (auch vegetarische und einen veganen) mit Pommes Frites und als Nachtisch eignet sich einer der Milkshakes perfekt.

Die anderen getesteten Lokalitäten waren nicht sonderlich herausragend. Ansonsten haben wir uns also beim örtlichen Aldi mit Stroopwafels, Vla, Käse-Crackern, Nachos und sonstigen Dickmachern eingedeckt. Max kaufte sich auf dem Haagse Markt ein Kilo frische Garnelen, die er in der Pfanne zubereitet hat. Daher hatte Luna auch die ganzen Garnelenköpfe und -schwänze, die sie verschlungen hat, wie sonst wenig bisher. 😉

Was unternimmt man?

Zuerst sei gesagt, dass das Straßenbahnnetz sehr gut ausgebaut ist. Alle paar Minuten fährt eine Bahn in jede Himmelsrichtung und die Reise damit bietet sich an, denn Parkplätze sind zwar da, aber in der Stadt ist die Parkdauer fast überall auf 30 min beschränkt und Knöllchen sind wohl sehr teuer. Das Tagesticket kostet 6,50 € und so kann man die Stadt den ganzen Tag unbeschwert und entspannt erkunden gehen. Außer Luna – die fand Bahnfahren doof 😉

Für den typischen Holland-Besucher empfiehlt sich zuerst ein Besuch im nächsten Coffee Shop 😉 Da ich als Nichtraucher (zumindest was das angeht) aber nicht drin war, kann ich keine Auskunft zu den verschiedenen Shops und deren Besonderheiten machen. Aber was ich mitbekommen habe: die durchschnittliche Kiosk-Frau hat keine Ahnung, was Tips sind.

Klare Empfehlung: Auf jeden Fall ist ein Besuch am Strand Pflicht. Wir hatten dort eine Menge Spaß mit Luna und auch wenn das Wetter eher durchwachsen war, hatte das Meer noch angenehme 18 °C Badetemperatur. Sobald der Wind mal kurz aufhörte zu pusten, war es richtig schön warm und spätsommerlich. Es gibt diverse Strandabschnitte für alle Bedürfnisse und ca. 6 km von unserem Loft entfernt sogar einen kompletten Hundestrand. Da aber sowieso weit und breit nichts los war, haben wir uns ein Stück vorher schon mit Luna ans Wasser getraut. Allgemein gibt es sehr viele Hundefreilaufgebiete, sehr angenehm. Luna durfte sie nur nicht nutzen, da sie ihre Steuer- und Tassomarke verloren hat und wir im Ausland nichts riskieren wollten. Zurück zum Strand – es locken unzählige (!) Restaurants, Bars und Cafés ein, sich direkt am Strand niederzulassen. Die meisten Lokalitäten sind liebevoll eingerichtet, teilweise auch mit eher unkonventionellen Ideen wie einigen Betten am Strand und offenen Kaminen in den Tischen, doch die Preise haben es natürlich in sich. Wir wollten eigentlich zum Abschluss des Urlaubs auf ein paar Cocktails an den Strand, doch das nasskalte und windige Wetter hielt uns dann doch davon ab.

 

Keine Empfehlung: Ansonsten waren wir auf dem Haagse Markt, von dem ich leider ein wenig enttäuscht war. Ich hatte typisch niederländische Stände erwartet; Süßigkeiten, Käse, Tulpen, Holzschuhe, Schwarzbrot … irgendwie sowas halt. Tatsächlich war es aber bloß eine riesige Auswahl an frischem Obst, Gemüse & Meeresfrüchten und ansonsten dominierte dort der typische Ramsch, der mittlerweile auf jedem Trödelmarkt so feilgeboten wird. Vor allem billige Klamotten für 3 € das Stück, hässliche Schuhe und Taschen, dazu Burkas und Kopftücher für 1 €. Allgemein war das Klientel wenig „mitteleuropäisch“, ein Besuch auf dem Offenbacher Flohmarkt am Ring Center hätte es auch getan … Außer dem Kilo Garnelen und supergünstigen Jelly Beans (4 € / kg) haben wir dort auch nichts gekauft.

Kann man durchaus machen: bloß etwa 200 m vom Haagse Markt ist ein Miniatur-Bauernhof. Eine Kuh mit Kalb, drei Schafe, eine Ziege, Hasen, Meerschweinchen und einige Hühner. Man kann die Tiere füttern, im Stall beim Melken zusehen und in der kleinen Grünanlage „spazieren“ gehen. Das ganze ist kostenlos und wenn man eh in der Nähe ist und Tiere mag, kann man sich das ruhig mal anschauen.

Kann man bei Regen machen: Glow-Minigolf! Donnerstags war das Wetter so trüb und eklig, dass wir uns für Indoor-Aktivitäten entschieden haben. So fiel unsere Wahl auf UV-Minigolf, das man quasi im Dunklen spielt, bewaffnet nur mit fluoreszierenden Bällen & Schlägern. Ein netter Zeitvertreib, vor allem, da es für 1,50 € mehr auch noch das Spiegelkabinett dazu on top gibt. Auch das war sehr unterhaltsam! Es ist zwar in Summe eher für Kinder gemacht, aber als wir da waren, war es sonst quasi leer und so waren wir ungestört. Das Ganze befindet sich in einer Shopping Mall mit diversen Geschäften, durch die man ebenfalls bummeln kann, wenn man denn schon mal da ist.

 

Das wars quasi auch schon. Die vier Tage dort vergingen wie im Flug und wir hatten, trotz eher schlechtem Wetter, eine Menge Spaß. Von uns aus ist Den Haag auch gerade mal 3 Stunden mit dem Auto entfernt, eignet sich also auch gut für einen Wochenendausflug. Ich hoffe, ich war nicht das letzte Mal da 🙂

Und zum krönenden Abschluss gibts noch ein paar wundervolle Fotos ;D

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